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2010-06-08 21:40:35 - ks
Le Mans: Sechs Porsche 911 GT3 RSR beim legendären Langstreckenklassiker

911 GT3 RSR, IMSA Performance Matmut: Raymond Narac, Patrick Long, Patrick Pilet
Mit insgesamt sechs 911 GT3 RSR, eingesetzt von Kundenteams aus Europa und den USA, sind die Porsche-Farben bei den 24 Stunden von Le Mans erneut stark vertreten. Als Mitfavoriten auf den Sieg in der Klasse GT2 starten die Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg), Richard Lietz (Österreich) und Wolf Henzler (Nürtingen) für das deutsche Team Felbermayr-Proton am 12. Juni um 15.00 Uhr zum berühmtesten Langstreckenrennen der Welt. Auch ihre Werksfahrerkollegen Jörg Bergmeister (Langenfeld), Patrick Pilet (Frankreich) und Patrick Long (USA) sowie Porsche-Junior Marco Holzer (Bobingen) sind in Le Mans im Einsatz. Mit 16 Gesamtsiegen seit 1970 ist Porsche der mit Abstand erfolgreichste Hersteller in der Geschichte des legendären 24-Stunden-Klassikers.

Die Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich) haben, wie schon im vergangenen Jahr, für dieses Rennen die Freigabe für den Einsatz bei Audi erhalten. Mit einem Audi R15 TDI wollen sie in der leistungsstärksten Klasse der LMP1-Sportprototypen um den Gesamtsieg fahren.

Bei der 78. Auflage des Langstreckenklassikers in der Region Sarthe treffen die Porsche-Kundenteams in der GT2-Klasse auf starke Konkurrenz und große Namen. „Wir haben in diesem Jahr mit BMW, Ferrari, Corvette und Aston Martin unglaublich starke Gegner“, urteilt Marc Lieb, der mit der Startnummer 77 antritt. „Aber der 911 GT3 RSR ist zuverlässig und schnell. Man braucht für diese Strecke, vor allem für die extrem schnellen Kurven, ein sehr gut ausbalanciertes Auto – und das haben wir. Auch der hohe Vollgasanteil liegt unserem Auto, Michelin ist ein perfekter Reifenpartner. Wir haben die Chance, um den Klassensieg zu kämpfen, und wir werden alles daran setzen, sie zu nutzen.“ Richard Lietz, zusammen mit Lieb amtierender GT2-Meister der Le Mans Series und aktueller Tabellenführer, freut sich auf Le Mans: „Dieses Rennen ist immer etwas Besonderes. Das Ganze Drumherum hat Flair und die Strecke ist einfach toll.“ Das Felbermayr-Team setzt noch einen zweiten Elfer mit der Startnummer 88 ein, den sich Horst Felbermayr Senior und Junior (beide Österreich) mit dem Slowaken Miroslav Konopka teilen.

Im Porsche 911 GT3 RSR des französischen Teams IMSA Performance Matmut wird das Stammduo Patrick Pilet und Teamchef Raymond Narac (Frankreich) traditionell von Patrick Long unterstützt. „Wir sind mit einem Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Dubai ins Jahr gestartet, vielleicht ist das ja ein gutes Omen für unser Heimrennen“, hofft Pilet. „Der 911 GT3 RSR ist wie gemacht für die anspruchsvolle Piste in Le Mans. Unser Ziel ist das Podium.“ Der französische Elfer trägt die Startnummer 76. Ein weiteres eingespieltes Porsche-Team kommt aus den Vereinigten Staaten: Flying Lizard Motorsports (Startnummer 80), Titelverteidiger in der GT-Klasse der American Le Mans Series, startet mit Jörg Bergmeister und den Amerikanern Darren Law und Seth Neiman.

Auch der Porsche 911 GT3 RSR des Teams BMS Scuderia Italia ist mit Topfahrern besetzt. Porsche-Junior Marco Holzer teilt sich das Cockpit der Startnummer 97 mit dem amtierenden FIA-GT-Meister Richard Westbrook (Großbritannien) und dem zweimaligen DTM-Champion Timo Scheider (Lahnstein). Der sechste Elfer mit der Startnummer 75 wird vom belgischen Team ProSpeed Competition eingesetzt. Im Cockpit wechseln sich die Niederländer Paul van Splunteren und Niek Hommerson mit Louis Machiels (Belgien) ab.

Für die erwarteten 250.000 Zuschauer sind die 24 Stunden von Le Mans mehr als nur ein Rennen. Die Fans freuen sich auf ein einwöchiges Fest, das mit der Technischen Abnahme am Sonntag und Montag (6./7. Juni) auf dem Marktplatz von Le Mans beginnt. Am Mittwoch wird von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr das Freie Training ausgetragen. Im Anschluss folgt von 22.00 Uhr bis Mitternacht das erste Qualifikationstraining. Am Donnerstag geht es von 19.00 bis 21.00 Uhr und von 22.00 bis 24.00 Uhr erneut um die besten Startplätze. Die traditionelle Fahrerparade von der Rennstrecke ins Zentrum von Le Mans wird am Freitag von 18.00 bis 19.00 Uhr wieder für einen Massenauflauf und das gewohnte Verkehrschaos sorgen. Am Samstag, 12. Juni, fällt um 15.00 Uhr für die 55 Teilnehmer die Startflagge zur 24-Stunden-Jagd rund um die 13,650 Kilometer lange Rennstrecke.

Die TV-Sender Eurosport und Eurosport 2 berichten ausführlich aus Le Mans. Bereits ab Montag, 7. Juni, werden täglich aktuelle Vorberichte und interessante Hintergrundreportagen gezeigt. Übertragen werden auch das Freie Training, das Qualifikationstraining und das Warm-up. Etwa zwei Drittel des Rennens sind live auf dem Hauptsender Eurosport zu sehen.


Hinweis: Bildmaterial zu den 24 Stunden von Le Mans steht akkreditierten Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank unter der Internet-Adresse http://presse.porsche.de zur Verfügung.


Daten und Fakten

Das sind die 24 Stunden von Le Mans

Das 55 Fahrzeuge starke Starterfeld des 24-Stunden-Rennens von Le Mans wird von zwei unterschiedlichen Sportfahrzeug-Kategorien gebildet: Sportprototypen und modifizierte Seriensportwagen. Am Technischen Reglement des Langstreckenklassikers orientieren sich auch die europäische Le Mans Series (LMS) und die American Le Mans Series (ALMS). Alle Rennwagen starten in Le Mans gleichzeitig; es gibt eine Gesamtwertung und eine Wertung der einzelnen Klassen.

Die vier Klassen in Le Mans:
Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 700 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm. Leistungsgewicht: rund 1,3 kg/PS.
Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 440 PS (mit Saugmotor) und 825 Kilogramm Mindestgewicht. Leistungsgewicht: rund 1,8 kg/PS.
Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm.
Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 - 460 PS und einem Mindestgewicht von 1.145 - 1.345 Kilogramm. In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.
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