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2010-07-11 15:16:48 - ks
VLN: Platz sieben für Frikadelli-Racing in der glühenden Hölle

Der Frikadelli-Porsche mischte immer in den Top Ten mit
Eigentlich ist der Nürburgring als „Grüne Hölle“ bekannt. Doch beim fünften Lauf in der VLN Langstreckenmeisterschaft avancierte die knapp 25 Kilometer lange Piste zur „glühenden Hölle“. Auch die vom Porsche Zentrum Willich unterstützte Mannschaft vom Frikadelli-Racing Team bekam die Hitze zu spüren. Für die Eifel ungewöhnliche 31 Grad Celsius im Schatten machten vor allem den Piloten in den Boliden das Leben schwer. Doch mit einer extra Portion Kühlung und viel Ehrgeiz kämpften Sabine Schmitz und Klaus Abbelen erfolgreich um einen Platz in den Top 10.

„Ich habe das Gefühl, das Auto geht jetzt noch besser, als vorher“, Sabine Schmitz konnte sich einen Kommentar zum Unfall beim letzten Lauf nicht verkneifen. Chefmechaniker Uli Lienert hatte ganze Arbeit geleistet, um den Porsche 997 GT3 R wieder grade auf die vier Räder zu stellen. „Wir waren kurz davor eine neue Rohkarosse zu nehmen“, gestand er noch vor dem Rennen. Doch mit fachkundiger Hand und viel Arbeit stand der Porsche in der Startaufstellung, als wäre nie etwas gewesen.

Joachim Tünnesen, Geschäftsführer des Willicher Porsche Zentrums, war selbst vor Ort, um sich ein Bild zu machen und die Arbeit der Mannschaft zu loben: „Es ist schon toll, wie schnell die Crew das hinbekommen hat. Sabine und Klaus sind absolut konkurrenzfähig.“ Die beiden Piloten dankten es den Mechanikern auf ihre Art, nämlich mit einer fulminanten Fahrt durch die Eifel. Mit 8:27.314 Minuten setzten sie die achtbeste Trainingszeit und lagen nur 20 Sekunden hinter den Polesettern von Manthey Racing, die mit Marc Lieb einen Vollprofi am Steuer einsetzten.

Vom Start weg kämpfte das Duo dann an vorderster Front mit. Um nicht zu überhitzen hatte Klaus Abbelen sogar eine Wasserkühlung für seinen Fahreranzug im Auto installiert. Schließlich wollte er seine volle Leistung abrufen können. Dafür nahm er ein kleines Zusatzgewicht für die Anlage gerne in Kauf.

Dass sich die Investition gelohnt hatte, zeigte auch der Blick auf die Zwischenstände. Der Porsche 997 GT3 R kämpfte stets in den Top 10 mit. Durch die Boxenstopps ergaben sich zwar immer wieder kleine Verschiebungen, doch letztlich landete Frikadelli Racing auf einem hervorragenden siebten Gesamtrang mit grade einmal zehn Sekunden Rückstand zum sechsten Platz. Vielleicht wäre der sogar drin gewesen, hätte die Rennleitung nicht zehn Minuten vor dem Ende den Lauf mit der roten Flagge abgebrochen. In manchen Streckenabschnitten begannen heftige Unwetter zu wüten und nachdem sich bereits einige Unfälle ereignet hatten, war der Abbruch die einzig richtige Entscheidung.

Die vom Porsche Zentrum Willich unterstützte Mannschaft hat nach dem fünften Rennen nur eine kurze Verschnaufpause. In nicht mal mehr zwei Wochen, am 17. Juli geht die Meisterschaft in ihre sechste Runde. Natürlich mit dem Porsche 997 GT3 R von Frikadelli Racing.


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