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2010-04-09 00:23:42 - ks
VLN: Die Herausforderer sinnen auf Revanche

Gibt es den ersten Audi-Sieg 2010?
Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist fulminant in die Saison 2010 gestartet. Der erste Sieg des Jahres ging an Manthey-Racing - ein Team, das seit Jahren in der populärsten Breitensportserie beheimatet ist und Erfolge feiert. Die Herausforderer, allen voran Audi und BMW, wurden dabei unter Wert geschlagen und sinnen nun auf Revanche. Die Fans der einzigartigen Nordschleifen-Rennserie können sich auf eine spannende Fortsetzung gefasst machen. Das 35. DMV 4-Stunden-Rennen der Renngemeinschaft Düren wartet mit einem spektakulären und prall gefüllten Starterfeld auf. Mehr als 190 Fahrzeuge werden am 10. April pünktlich um 12 Uhr das Rennen über die Distanz von vier Stunden in Angriff nehmen. Das Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr entscheidet am Samstagmorgen über die Startaufstellung. Die Siegerehrung, zu der auch alle Fans und Freunde der Langstreckenmeisterschaft herzlich eingeladen sind, findet ab 18 Uhr im ‚Eifel Stadl’, der Erlebnis-Diskothek des Eifeldorfes ‚Grüne Hölle’ statt.

Das Podium beim Saisonauftakt teilten sich Porsche, Audi und BMW. Porsche ist mit der Manthey-Speerspitze, dem neuen Porsche 911 GT3 R erneut gut aufgestellt. Am Volant wechseln sich Marcel Tiemann (Monaco), Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Schweiz) ab. In Abwesenheit der beiden Audi R8 von Abt-Sportsline übernimmt Phoenix-Racing die Rolle des Jägers. Die Sportwagen der Lokalmatadore aus Meuspath am Nürburgring machten schon beim Auftakt eine gute Figur, schieden jedoch kurz vor Schluss, den Sieg vor Augen, mit technischen Problemen aus. Diese Schmach vergessen zu machen, dafür treten nun Hans-Joachim Stuck (Österreich), Frank Biela (Monaco) und Dennis Rosteck (Porta Westfalica) sowie im Schwesterfahrzeug Frank Stipppler (Bad Münstereifel), Marcel Fässler (Schweiz) und Mike Rockenfeller (Österreich) an.

Im Lager von BMW konzentriert sich das Schnitzer-Team beim zweiten Lauf auf einen BMW M3, der mit Andy Priaulx (Großbritannien), Perdo Lamy (Portugal) und Augusto Farfus (Brasilien) international und hochkarätig besetzt ist. Ein weiteres Topteam, dass in den letzten Jahren in der Langstreckenmeisterschaft für Furore gesorgt hat, musste beim Auftakt nach einem Ausrutscher im Training vorzeitig die Segel streichen. Das Team Mamerow-Racing, das in diesem Jahr wie auch Manthey auf den 911 GT3 R setzt, hat Nachholbedarf und Fahrer Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) ohne Zweifel Siegchancen.

Zum Großangriff blasen beim zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring nicht weniger als sechs Aston Martin Vantage in den Klassen SP10 (GT4-Fahrzeuge) und SP8 (VLN Specials bis 6.250 ccm Hubraum). Unter den Fahrern ist dabei zum ersten Mal in diesem Jahr Dr. Ulrich Bez, seines Zeichens Boss der britischen Sportwagen-Manufaktur. Unterstützt wird der Düsseldorfer von Wolfgang Schuhbauer (Brilon) und Peter Cate aus Großbritannien. Auch Lexus hat sein Aufgebot erweitert. In einem zweiten LF-A starten nun die beiden Nordschleifenspezialisten Armin Hahne (Monaco) und Jochen Krumbach (Eschweiler) zusammen mit Takayuki Kinoshita aus Japan.

Als Vorbereitung auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring bringt Volkswagen-Motorsport zwei Erdgas-Scirocco an den Start. Den Wechsel vom Wüstensand in die ‚Grüne Hölle’ begeht dabei Nasser Al Attiyah. Der Rallye-Spezialist aus Katar feiert beim 35. DMV 4-Stunden-Rennen seine Nordschleifen-Premiere. Bei der diesjährigen Dakar-Rallye fuhr Al Attiyah hinter seinem Teamgefährten Carlos Sainz (Spanien) auf Platz zwei in der Gesamtwertung. Auf der Nordschleife wird er von Peter Terting (Kempten) und Nicki Thiim (Rinteln) unterstützt. Den zweiten Scirocco pilotieren Dr. Ulrich Hackenberg (Wettstetten) und Bernd Ostmann (Gerlingen).

Mit ihrem Sieg in der Klasse SP3 (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum) haben Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) im BMW Z4 von Bonk-Motorsport beim Auftaktrennen satte Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Auch beim 35. DMV 4-Stunden-Rennen ist diese Klasse wieder ein Garant für eine gute Ausbeute, denn mit 28 genannten Fahrzeugen ist sie die am stärksten besetzte Klasse. Die SP3 profitiert dabei von nicht weniger als 16 Renault Clio Cup-Fahrzeugen, die das Teilnehmerfeld der Langstreckenmeisterschaft in dieser Klasse bereichern. Neben der Meisterschaft kämpfen die Clio-Teams zudem um Punkte in der Renault Sport Speed Trophy. Hier haben nach Rang zwei in der Klasse beim letzten Rennen Jannik Olivio und Elmar Jurek (beide Berlin) die Nase vorne. Spannend wird es auch in der Klasse SP3T (VLN Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo), die mit 19 Fahrzeugen ebenfalls überdurchschnittlich besetzt ist. Hier siegten zuletzt Elmar Deegener (Stelzenberg), Jürgen Wohlfarth (Murrhardt) und Christoph Breuer (Nettersheim) im neuen Audi TTS des Raeder-Teams.
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