RCN: Gesamtsieg für Funke, Titel an Henrich/Schulten
Wir sind Opel: Henrich/Schulten besiegten 308 Mitbewerber im Saisonverlauf
Am Ende lagen sie sich in den Armen: Ludger Henrich und Jürgen Schulten sind die neuen Meister in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring. Für Henrich war es der zweite, für Schulten bereits der dritte Titel in der ältesten Breitensportserie Deutschlands. Mit dem Pink Power-Opel Astra blieb das Duo auch im achten Lauf in der Gruppe H bis 2000 ccm ungeschlagen und besiegte 308 Mitbewerber im Saisonverlauf. Für das totale „Wir sind Opel!“-Feeling sorgte Rainer Geppert mit dem Titelgewinn bei den Lights.
50. RCN-Klassensieg für Jürgen Schulten
Im Pink Power-Lager war die Nervosität vor dem Start groß: Mindestens ein fünfter Platz musste es sein in der mit 41 Fahrzeugen erneut proppevollen Gruppe H bis 2000 ccm. Und die Trauer um Heinz Kilp war auch allgegenwärtig. Alle Sorgenfalten waren aber umsonst und Kilps Startnummer 75 auf der Tür brachte das nötige Quentchen Glück: Achter Klassensieg in Folge, 50. RCN-Klassensieg für Jürgen Schulten, neuer Punktedurchschnittsrekord und der erneute Titel waren der verdiente Lohn einer tollen Saison. In der großen Gruppe H-Klasse blieb auch Hans-Rolf Salzer zum achten Mal unbesiegt und wurde verdienter Vize-Meister.
Erster RCN-Sieg für Schirmer Motorsport
Im Kampf um den Tagessieg deutete beim Blick in die Nennliste alles auf einen Dreikampf Schirmer, Jürgen Alzen und KRS hin. Doch für Jochen Krumbach endete die „WestfalenTrophy“ des MSC Bork bereits in der fünften Runde mit einem technischen Defekt am Porsche GT3 in der Mercedes-Arena. Da der Turbo-Porsche nach dem Unfall vor 14 Tagen nicht rechtzeitig fertig geworden war, brachte Jürgen Alzen Motorsport den Sauger-GT3 aus der VLN an den Start. Und der Teamchef himself war es, der mit seiner Nelly bis zur Halbzeit acht Sekunden Vorsprung auf Michael Funke im Schirmer-M3 herausfahren konnte. Gerald Schalk konnte im zweiten Stint nicht mehr ganz das Tempo an der Spitze mitgehen, so dass Funke mit 1.52 Minuten vor Alzen/Schalk und 4.19 vor Steinhaus/Steinhaus in einem ebenfalls von Thomas Schirmer betreuten M3 siegte.
Kratz/Podzus schieben sich auf Rang vier vor
Nach dem Ausfall beim Saisonauftakt rollten Torsten Kratz und Sabine Podzus das Feld von hinten auf. Und mit Erfolg, denn Dank des siebten Sieges in Folge bei den Serienwagen bis 1850 ccm eroberte das BMW 318iS-Duo noch den vierten Schlussrang und zog hauchdünn an Alzen/Schalk vorbei.
Kein Jahr der ehemaligen Meisterautos
Den zahlreichen in der RCN vertretenen ehemaligen Meisterwagen blieb auch beim Saisonfinale das Pech an den Reifen kleben. Dominik Schöning kam mit Walter Schneiders vierfachen Meisterwagen-Golf im Kesselchen von der Strecke ab. Das Duo Schöning/Schneider hatte dieses Jahr auch teilweise den in 1992 und 1995 siegreichen Toyota Celica an den Start gebracht, allerdings ebenfalls ohne zählbaren Erfolg. Jörg Weber, mit seinem Ford Escort 2004 Champion, fiel zum dritten Mal mit technischem Defekt aus. Hans-Rolf Salzer, Meister 2006 und 2008, rettete da ein wenig die Ehre der Ehemaligen. Und gemäß dem Gesetz der Serie, ist der Alpenroder ja auch erst wieder 2010 dran …
Team Orange Green mit erfolgreichem Schlussspurt
Den Sieg in der Teamwertung hatte sich Mathol Racing bereits beim siebten Rennen gesichert. Spannend blieb es im Kampf um Rang zwei: Seit Saisonbeginn hatte der Godesberger Motor-Club diesen Platz belegt, doch in einem wahren Krimi zog das Team Orange-Green rund um Guido Schuchert auf der Zielgeraden noch vorbei. Die Gesamtaddition der besten sieben Ergebnisse bedeutete schließlich ein knappes 113,56 zu 111,62. In der Junior-Trophy machte Tjark Schäfer mit seinem Sieg bei den Specials bis 3000 ccm alles klar und siegte als erster Pilot in der RCN-Geschichte zum zweiten Mal in Folge bei den bis 25jährigen.
Rainer Geppert neuer Light-Champion
Zum letzten Saisonlauf setzte Rainer Geppert auf den bewährten Opel Kadett. Und bei den verbesserten Fahrzeugen bis 2000 ccm ließ Geppert nichts mehr anbrennen, siegte – wenn auch knapp – mit 0,07 Punkten Vorsprung auf Andrea Heim/Stefan Trost im Renault Clio. Geppert ist der erste Light-Titelträger, der drei verschiedene Fahrzeuge in einer Saison einsetzte: Opel Corsa, Opel Astra und Opel Kadett. Oder wie es Gerhard Diel, ehemaliger Meister der Lights, dieses Jahr Gesamt-Achter in der RCN und Boxenmauerstratege beim OPC Race Camp auf den Punkt brachte: „Beide Titel nach Rüsselsheim, dazu drei Opel in den RCN-Top Ten und die drei Opel von Rainer bei den Lights.“ Nicht zu vergessen: Mit 12 Titeln in beiden Kategorien in den letzten 20 Jahren ist die Marke mit dem Blitz RCN-Primus.