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Oberehe: Färber-Sieg, Neuville verpaßt Sensation bei ADAC-Rallye

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Frank Färber siegte zum fünften Mal bei der ADAC-Rallye Oberehe |
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| Am Ende konnte sich Frank Färber doch noch über seinen fünften Gesamtsieg bei der ADAC Rallye Oberehe freuen. Zusammen mit Beifahrerin Carmen Freiberger hatte der Mitsubishi-Pilot vier Bestzeiten markiert und schließlich 13,20 Sekunden Vorsprung auf Thierry Neuville/Jonny Blom im kleinen Citroen C2 R2. Iris Thurnherr/Alexander Rath komplettierten im zweiten Mitsubishi des Färber-Teams das Podium.
Neben den 135 Teams aus neun europäischen Ländern hatten auch rund 5.000 Zuschauer den Weg in das Eifeldorf Oberehe gefunden, wo eigentlich nur 353 Einwohner zu Hause sind. Das benachbarte Hillesheim – immerhin 3.007 Einwohner – half gerne mit Fahrerlager und Rallye-Zentrum aus. Höhepunkt der Rallye war aber erneut die 7,79 Kilometer lange Wertungsprüfung rund um Oberehe.
Es waren vor allem die 1600er Gruppe H und einige Youngtimer, die den Massen die beste Show boten. Die beiden Belgier Thierry Neuville und Bruno Blaise im Corsa A ließen es mächtig fliegen und gönnten dem Mitsubishi-Duo an der Spitze keine Verschnaufpause. Der eine oder andere Quersteher sowie ein Dreher auf WP 4 warfen Blaise zurück. Aber auch der vierte Gesamtrang im Feld der 135 gestarteten Teams ist aller Ehren wert. Denn – als Beispiel – der beste Zweiliter-Gruppe H, der Fiat Punto von Hermann/Maraite, rangierte erst auf dem elften Gesamtrang.
Youngtimer-Pilot Walter Gromöller trumpfte in WP eins mächtig auf und markierte im Opel Manta 400 die Gesamtbestzeit! Vor Färber, Neuville, Souvigne und Thurnherr. Dieses Kunststück gelang auf WP vier beinahe noch einmal, doch Neuville war 0,5 Sekunden schneller. 40 Strafsekunden für Vorzeit machten alle Gesamtsieghoffnungen zu Nichte, im Ziel fehlten 57,6 Sekunden auf Färber. Und Youngtimer-Sieger Georg Berlandy hatte im Opel Ascona um 3,8 Sekunden die Nase vorn! Mitfavorit Thierry Souvigne krachte in WP 2 seitlich in einen Baum und mußte aufgeben.
Nach einem Jahr Rallyepause stand erstmals Stefan Schlesack wieder am Start. Mit dem zehnten Gesamtrang am Steuer des BMW M3 war der ehemalige Deutsche Gruppe N-Meister nicht zufrieden. „Erst mußte ich meinen Rhythmus finden, dann verabschiedete sich ein Stossdämpfer. Und unseren Reifen waren auch nicht die besten, wir brauchen mal neue“, sagte der 50jährige. „Abgesehen davon, müssen wir unser Auto aufrüsten, selbst im Optimalfall wäre heute nicht mehr als Rang sieben möglich gewesen.“
Strahlende Gesichter hingegen bei Paul Jerlitschka und Dietmar Moch. Bei den Youngtimern bis 2000 ccm (12 Starter) belegte das Remscheider Duo mit dem in den legendären Cossack-Farben lackierten Ford Escort RS hinter Berlandy den zweiten Rang. „Vom ersten Meter an lief es prächtig und nach dem Klassensieg von Daun haben wir heute wieder viele Punkte gesammelt“, freute sich Moch. „Wir können nach wie vor die Youngtimer-Trophy gewinnen oder zumindest am Jahresende auf dem Podium stehen.“
Nach zwei Totalschäden in den letzten beiden Oberehe-Jahren freuten sich Frank Esser und Yvonne Bäumchen sehr über den 23. Gesamtrang und den Sieg in der Gruppe N. Das Duo mit dem Ford Sierra Cosworth hatte dieses Mal nur eine Schrecksekunde in WP 2, wo man rund 20 Meter in eine Wiese rutschte.
Endergebnis 39. ADAC Rallye Oberehe:
Gestartet: 135 gewertet: 97 nicht gewertet: 35 Wertungsausschluß: 3
1. Färber/Freiberger (Mitsubishi Lancer) 22.49,70 (1. N/F über 3000 ccm)
2. Neuville/Blom (Citroen C2R2) + 13,2 Sek. (1. H bis 1600 ccm)
3. Thurnherr/Rath (Mitsubishi Lancer) + 14,7 Sek.
4. Blaise/Noel (Opel Corsa A) + 48,4 Sek.
5. Berlandy/Schaaf (Opel Ascona A) + 53,8 Sek. (1. Gruppe 2 bis 2000 ccm)
6. Gromöller/Brökelmann (Opel Manta 400) + 57,6 Sek. (1. Gruppe B)
7. Hahn/Hinterwäller (BMW M3 Compact) + 1.02,8 Sek. (1. Gruppe H bis 2500 ccm)
8. Dünker/Schäfer (Mitsubishi Lancer) + 1.10,7 Minuten (1. Gruppe H über 2500 ccm)
9. Jerlitschka/Moch (Ford Escort RS 2000) + 1.14,5 Min.
10. Schlesack/Küfner (BMW M3) + 1.18,2 Min.
13. Juchmes/Juchmes (Opel Kadett E) + 1.36,0 Min. (1. N/F bis 2000 ccm)
23. Esser/Bäumchen (Ford Sierra) + 2.30,3 Min. (1. Gruppe N)
Bestzeiten:
Färber 4; Gromöller und Neuville je 1
Ausfälle:
WP 4: Meyer/Bodarwe (Opel Corsa) Überschlag
Nach WP 3: Bus/Bleijenberg (VW Golf) Getriebe
WP 3: Drzensla/Schmitz (Ford Escort RS) Unfall
WP 2: Bliesheuvel/Tollenars (Fiat Seicento) Unfall
WP 2: Rückert/Voss (Porsche 911) Unfall
WP 2: Souvigne/Stoller (Mitsubishi Lancer) Unfall
Nach WP 1: Riebensahm/Stockmar (Mitsubishi Lancer) Bremsen
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