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VLN: Mathol Racing teilweise im Pech

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Der Mathol-S2000 wurde stark beschädigt |
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| Nach dem durchaus erfolgreichen Wochenende in der GT4-
Europameisterschaft hatte nur sechs Tage später der VLN-Alltag bei Mathol Racing wieder Einzug erhalten. Mit dem S2000GT und einem Honda Civic Type R setzte die Mannschaft um Matthias Holle diesmal nur zwei Fahrzeuge ein, da die anderen Fahrerteams nach dem 24-Stunden-Rennen eine kleine Pause einlegen wollten. Ins Ziel kam letztlich nur ein Auto, da der S2000GT bei einem Unfall schwer beschädigt wurde.
„Wir müssen jetzt erst einmal analysieren, woran es gelegen hat, aber auf jeden Fall gab es ein Problem an der Hinterachse“, Norbert Bermes war nach dem Rennen noch ziemlich geknickt. Er war es, der mit dem Honda S2000GT nach neun Runden in der Anfahrt zum Streckenabschnitt Brünnchen abgeflogen war und den Wagen regelrecht in die Leitplanke gestopft hatte. „Das Auto sieht schon ziemlich böse aus und es wartet viel Arbeit auf uns“, meinte auch Teamchef Matthias Holle.
Doch was war passiert. Angefangen hatte alles in der ersten Runde. Kurz hinter der Ausfahrt auf die Nordschleife war der Astra von Kissling Motorsport ins Heck des S2000GT gerauscht. Dabei wurde die Karosserie soweit zusammengeschoben, dass Teile die Lauffläche des Reifens berührten. „Ich habe natürlich am Fahrverhalten gemerkt, dass da was nicht stimmt“, sagte Bermes später. Trotzdem schaffte er den 21 Kilometer langen Weg zurück zur Box. Doch viel länger hätte die Fahrt nicht mehr dauern dürfen, denn der Pneu war bis auf die Karkasse durchgescheuert.
Satte fünf Minuten gingen so in der ersten Runde verloren. Zwar machte sich Bermes daran, wieder aufzuholen, doch die Performance des S2000GT stimmte einfach nicht mehr, was sich auch in den Rund enzeiten deutlich zeigte. Schließlich kam es dann beim Anbremsen der Einfahrt ins Brünnchen zu einem stehenden Hinterrad und dem heftigen Abflug. Glücklicherweise blieb Bermes selbst unverletzt.
Besser lief es da schon für Rüdiger Schicht, der diesmal als Solist im Honda Civic Type R Platz nahm. Für ihn war der Einsatz als Training unter Rennbedingungen geplant, weshalb er mit Rang 16 in der Klasse SP3 und als drittschnellster Civic sehr zufrieden sein konnte. Lediglich ein doppelter Leitplanken- und Reifenstapelkontakt im Wehrseifen mit Lackaustausch musste der Fahrer einstecken. Im Regenchaos, das gegen Ende des Rennens einsetzte, blieb Schicht gelassen und fuhr trotz der schwierigen Verhältnisse besonnen ins Ziel.
„Wir haben auf dem Video eindeutig gesehen, dass der S2000GT auf Öl ausgerutscht ist. In Verbindung mit einem ausgefallenen ABS war der Einschlag unvermeidbar“, sagte Teamchef Matthias Holle nach einer ersten Analyse. Ob der frühe Stubser des Konkurrenten für den Defekt verantwortlich war, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Mathol Racing nutzt die Reparatur, um den S2000GT gründlich zu überarbeiten und vom Speed her dem starken BMW Z4 von Bonk Motorsport anzupassen. „Das wird natürlich länger dauern, als die drei Wochen bis zum nächsten Lauf“, Holle will seine Mannschaft nicht unnötig unter Druck setzen.
Daher werden Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Rikkard Nilsson gemeinsam bei den nächsten drei Rennen im erfolgreichen Aston Martin Vantage V8 GT4 in der Klasse SP 10 antreten. „Die drei haben schon beim 24-Stunden-Rennen wunderbar harmoniert, das werden wir in der VLN fortsetzen“, kündigt der Teamchef an. Nach der Sommerpause kommt dann auch der S2000GT wieder zurück. |  |