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2010-08-06 16:23:21 - ks
24h Spa: Klassensieg für Mühlner Motorsport

Klassensieg und Gesamt P6 für Mühlner Motorsport
Häring, Konstantinou, Peyroles und Vannelet fahren den insgesamt achten Klassensieg für das Mühlner Team beim Ardennen Klassiker ein

Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team hat auch 2010 wieder einen Klassensieg bei seinem Heimrennen den 24 Stunden von Spa erzielen können. Mit zwei seiner Porsche 911 GT3 R, die ansonsten an der FIA GT3 Europameisterschaft und dem ADAC GT Masters teilnehmen, trat das gerade bei Langstreckenrennen immer so erfolgreiche Mühlner Team in der Klasse für GT3 Fahrzeuge an.

Auf der Startnummer 52 fuhren Armand Fumal, Gianluca De Lorenzi, Jerome Thiry und Mark J. Thomas. Fumal (2005) und Thomas (2008) gewannen bereits auf einem Mühlner Porsche die GT3 Klasse in Spa.

Auf der Startnummer 53 fuhren die Mühlner Stammpiloten Dr. Jürgen Häring, Taki Konstantinou und Gilles Vannelet sowie der sehr erfahrene Arnaud Peyroles. Häring und Konstantinou sind seit 2008 für Mühlner Motorsport im ADAC GT Masters sowie teilweise auch in der FIA GT3 Europameisterschaft unterwegs und haben sehr viel Erfahrung auf Porsche Rennfahrzeugen. Vannelet war 2007 FIA GT3 Europameister und Arnaud Peyroles im Jahr 2008. Seinen ersten Einsatz für Mühlner Motorsport absolvierte Vannelet bereits 2007 beim 24-Stunden-Rennen in Tokachi (Japan) und 2010 ist der schnelle Franzose die Speerspitze für Mühlner Motorsport in der FIA GT3 Europameisterschaft, wo er Anfang Juli in Paul Ricard einen hervorragenden 3. Platz erzielte.

Im Training fuhren die beiden Fahrzeuge sehr wenig und beteiligten sich nicht an der Zeitenjagd für eine gute Startposition, die für das Ergebnis eines 24-Stunden-Rennens keinerlei Bedeutung hat. Die Plätze 30 und 32 spiegelten also nicht das wirkliche Potential wieder.

So lagen die beiden Mühlner Porsche bereits nach dem ersten Stint in den Top 20 und nach knapp 6 Stunden war die 52 bereits in die Top 10 vorgefahren, als ein Schaden im Antriebsstrang das vorzeitige Aus bedeutete.

Nach der Nacht lag dann auch die 53 in den Top 10 und auf dem 4. Klassenrang. Eine angesichts der quantitativ und qualitativ hochwertigen Konkurrenz nicht zu erwartende Situation.

Doch es sollte noch weiter nach vorne gehen: Durch konstante Rundenzeiten fuhr die Startnummer 53 aus eigener Kraft auf den 3. Klassenrang vor, als bei den unmittelbaren Konkurrenten die Dramen losgingen und sie außerplanmäßige Boxenstopps machten und Reparaturen durchführen mussten.

So kamen Häring / Konstantinou / Peyroles / Vannelet nach knapp 20 Stunden auf den 1. Platz der mit 21 Teilnehmern am stärksten besetzten Klasse und auf Platz 5 im Gesamtklassement vor.

Als an dem Porsche mit der Startnummer 53 im Bereich Getriebe / Kupplung leichte Probleme auftraten, entschied Teamchefin Renate-Carola Mühlner vor dem Hintergrund der Probleme im Antriebsstrang der Startnummer 52 und der Tatsache, dass zwei andere Porsche Teams ihre Kupplungen kurz vorher tauschen mussten, für die verbleibenden Stints auf Nummer Sicher zu gehen und gab, einen Positionsverlust im Gesamtklassement in Kauf nehmend, die Anordnung die Speed zu verringern, um den Klassensieg abzusichern.

So konnte schließlich ein sechster Gesamtrang und der achte Klassensieg für Mühlner Motorsport beim 24-Stunden-Rennen in Spa Francorchamps eingefahren werden.

„Was für ein überragendes Ergebnis, erneut den Klassensieg in der am härtesten umkämpften FIA GT3 Klasse als reines Privat Team mit Gentleman Drivern hinter dem Steuer gegen so harte Werkskonkurrenz einzufahren. Aber eventuell war auch gerade das der Schlüssel zum Erfolg. Unsere Vier brauchten niemandem etwas zu beweisen und spulten gelassen ihre Runden ab, während die Profis immer unter Druck stehen und dann auch schon mal übers Limit hinausgehen.

Auch der 6. Platz im Gesamtklassement ist angesichts der Präsenz von so vielen Top Werksteams ein großer Erfolg für uns“, wertet Bernhard Mühlner das Resultat und fährt fort: „allerdings bin ich auch sehr traurig, dass unser zweites Auto, das nach 6 Stunden bereits auf P8 im Gesamtklassement gelegen hatte, mit einem technischen Defekt im Antriebsstrang auf der Strecke stehen geblieben und dadurch ausgeschieden ist. Ansonsten wäre eventuell nicht nur unser achter Sieg sondern auch der vierte Doppelsieg im Bereich des Möglichen gewesen… Aber ein technischer Defekt kann auch bei der besten Vorbereitung leider immer einmal passieren.“


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