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Osterrallye: Sieg für Souvigne – Berlandy der Star

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Drei Bestzeiten und Gesamtsieg: Der Luxemburger Mike Souvigne |
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| Souvigne - ein Name, wie ein hochwertiges Tröpfchen aus dem Elsass oder wie die neueste Affäre von Nicolas Sarkozy. Doch hier ist die Rede vom schnellen Mike Souvigne, dem luxemburgischen Mitsubishi-Piloten aus Cruchten. Zusammen mit Beifahrer Stefan Stoller gab es im Evo 8 einen überlegenen Sieg bei der ADAC Osterrallye in Zerf. Zweite wurden Dirk Riebensahm/Kendra Stockmar in einem weiteren Evo 8 vor den Vorjahressiegern Steve Zimmer/Steve Lanners mit dem BMW M3.
Heimlicher Star der Rallye war aber Georg Berlandy. Gut – nach dem dritten Gesamtrang von Kempenich war nun der vierte Platz overall nicht mehr so überraschend. Aber wie dieser Zustande kam im vermeintlich betagten Opel Ascona A, ist schon aller Zeilen wert. Die Prüfungen eins und zwei waren zwar ausschließlich auf Asphalt, doch während Souvigne mit Nummer 15 eine ziemlich saubere Piste vorfand, startete Berlandy unmittelbar vor der Nummer 82 und fand in allen möglichen Ecken jede Menge Schlamm vor. Dennoch war der fünffache Köln-Ahrweiler-Gesamtsieger jeweils Zweitschnellster. Und das, obwohl Berlandy in WP zwei sogar noch auf Christian Will im BMW 318iS auflief.
WP drei gehörte dann in die Abteilung Wellness. Hier gab es mehr Schlamm als im Hotel Kempinski jemals in der Beauty-Abteilung verarbeitet wurde. Also Gift für den nur heckgetriebenen Youngtimer. Jeweils eine halbe Minute büßten Berlandy und Beifahrer Peter Schaaf ein. Mehr als Gesamtrang vier war somit nicht mehr möglich für den Allrounder, der am vergangenen Wochenende beim Auftakt zur Langstreckenmeisterschaft einen Porsche Cup S von Haribo-Manthey Racing lenkte und nur zwei Sekunden langsamer als Teamkollege Mike Stursberg war.
Die BMW M3-Asse Fritz Köhler und Karl-Heinz Braun hatten das Nachsehen gegenüber dem 35 Jahre alten Rüsselsheimer und der Sieger der Gruppe H bis 2000 ccm, Franco Decker im BMW 320iS, hatte auf Berlandy bereits eine knappe Minute Rückstand. Dahinter lieferten sich Lars Mysliwietz und Uwe Gropp einen spannenden Fight um den Sieg in der Gruppe H bis 1600 ccm. Der frühere Formel-Pilot wurde in WP fünf von einem Reifenschaden gebremst, behielt aber mit 1,7 Sekunden Vorsprung die Nase vorn. Während Mario Fuchs die Top Ten komplettierte, freute sich der Elfte Norbert Zaremba im Ascona B über den Sieg in der Gruppe F bis 2000 ccm vor dem Lokalmatadoren Sven Langenfeld (Honda Civic Type R).
Einige der Mitfavoriten mußten schon früh die Segel streichen: Dieter Reiland (Mitsubishi Evo 4) flog bereits auf WP 1 vor der schnellen Senke ab, Hanno Brockers Fahrt mit dem Ford Escort Cosworth stoppte ein Stacheldrahtzaun in der berühmten Links auf WP 2 und Saarland-Express Frank Reiter (BMW M3) gab nach zwei Drehern auf WP 3 entnervt auf.
Endergebnis ADAC MSC Osterrallye 2010:
1. Souvigne/Stoller (Mitsubishi Lancer Evo VIII) 26.29,40 Minuten (1. F über 3000 ccm)
2. Riebensahm/Stockmar (Mitsubishi Lancer Evo VIII) + 38,6 Sek. (1. N über 3000 ccm)
3. Zimmer/Lanners (BMW M3 E30) + 48,2 Sek. (1. H über 2000 ccm)
4. Berlandy/Schaaf (Opel Ascona A) + 1.08,7 Min. (1. Youngtimer)
5. Köhler/Prucht (BMW M3 E36) + 1.18,8 Min.
6. Braun/Braun (BMW M3 Compact) + 1.29,30 Min.
7. Decker/Albrecht (BMW 320iS) + 2.05,7 Min. (1. H bis 2000 ccm)
8. Mysliwietz/Schumacher (Citroen C2 R2) + 2.09,90 (1. H bis 1600 ccm)
9. Gropp/Erbelding (Citroen S2 R2) + 2.11,60
10. Fuchs/ Dünker (Daihatsu Charade) + 2.13,30
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