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2017-08-22 16:01:57 - ks
VLN: Kratz ohne das nötige Quäntchen Glück

Torsten Kratz führt im Porsche Cayman die Klasse V5 souverän an, als technische Probleme für einen langen Boxenstopp sorgten
Starke erste Rennhälfte, dann aber Pech mit Technik und der Reifenwahl: Beim Rowe-6h-Rennen, dem fünften von neun Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, konnte Torsten Kratz seine Erfolgsserie der letzten Monate nicht fortsetzen. Mit dem BMW 325i wurde als Vierter der Klasse V4 immerhin noch ein ordentliches Ergebnis erreicht, der für die Meisterschaft punkteberechtigte Porsche Cayman aus der Klasse V5 kam dagegen nicht in Wertung.

„Statt mich in den Top Ten der Meisterschaft zu etablieren habe ich zunächst Boden verloren“, sagte Torsten Kratz nach dem Rennen. „Noch ist natürlich nichts verloren, aber die beiden Streichresultate sind aufgebraucht. In den verbleibenden vier Rennen werde ich versuchen, mich in die Top Ten zurück zu kämpfen.“

Dabei fing das längste VLN-Rennen des Jahres gut an. Am Steuer des Porsche Cayman übernahm der 46-Jährige sofort die Führung und baute diese in den ersten vier Runden auf rund 20 Sekunden aus. Dann gab es leider Probleme mit dem Benzindruck.

„Das war natürlich eine bittere Enttäuschung nachdem bis dahin alles perfekt lief. Das Fahrzeug wurde am Saisonbeginn neu aufgebaut und ich hake das unter Kinderkrankheiten ab. Ich denke wir haben das bis zum nächsten Rennen im Griff und kämpfen dann wieder um den Klassensieg.“

Am Steuer des BMW 325i war der Mönchengladbacher dieses Jahr bereits mehrfach siegreich, darunter beim 24h-Saisonhöhepunkt. Der Motorschaden vor dem dritten VLN-Rennen und Probleme mit dem Ersatztriebwerk beim vierten Lauf ließen Kratz und Teamkollegen Oskar Sandberg mit stumpfen Waffen kämpfen. Beim 6h-Rennen kehrte das Duo, unterstützt von Inge Hansesaetre, zur alten Stärke zurück.

Kratz übernahm zum zweiten Stint den BMW mit acht Sekunden Vorsprung auf Platz eins liegend von Oskar Sandberg und konnte den Vorsprung bis zum nächsten Stop auf knapp 40 Sekunden ausbauen. So übergab er den BMW komfortable in Führung liegend an Hansesaetre. Bei den wechselnden Witterungsbedingungen war die richtige Reifenwahl jedoch ein Glücksspiel und leider war der Sorg-BMW nicht immer mit den richtigen Reifen unterwegs.

„Schauerwetter ist immer eine Frage von Glück und Pech. Es war ja kein Dauerregen. Wir hätten genauso richtig liegen können, so waren wir aber zur falschen Zeit auf Slicks unterwegs. Das hat den Sieg gekostet.“ Das Trio wurde zwar als Klassendritter abgewinkt, erhielt wegen eines Frühstarts von Sandberg aber eine 35 Sekunden Zeitstrafe und büßte noch eine Position ein.

Da bei Doppelstarts vor dem Rennen entschieden werden muss, welches Fahrzeug punkteberechtigt ist, lag Kratz dieses Mal falsch. Denn er hatte auf den Porsche gesetzt, nicht auf den BMW. „Das Sorg-Team, Oskar und ich hatten das gemeinsam entschieden. Wir beiden Doppelstarter lagen aussichtsreich in der Meisterschaft, haben so das Risiko versucht aufzuteilen. Mir fehlte einfach an diesem Wochenende das nötige Quäntchen Glück.“
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