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2010-09-06 09:10:09 - ks
ADAC Blankenheim: Gromöller 0,8 Sekunden vor Berlandy

Nr. 13 brachte Glück: Walter Gromöller siegte nach Herzschlagfinale
Die Youngtimer dominierten die 4. ADAC Rallye Blankenheim: Nach sechs selektiven Wertungsprüfungen siegten schließlich Walter Gromöller/Maik Bredenförder im Opel Manta 400 mit hauchdünnen 0,8 Sekunden vor Georg Berlandy/Peter Schaaf im Opel Ascona. Stefan Schlesack/Rudi Küfner komplettierten im Gruppe H-BMW M3 E 30 das Podium.

WP 1 und 2 wurde eine sichere Beute von Gromöller, auf WP 3 meldete sich Berlandy zurück. Die zweite Runde der Prüfungen wurde ein Spiegelbild: zwei Bestzeiten des Manta-Piloten folgte eine Bestzeit von Berlandy, der erstmals mit 15 Zoll-Felgen unterwegs war. Der Jubel bei beiden war schließlich groß, denn beide durften sich als Sieger fühlen.

Die Fans dürfen sich bereits heute auf die ADAC Rallye Köln-Ahrweiler vom 12. bis 14. November freuen, denn erstmals sind dort auch Fahrzeuge bis Baujahr 1988 (statt bislang 1981) gesamtsiegberechtigt. So wie Gromöllers Manta 400 oder auch Christoph Schleimers Vauxhall Astra.

Nach dem Abfahren der WPs war Schlesack bereits optimistisch: „Die neuen Stossdämpfer machen eine guten Eindruck, auch die neuen Reifen. Heute wollen wir aufs Podium.“ Auf den anspruchsvollen WPs rund um Blankenheim legte das Remscheider Duo los wie die Feuerwehr und lieferte sich mit den beiden Opel-Duos einen packenden Dreikampf um den Gesamtsieg. Am Ende mußten sich Schlesack/Küfner nur um 11,9 Sekunden geschlagen geben. „Wir sind dennoch zufrieden. Unser Auto ist jetzt auf 85 Prozent, die anderen beiden auf 100. Und wir werden weiter daran arbeiten.“

Nach fünf der sechs WPs lagen Paul Jerlitschka und Dietmar Moch mit dem Ford Escort RS 2000 auf dem vierten Gesamtrang, mit allerdings fast einer Minute Rückstand auf das Spitzentrio. Vor der letzten Prüfung dann allerdings ein Schreck: Die Verschraubung einer Hinterachsenstrebe war gebrochen. „Somit mussten wir diese provisorisch mit Bordmitteln befestigen und konnten in WP 6 nur mit angezogener Handbremse fahren, um die Gefahr eines Totalausfalls zu vermeiden“, sagte Jerlitschka. Im Gesamtklassement rutschte das Duo noch auf Gesamtrang fünf zurück. Moch: „Für uns hat die Youngtimer-Wertung Priorität, weniger das Gesamtklassement. Und Platz zwei hinter Berlandy ist das Maximum. Wir können weiterhin Meister werden, das ist die Hauptsache!“

Über den vierten Gesamtrang freuten sich somit die Lokalmatadoren Alois Juchmes/Jörg Thull im Opel Kadett E, gleichzeitig auch Sieger in der Gruppe N/F bis 2000 ccm. Vater und Sohn Jansen kam im Opel Manta hinter Jerlitschka/Moch auf Rang sechs. Zwei Mitfavoriten auf den Gesamtsieg fielen aus: Udo Schiffmann/Michael Knaack beklagten schon auf WP 1 einen abgerissenen Schaltknauf am BMW M3 und Axel Schlenker/Michael Schmidt stellten ihren Ford Escort Cosworth auf WP 5 mit technischem Defekt ab.


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