Stephan Rösler und Heinz Schmersal feierten mit dem BMW Z4 M-Coupé erneut einen Klassensieg
Erneuter Klassensieg für das BMW Z4 M-Coupé und ein Top Ten-Ergebnis für den Porsche GT3 Cup: Das Radevormwalder Team race&event war beim achten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring einmal mehr sehr erfolgreich unterwegs. „Ein großes Lob an die Fahrer sowie die gesamte Mannschaft“, sagte Teammanager Martin Mohr. „Es war ein schwieriges Rennen und wir haben es erneut mit Bravour gemeistert.“
Rösler mit großem Vorsprung
Vom Start an ließ Stephan Rösler (Lichtenfels) keinen Zweifel aufkommen, wer die Nummer eins bei den Specials bis 3500 ccm ist. Schon nach der ersten Kurve hatte der 43jährige am Steuer des BMW Z4 die Spitze übernommen und konnte diese bis zum planmäßigen Boxenstopp nach neun Runden auf 2.09 Minuten ausbauen.
„Das Auto war einfach nur super“, sagte Rösler nach dem Rennen. „In der Klasse hatte ich direkt alles im Griff und konnte mir dann mit ein paar leistungsstärkeren Porsche aus höheren Klassen schöne Duelle liefern. Mehrere 911er konnte ich überholen, bei zweien war es etwas schwieriger. Der Erste hat mich jedesmal auf der Döttinger Höhe eingeholt und überholt, bis ich dann mal genug Vorsprung auf der Nordschleife herausfahren konnte. Der zweite war kein geringerer als Duncan Huismann, der es verstanden hat, mich auf der Nordschleife nicht vorbeizulassen und mir auf der Döttinger Höhe dann davonzog. Vorbei kam ich aus eigener Kraft nicht, erst durch seinen Boxenstopp.“
Die Leiden des Heinz S. aus W.
Heinz Schmersal übernahm auf dem elften Gesamtrang liegend planmäßig das Steuer zum zweiten Stint, allerdings mit schmerzverzerrtem und blassen Gesicht. Mit einer starken Bronchitis war der Wuppertaler schon zum Nürburgring gereist. Zu allem Überfluss stolperte der 64jährige dann auch noch in der Box und brach sich den kleinen Finger an der linken Hand.
„Ich wollte die Mannschaft einfach nicht im Stich lassen und habe wie ein Löwe gekämpft. Leider gab es unzählige Unfallstellen, die permanent den Rhythmus störten, und wo ich auch jede Menge Pick-Up aufgesammelt habe. Die Rundenzeiten waren entsprechend langsam, aber unter diesen Bedingungen absolut ok.“
Kurz nachdem Schmersal das Cockpit wieder planmäßig an Rösler übergeben hatte, folgte der Abbruch des Rennens nach genau drei Stunden aufgrund von zahlreichen Leitplankenschäden und laufender Bergungsarbeiten. Die Sicherheit war nicht mehr gewährleistet. Der race&event-BMW siegte somit mit 58,698 Sekunden Vorsprung.
Platz zehn für den Cup-Porsche
Eine feine Leistung zeigten der japanische Pseudonym-Pilot „Kuragon“, der Bonner Eckhard Geulen sowie Uwe Kolb aus Bad Homburg am Steuer des Porsche GT3 Cup. Bereits im Training ließ das Trio mit Rang 10 von 16 Startern aufhorchen. Und der Japaner – nach eigener Aussage noch nie zuvor in einem Renn-Porsche unterwegs - legte als Startfahrer den Grundstein zum Erfolg. Mit 9.07,369 Minuten blieb Kuragon nur knapp über der Neun-Minuten-Marke. „Der Junge ist richtig gut, wir waren sehr zufrieden und hatten mit dieser Leistung gar nicht gerechnet.“
Eckhard Geulen freute sich über einen trockenen Renn-Stint nach Regenrunden am Freitag und Samstag, hatte aber aufgrund von Gelb-Phasen und starken Verkehrs nicht eine freie Runde. „Es gab Unfälle en masse und teilweise Stau wie auf der Autobahn. Das lag sicher auch an der großen Starterzahl, 200 Autos halte ich für grenzwertig.“ Wie Schmersal fand so auch Geulen keinen richtigen Rhythmus. „Immer wieder abbremsen, teilweise bis in den ersten Gang. Zum Glück haben wir unser Auto ohne eine Beule ins Ziel gebracht. Unser Dank gilt einmal mehr dem Team, das uns wieder einen top vorbereiteten Wagen zur Verfügung gestellt hat. Mit so einem Fahrzeug kann man sich voll auf das Renngeschehen konzentrieren."
Nur zwei Runden absolvierte Uwe Kolb. „Im nassen Training war es doch sehr rutschig, da bin ich froh, daß das Rennen trocken blieb. Auch ich hatte natürlich unheimlich viel Verkehr und man mußte sich sehr konzentrieren. Ich war gerade gut in Schwung, als der Abbruch kam.“ Das Trio Kuragon/Geulen/Kolb belegte in der starken Porsche-Cup-Klasse Platz zehn.