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2017-04-09 16:25:12 - ks
DRyM: Fabian Kreim gewinnt spannendes Heimspiel

Heimsieg im dritten Anlauf: Fabian Kreim gewinnt in Hessen
Es wurde der versprochene 'Tanz auf dem Vulkan' den die DRyM-Teilnehmer den zahlreichen Fans bei der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg (07.-08. April 2017) boten. Beim zweiten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRyM) wechselte mehrfach die Führung, vier Piloten teilten sich die Bestzeiten auf den 12 Wertungsprüfungen (WP) mit einer Gesamtlänge von 134,64 Kilometern. Auf der Zielrampe in Schlitz freuten sich Fabian Kreim / Frank Christian (Fränkisch-Crumbach / Oberhausen) im Skoda Fabia R5 über den ersten Sieg des Südhessen Kreim bei seinem Heimspiel.

Sie gewannen mit einer Fahrzeit von 1:20:41,5 Stunden und lagen damit knappe 5,1 Sekunden vor den Zweitplatzierten Dominik Dinkel / Christian Kohl (Rossach / Lautrach) in einem weiteren Fabia R5. Den dritten Platz belegten Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Stuttgart / Lautrach) ebenfalls in einem Skoda Fabia R5. Mit dem zweiten Sieg in Folge bauten Kreim / Christian ihre Meisterschaftsführung auf die maximal möglichen 60 Punkte aus, Rang zwei belegen nun punktgleich Wallenwein und Dinkel mit je 32 Zählern. In der 2WD-Wertung für Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse gewannen Carsten Mohe / Alexander Hirsch (Crottendorf / Tannenberg) im Renault Clio R3T den Lauf in Hessen und übernahmen so auch die Gesamtführung.

Der zweite Sieg beim zweiten Saisonlauf wurde den amtierenden Rallye-Meistern wahrlich nicht geschenkt. Bei den vier WP der Freitagsetappe gab es vier verschiedene Sieger. Christian Riedemann / Michael Wenzel (Kirchdorf / Mehlingen) gewannen im Peugeot 208 T16 R5 die Auftaktprüfung, WP 2 ging an Dinkel. Auf der dritten WP waren René Mandel / Dennis Zenz (Sommerkahl / Klausen) im Ford Fiesta R5 die Schnellsten, die Führung ging von Riedemann an Dinkel. Die Bestzeit in der vierten WP ging dann an Kreim, aufgrund der insgesamt besten Fahrzeiten ging Riedemann als Führender in die Übernachtungspause. Dinkel verlor durch einen Reifenschaden rund 30 Sekunden. Die Top-Vier lagen nach dem Auftakt keine zehn Sekunden auseinander.

Am frühen Samstag übernahm Kreim mit einer Bestzeiten-Serie die Führung und konnte sie Sekunde für Sekunde ausbauen. Die Verfolger mussten teilweise dem extrem hohen Tempo an der Spitze Tribut zollen: Auf der siebten WP kam Riedemann in einer schnellen Passage von der Strecke ab und verunfallte. Fahrer und Beifahrer konnten das Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen und wurden zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Auf der neunten WP hatte dann Mandel Pech, der ebenfalls von der Strecke rutschte. Mandels Mentor Armin Schwarz sagte, "die Marschrichtung für René war klar das Podium, da kann so etwas passieren."

Richtig spannend wurde es dann erneut nach WP zehn, als Kreim durch einen Reifenschaden 41 Sekunden und damit seinen gesamten Vorsprung verlor. Vor den beiden abschließenden WP führte Dinkel mit dem Wimpernschlag von 0,9 Sekunden vor Kreim, Wallenwein folgte mit einem Rückstand von 4,7 Sekunden. Die beiden finalen Bestzeiten teilten sich Kreim und Dinkel, im Ziel hieß es dann Kreim vor Dinkel und Wallenwein. Kreim sagte erleichtert: "Endlich, im dritten Anlauf, konnte ich mein Heimspiel gewinnen. Aber das war ein ständiges Auf und ab an diesem Wochenende. Nach dem Reifenschaden konnten wir uns wieder zurückkämpfen und dann doch noch gewinnen." Auch der zweitplatzierte Dinkel strahlte: "Wir sind happy hier im Ziel zu sein, die Rallye war wirklich anspruchsvoll. Das Missgeschick am Freitagabend hat unnötig Zeit gekostet, aber so ist der Rallyesport". Auch Sandro Wallenwein war sichtlich zufrieden: "Die Top fünf waren unser Ziel, dass es jetzt Platz drei ist, macht uns umso glücklicher. Hier in Hessen hatten wir in den vergangenen Jahren schon viele tolle Erlebnisse, diese wurden heute wieder bestätigt."

Der Österreicher Chris Brugger hatte an seiner Seite die Lokalmatadorin Katrin Becker aus Schlitz im Ford Fiesta R5. Platz vier kommentierte er: "Das ist eine geniale Rallye, vor allem mit Kathi an meiner Seite machte es richtig Spaß. Zur Spitze fehlt natürlich noch ein bisschen, aber ich komme immer besser zurecht." Einen starken Auftritt bot Philipp Knof (Wülfrath) gemeinsam mit Alex Rath (Trier) im Peugeot 207 S2000. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport sagte zu Platz fünf: "Durch den hohen Schotteranteil ist die Rallye sehr anspruchsvoll, das gefällt mir natürlich sehr gut."

Die 2WD-Wertung ging im Vogelsberg nach einer souveränen Vorstellung ungefährdet an Carsten Mohe im Renault Clio R3T, der damit auch die Gesamtführung übernahm. "Das ist schon ein tolles Gefühl, wir haben einen guten Mix gefunden mit schnell fahren und dennoch das Auto schonen", strahlte der Erzgebirgler. Platz zwei belegten Konstantin Keil / Stefanie Fritzensmeier (Niestetal / Bielefeld) im Citroen DS3 R3T. "Schon beim zweiten Einsatz mit dem neuen Auto so weit vorne zu sein, das ist einfach toll." Den dritten Platz bei den 'Zweiradlern' belegten Niklas Stötefalke / Tobias Braun (Bad Oeynhausen / Maikammer) im Opel Adam R2. "Ein unfassbares Gefühl, wir sind einfach unglaublich glücklich." In der Gesamtwertung nach zwei Läufen führt Mohe (51 Punkte) vor Keil (32) und dem Finnen Jari Huttunen (30, Opel Adam R2).

ADAC Hessen Rallye Vogelsberg (07.-08.04.2017)

Endstand nach 12 Wertungsprüfungen (134,64 Kilometer)

1. Fabian Kreim / Frank Christian (Fränkisch-Crumbach / Oberhausen), Skoda Fabia R5,
Div. 1 1:20:41,5 Stunden.*
2. Dominik Dinkel / Christina Kohl (Rossach / Tiefenbach), Skoda Fabia R5,
Div. 1 + 0:05,1 Minuten.*
3. Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Stuttgart / Lautrach), Skoda Fabia R5,
Div. 1 + 0:38,2 Minuten.*
4. Chris Brugger / Katrin Becker (A-Elsbethen / Schlitz), Ford Fiesta R5,
Div. 1 + 2:15,1 Minuten.*
5. Philipp Knof / Alex Rath (Wülfrath / Trier), Peugeot 207 S2000,
Div. 1 + 2:22,4 Minuten.*
6. Ron Schumann / Nanett Centner (Limbach-Oberfrohna / Radebeul) Mitsubishi Lancer,
Div. 2 + 3:59,1 Minuten.
7. Georg Berlandy / Peter Schaaf (Stromberg / Mayen), Peugeot 208 T16 R5,
Div. 1 + 4:13,1 Minuten.*
8. Carsten Mohe / Alexander Hirsch (Crottendorf / Tannenberg), Renault Clio R3T,
Div. 4 + 5:35,4 Minuten.*
9. Michael Bieg / Dietmar Moch (Lindlar / Kürten), Mitsubishi Lancer,
Div. 2 + 6:26,1 Minuten.
10. Martin Schütte / Kerstin David (Klein Nordende / Tangstedt), Mitsubishi Lancer,
Div. 2 + 6:55,7 Minuten.

DRyM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) - Zwischenstand nach 2 von 8 Läufen

Pos. Team Fahrzeug Punkte
1. Kreim, Fabian / Frank, Christian Skoda, Fabia R5 60
2. Wallenwein, Sandro / Poschner, Marcus
Dinkel, Dominik / Kohl, Christina Skoda, Fabia R5
Skoda, Fabia R5 32
32
4. Riedemann, Christian / Wenzel, Michael Peugeot, 208 T16 R5 21
5. Brugger, Chris / versch. Beifahrer Ford, Fiesta R5 20
6. Mandel, Rene / Zenz, Dennis Ford, Fiesta R5 19
7. Knof, Philipp / Rath, Alexander Peugeot, 207 S2000 13
8. Von Thurn und Taxis, Albert / Degandt, Bjorn Skoda, Fabia R5 9
9. Berlandy, Georg / Schaaf, Peter Peugeot, 208 T16 R5 8
10. Mohe, Carsten / Hirsch, Alexander Renault, Clio R3T 6

DRyM 2WD-Wertung - Zwischenstand nach 2 von 8 Läufen

Pos. Team Fahrzeug Punkte
1. Mohe, Carsten / Hirsch, Alexander Renault, Clio R3T 51
2. Keil, Konstantin / Fritzensmeier, Stefanie Citroën, DS3 R3T Max 32
3. Huttunen, Jari / Linnaketo, Antti Opel, Adam R2 30
4. Schwedt, Roman / Becker, Kathrin Opel, Adam R2 25
5. Stötefalke, Niklas / Braun, Tobias Opel, Adam R2 20

*) Teams, die zur Deutschen Rallye-Meisterschaft gewertet werden.

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