Dem roten Team fehlt Renn-Erfahrung: Nur fünf Runden in zwei VLN-Rennen
- Acht von über 22.000 Kandidaten starten beim härtesten Autorennen der Welt
- Werkseinsatz mit zwei 350 PS starken Astra Turbo-Rennversionen
Nach insgesamt zwölf Castingstufen inklusive intensiven Trainings-, Fitness- und Ausbildungseinheiten steht nun das Finale der zweiten Staffel von OPC Race Camp bevor: Die acht Besten aus über 22.000 Bewerbern, die es zunächst in die Vorauswahl (750 Aspiranten) geschafft und in sämtlichen Qualifikationsstufen ihre Fähigkeiten und unter Beweis gestellt hatten, stehen nun vor einer großen Herausforderung: In einem Feld von über 200 Fahrzeugen mit einer Vielzahl weltbekannter Piloten starten Sie bei der 38. Auflage des ADAC Zurich 24-Stunden-Rennens
Opel ist bei dem Motorsport-Großereignis auch mit einer exklusiven Hospitality sowie einem eigens installierten Rennstreckenübergang im Tribünenbereich T13 / T14 vertreten. Ein weiterer Hauptanlaufpunkt für die zahlreichen Fans der Marke mit dem Blitz ist das Opel-Zeltlager auf dem Hatzenbach-Plateau.
Race Camp-Initiator Manuel Reuter und Jury-Chef Joachim Winkelhock – beide ehemalige Le Mans-Sieger, Opel-Werkspiloten und heute Opel-Markenbotschafter – sind zuversichtlich, dass auch die Finalisten der zweiten Staffel das Talent zum Profirennfahrer haben. „Unser Auswahlsystem hat sich optimal bewährt, die tollen Leistungen beim Finale der ersten Staffel und Reaktionen der Zuschauer, Medien und der Konkurrenzteams haben das klar gezeigt“, so Reuter. 2008 konnte ein Race Camp-Team nach einem Trainingsunfall erst gar nicht starten, das zweite fiel in der Nacht mit Motorschaden aus.
Ebenso professionell wie die Ausbildung ist auch diesmal wieder das Renngerät der beiden Vierer-Mannschaften des Teams Race Camp 2010: Zum Einsatz kommen zwei vom Opel-Partner und Race Camp-Einsatzteam Kissling Motorsport aufgebaute Opel Astra Turbo nach „24-h-Spezial“-Reglement, die mit rund 1.100 Kilogramm Leergewicht und rund 350 PS Motorleistung in einer der schnelleren Rennklassen auf Nordschleife und Grand-Prix-Kurs unterwegs sind.
„Im Verlauf der Staffel haben wir wirklich einige talentierte Leute gesehen. Das allein reicht aber nicht. Man muss auch eine kontinuierliche Entwicklung feststellen können, fahrerisch, mental und körperlich“, erklärt Joachim Winkelhock. „Da waren unsere Acht einfach die besten.“
Das „Team OPC Race Camp 2010“ bilden sechs Deutsche und zwei Schweizer. Die eidgenössische Fraktion vertreten durch den zwanzigjährigen Elektromonteur Thierry Kilchenmann aus Spiegel und der Satteler Kaffeemaschinentechniker Roger Büeler (30). Die deutschen Teilnehmer sind:
René Hiddel (32), IT-Systemanalytiker aus Echterdingen
Jean-Marie Rathje (26), selbstständiger Versicherungs-Diplombetriebswirt aus Hamburg
Hendrik Scharf (29), Dipl.-Ing. für Automatisierungstechnik aus Netphen
Oberstdorfer Dennis Rieger (24), ist tätig im Bereich Marketing und Unternehmenskommunikation
Arne Hoffmeister (21), angehender Kfz-Mechantroniker aus Lutter
Sebastian Amossé (25), Maschinenbaustudent aus Seelze
Die Waltroper Speditionskauffrau Charlotte Wilking (24) ist Ersatzfahrerin und bislang die einzige Race Camp-Kandidatin, die es soweit geschafft hat. Sie hat bereits mehrere Starts im Rahmen des RCN-Honda-Junior-Teams der Motorsport Akademie Nürburgring auf dem Konto.
Bei den ersten beiden Rennen zur Langstreckenmeisterschaft gab es für die beiden Opel Astra-Teams unterschiedliche Ergebnisse. Das so genannte gelbe Team Scharf/Rathje/Hoffmeister/Büeler erzielten jeweils einen zweiten und dritten Rang in der hartumkämpften Klasse der Specials bis 2000 ccm mit Turbolader. Das rote Team Amosse/Hiddel/Kilchenmann/Rieger kam kaum zum Fahren: im ersten Rennen streikte die Technik nach fünf Rennrunden, im zweiten Rennen nach nur 500 Metern im Training.