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2014-08-23 18:17:11 - ks
WRC: Latvala führt, Ogier mit Kernschrott

Sebastien Ogier erklärt sein Missgeschick. Auf der achten Prüfung durchbrach der Weltmeister eine Leitplanke und landete fast auf der Autobahn
- Latvala/Anttila bauen Führung in Deutschland auf knapp eine Minute aus
- Volkswagen Youngster Mikkelsen/Fløene auf Gesamtrang fünf
- Ogier/Ingrassia scheiden nach zweitem Ausrutscher aus

Beim Heimspiel in Bestform – Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) haben die Führung von Volkswagen am zweiten Tag der Rallye Deutschland deutlich ausgebaut. Fünf der sieben ausgetragenen Wertungsprüfungen entschieden die derzeitigen WM-Zweiten und Finnland-Sieger für sich. Vor dem Abschlusstag mit weiteren 74,60 von insgesamt 313,77 km WP-Kilometern hat „JML“ bereits ein Polster von 56,6 Sekunden auf Kris Meeke (Citroën) herausgefahren.

Bei ihrer Asphalt-Premiere im Polo R WRC rangieren Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (N/N) nach einer kontrollierten Fahrt auf Gesamtrang fünf des neunten Saisonlaufes zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC).

Ein weiteres Drama erlebten dagegen Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F), die die Strecke als erstes World Rally Car eröffneten und auf der zweiten Sonderprüfung des Tages bei hoher Geschwindigkeit von der Straße abkamen. Fahrer und Beifahrer blieben bei diesem Unfall unverletzt, ihr Polo R WRC wurde allerdings an der Sicherheitszelle beschädigt, sodass er vor Ort nicht in der vom Reglement vorgegebenen Zeit von drei Stunden repariert werden konnte.

Tag zwei der Rallye Deutschland war charakterisiert durch insgesamt vier Wertungsprüfungen auf der legendären „Panzerplatte“ auf dem Truppenübungsplatz Baumholder – und den typischen, unbarmherzigen „Hinkelsteinen“, an denen man sich leicht das Rallye-Fahrzeug beschädigen kann.

Stimmen, 02. Tag Rallye Deutschland

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Der Unfall ist circa einen Kilometer nach dem Start der achten Prüfung passiert. Wir waren im sechsten Gang auf einer langen Geraden unterwegs. Dann kam ein leichter Rechtsknick über eine Kuppe. Der Sprung war etwas weiter als gedacht, bei der Landung ist das Heck ausgebrochen und ich habe die Kontrolle über das Auto verloren. Wir sind dann in die Leitplanke eingeschlagen und kamen in einer Böschung mit kleineren Bäumen zum Stehen. Am Wichtigsten war in dem Moment, dass Julien und ich realisiert haben: Wir sind beide wohlauf. Im Krankenhaus wurden die routinemäßigen Untersuchungen gemacht, aber wir sind ohne Blessuren davon gekommen. Der Polo R WRC wurde etwas stärker in Mitleidenschaft gezogen, denn der Abflug war leider heftig und der Überrollkäfig wurde leicht beschädigt. Das bedeutet, dass wir aus Sicherheitsgründen morgen nicht mehr starten können. Der Polo kann hier im Servicepark nicht mehr rechtzeitig repariert werden.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin sehr zufrieden, wir sind heute ohne Probleme durchgekommen und haben unseren Vorsprung weiter ausgebaut. Die Bedingungen waren ganz schön schwierig, denn es war ein ständiger Wechsel zwischen trockenen, feuchten und richtig nassen Abschnitten. Besonders wichtig waren natürlich die Prüfungen auf der ‚Panzerplatte‘ mit ihrem groben, harten Untergrund und den unnachgiebigen Hinkelsteinen am Rand. Eine von Sébastien Loebs Stärken bei der Rallye Deutschland war der clevere Umgang mit den Reifen: Wenn Du darauf achtest, dass sie nicht zu heiß werden, sind sie Dein Freund. Wenn Du sie überhitzt, werden sie Dir Probleme bereiten. Ich habe versucht, diesen Vorsatz vor allem auf der ‚Panzerplatte‘ zu befolgen, was sehr gut funktioniert hat. Morgen haben wir die große Chance, mit unserem Polo einen ganz wichtigen Sieg einzufahren. Ich habe ein gutes Gefühl.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Die Rallye Deutschland ist eine wahre Herausforderung, das muss man sagen. Am Vormittag wechselten sich trockene und feuchte Streckenbedingungen ab und es war schwer vorherzusehen, was nach der nächsten Kurve wartet. Am Nachmittag kam stärkerer Regen dazu und Pfützen haben für Aquaplaning gesorgt. Dann trocknete es erneut ab – gerade auf der ‚Panzerpatte‘ ist es bei diesen unvorhersehbaren Verhältnissen alles andere als angenehm zu fahren. Ich bin es entsprechend vorsichtig angegangen, gerade weil ich nach kleineren Fehlern am Vormittag nach vorn und hinten einen größeren Abstand hatte. Wir sind weiter im Plan, unser Ziel von einem Top-5-Resultat zu erreichen. Wir müssen allerdings auch morgen volle Konzentration wahren, um es ins Ziel zu bringen.“

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Es scheint, als sei Jari-Matti Latvala unser Experte für Heimspiele. Er hat heute – trotz der großen Erwartungen der deutschen Fans – alles richtig gemacht. Jari-Matti hat seine Führung ausgebaut, als das möglich war. Und er hat sie clever verteidigt, als die Bedingungen besonders schwierig waren. Er ist wie zuletzt bei seinem persönlichen Heimspiel in Finnland eine Klasse für sich. Aber wie schnell etwas schief gehen kann, hat der zweite Unfall von Sébastien Ogier heute gezeigt. Die beste Nachricht war, dass er und Julien Ingrassia trotz der hohen Geschwindigkeit, bei der sie in die Leitschienen gerutscht sind, unversehrt geblieben sind. Aus Sicherheitsgründen können Séb und Julien morgen leider nicht starten, denn wir können ihr Auto hier vor Ort nicht in der vorgegebenen Zeit reparieren. Dennoch bleibt nicht nur der Sieg beim Heimspiel sondern auch der Gewinn der WM-Titel bei uns ‚zuhause‘ weiter in Sicht. Wir müssen morgen erneut unsere Hausaufgaben machen. Angesichts der Top-Form von Jari-Matti Latvala und dem gesamten Volkswagen Team bin ich zuversichtlich, dass wir uns diesen Traum erfüllen können.“
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