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2010-07-18 01:32:57 - ks
VLN: Erneuter Klassensieg für Koslowski/Schmersal

Zeigten der Konkurrenz mal wieder das Heck: Chris Koslowski und Heinz Schmersal
Race&event bleibt in 2010 in der Klasse SP6 ungeschlagen: beim sechsten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring lenkten die beiden Wuppertaler Heinz Schmersal und Christoph Koslowski das BMW Z4 M-Coupé zum erneuten Sieg bei den Specials bis 3500 ccm. „Wir sind heuer viermal mit dem BMW gestartet und wurden viermal als Erster abgewinkt: besser geht es nicht“, sagte Teammanager Martin Mohr. „Beide Piloten und auch unsere komplette Mannschaft haben einen perfekten Job abgeliefert!“

Schon im Training hatte das Duo Koslowski/Schmersal aufhorchen lassen und die Wettbewerber um über sieben Sekunden abgehängt: Chris Koslowski markierte in 8.47,502 Minuten die Bestzeit in der SP6 und nahm vom 19. Gesamtrang aus das Vier-Stunden-Rennen in Angriff. „Das war eine richtig gute Runde“, freute sich der Wuppertaler an seinem 43. Geburtstag. „Nur im Kesselchen habe ich durch Überholmanöver ein paar Sekunden verloren, ansonsten war die Runde perfekt.“

Nach der Pole die Schrecksekunde

Bereits wenige hundert Meter nach dem Start hatte Koslowski eine Schrecksekunde. „Nachdem sich ein Porsche gedreht hatte, mußte ich bis zum Stillstand abbremsen und verlor einige Ränge im Gesamtklassement. Bis zum Wechsel an Heinz hatte ich mich aber wieder auf Platz 16 vorgearbeitet.“

Schmersal übernahm nach der achten Runde das Volant und behauptete weiterhin die Führung in der Klasse. „Unser BMW war wie immer top vorbereitet und Gott sei Dank war es heute nicht so heiß wie beim letzten Mal“, sagte der 64jährige und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu. „Die 50 Grad von heute im Cockpit waren gegenüber den 70 vom letzten Lauf sehr entspannend …“

Spannung nach Strafminute

Nachdem Schmersal für ein vermeintliches Gelbvergehen eine Strafminute aufgebrummt bekam, wurde es um die Spitze in der SP6 noch mal eng. „Ich bin mir keiner Schuld bewußt, aber natürlich akzeptiere ich die Strafe. Jeder der mich kennt, weiß, wie rücksichtsvoll ich fahre. Es gab so viele Unfallstellen, irgendwo habe ich vielleicht eine gelbe Flagge zu spät erkannt.“

Planmäßig kletterte Koslowski nach dem 18. Umlauf zurück ins BMW-Cockpit und wurde schließlich mit Rundenvorsprung abgewinkt, nachdem der nächste Wettbewerber für ein paar Minuten von der Strecke abgekommen war. „Konditionell war für mich erneut der zweite Stint einfacher als der Erste“, wunderte sich Chris. „Außerdem hatte ich ein Problem mit der Kühlweste: Ein Schlauch hatte sich gelöst und die kalte Flüssigkeit lief dann in meinen Overall.“

Erfolgreicher Fahrerlehrgang

Voll des Lobes war Koslowski über einen zweitätigen Fahrerlehrgang im Vorfeld der Veranstaltung mit Christian Menzel. „Am Donnerstag stand Fahrdynamik auf dem Fahrsicherheitsgelände auf dem Programm, Freitag nahm ich neben Menzel im unserem Cup-Porsche Platz und habe richtig viel gelernt. Das war ein tolles Erlebnis.“ Martin Mohr fügte scherzhaft hinzu. „Oder auch Menzel von Dir, schließlich hat er heute seinen ersten Gesamtsieg seit vielen Jahren gefeiert!“


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