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2010-09-02 20:19:30 - ks
RCN: Unfall beendete stolze Serie

Fübrich/Schmitz mußten nach Unfall in Aremberg vorzeitig aufgeben
Nach vier Klassensiegen und teilweise hervorragenden Platzierungen im Gesamtklassement, verzeichnete das „dmsj Youngster Racing Team 2011“ seinen ersten Ausfall. Beim fünften Rennen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2010 sorgte ein Unfall im Bereich Aremberg-Kurve für das vorzeitige Ende von Yannick Fübrich (Heilbronn) und Christian Schmitz (Herresbach) in der neunten von 15 Runden. „Hauptsache, die beiden sind körperlich unversehrt“, sagte Teammanager Christopher Bartz. „Den Blechschaden bekommen wir wieder hin. Hoffentlich auch bis zum nächsten RCN-Rennen in drei Wochen.“

Bei optimalen äußeren Bedingungen nahm Yannick Fübrich zunächst am Steuer des Honda Civic Diesel Platz. Kaum hatte der 18jährige bereits einige stärkere Wettbewerber hinter sich gelassen, kostete ein Reifenschaden in Runde vier wertvolle Zeit. „Ab Adenauer-Forst bemerkte ich Vibrationen, im Metzgesfeld war dann die Luft raus“, schilderte Fübrich. „In Breidscheid haben wir dann das Rad gewechselt. Ich denke, ich bin irgendwo über ein Trümmerteil gefahren. Es gab ja reichlich Unfallstellen.“ Anschließend markierte Fübrich in 9.12 Minuten eine neue Bestmarke für den Honda Civic Diesel in der Grünen Hölle.

In der letzten Runde vor dem planmäßigen Fahrerwechsel krachte ausgangs Galgenkopf ein BMW breitseits in den Honda Civic. „Der hat sich an unserer rechten Seite angelehnt, der war wohl viel zu schnell“, sagte Christian Schmitz, zu diesem Zeitpunkt Beifahrer. „Ohne uns wäre der vermutlich vehement abgeflogen. Gott sei Dank sind wir nicht in Richtung Leitplanke abgebogen.“

In der Einlaufrunde nach dem Boxenstopp mit Fahrerwechsel passierte es dann: Beim Anbremsen der Aremberg-Kurve brach das Heck des Hondas aus und es gab kein Halten mehr. „Wir waren ja deutlich langsamer unterwegs als in einer Sprintrunde“, sagte Schmitz. „Nach dem Gegenlenken kam ich mit dem linken Hinterrad aufs Gras. Dann sind wir nach rechts abgebogen, mit der Frontpartie an der Leitplanke entlang gerutscht und blieben schließlich im Kiesbett stecken.“ „Das ist natürlich ärgerlich, aber so was kann passieren, schließlich betreiben wir hier Motorsport. Immerhin ist es der erste Unfall seit vier Jahren RCN und VLN. Zum Auslöser kann man jetzt noch nichts sagen, dazu müssen wir erst das Fahrzeug zerlegen.“, sagte Christopher Bartz.

Erfolgreich in der VLN

Auch während der RCN-Sommerpause waren die Nachwuchspiloten der Motorsport Akademie Nürburgring aktiv: Beim Sechs Stunden Rennen der VLN waren Christian Schmitz und Yannick Fübrich im Einsatz. Dank der Vermittlung von seinem Paten Johannes Scheid startete Schmitz im V5-BMW M3 aus dem Team von David Ackermann. Der 19jährige war auf Anhieb schnellster der vier Piloten und drehte in 9.43,570 Minuten auch die beste jemals mit diesem M3 gemessene Rundenzeit. Dass das Quartett nur Rang zehn bei 14 Startern belegte lag an den nicht ganz so schnellen Teamkollegen. „Weitere Einsätze wären möglich, doch dafür bräuchte ich Sponsoren“, sagt Schmitz.

Yannick Fübrich war einer von vier Fahrern bei der Guttroff-Corvette in der Klasse GT4. Bei seinem VLN-Debüt fuhr der Heilbronner fehlerfrei und auf Anhieb schnelle Rundenzeiten. „Mit dem für mich ungewohnten Fahrzeug kam ich sehr gut zurecht. Das Team hat mich super integriert und ich würde jederzeit dort wieder gerne fahren“, freute sich Fübrich im Ziel. In der mit drei Teilnehmern leider klein besetzten Klasse belegte das Corvette-Team den guten zweiten Rang.

Der sechste Lauf zur Rundstrecken-Challenge findet am 18. September erneut auf der Nordschleife des Nürburgrings statt.
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