Schmersal/Rösler/Koslowski waren wieder erfolgreich im BMW Z4.
Permanent wechselnde Witterungsbedingungen machten den neunten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zum bislang schwierigsten in dieser Saison. Heinz Schmersal, Stephan Rösler und Christoph Koslowski ließen sich von den Wetterkapriolen nicht irritieren und lenkten den race&event-BMW Z4 auf Rang zwei bei den Specials bis 3500 ccm sowie zum 14. Gesamtrang. „Wir haben zur richtigen Zeit die richtigen Räder montiert und die Fahrer haben sich auf die schwierigen Wetterbedingungen gut einstellen können“, sagte Teammanager Martin Mohr.
Nach dem verregneten Training standen die 169 teilnehmenden Teams auch für das Vier-Stunden-Rennen fast ausnahmslos auf Regenreifen. Mohr: „Alles andere war auch einfach zu gefährlich, zumal der Himmel weiterhin sehr dunkel war.“ Doch der überwiegende Teil des Rennens blieb trocken, lediglich partielle Regenschauer verlangten von den Fahrern höchste Konzentrationen. „Ein Lob gebührt den Streckenposten, die uns immer wieder vor feuchten Streckenabschnitten gewarnt haben“, sagte Heinz Schmersal.
Nicht in Wertung kam race&event-Stammpilot Mike Stursberg, der die letzten beiden Rennen der Saison im Team von Uwe Alzen auf dem bekannten MusicMonster – Haribo Porsche bestreitet. Teamkollege Hans Guido Riegel hatte drei Runden vor Schluss eine Kollision im Bereich Schwalbenschwanz und musste den Wagen abstellen. Im Mittelteil hatte Stursberg gute Rundenzeiten hingelegt und konnte sich Runde um Runde auf den 24. Gesamtplatz vorarbeiten. „Leider haben wir einmal zuviel auf Regenreifen gewechselt, dass hat uns ein paar Minuten gekostet. Aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht und jetzt freue ich mich auf das Saisonfinale.“
Top Ten für Schmersal/Rösler im Leihwagen beim achten Rennen
Den achten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring hatte sich race&event eigentlich anders vorgestellt. Doch ein Unfall des etatmäßigen BMW Z4 bei Testfahrten am Vortag ließ alle Chancen auf ein erneutes Top-Resultat schon vor dem Start platzen. Die sprichwörtliche „Bank“ war einmal mehr der race&event-Honda S2000, der bei den Specials bis 2500 ccm den dritten Rang belegte.
„Beim Anbremsen der Bergwerk-Kurve fiel mir das ABS aus, ich hatte keine Chance“, meldete sich Christoph Koslowski per Handy nach nur wenigen Runden bei seiner Boxencrew.
„Der Wagen ist vorne links stark beschädigt und die hintere Aufhängung ist auch beschädigt worden“ erklärte Martin Mohr und ergänzte „Wir wollen den Schaden in Ruhe beheben um Folgeschäden zu vermeiden, deshalb verzichten wir bei diesem Rennen auf den Start“
Heinz Schmersal und Stephan Rösler wechselten kurzerhand ins Porsche-Cockpit von Peter Schmidt und wurden in der Porsche-Cup-Klasse zehnte. „So konnten wir bereits für Dubai üben“, sagte Schmersal. Denn beim dortigen 24h-Rennen im Januar 2010 wird race&event diesen 911 GT3 einsetzen. Glück im Unglück hatte der Wuppertaler, als gegen Rennende das Getriebe allmählich kollabierte und mehrere Dreher ohne Kaltverformungen endeten. „Runter zum Wehrseifen habe ich mich dreimal um die eigene Achse gedreht ohne anzuecken“, sagte Schmersal. „In der Auslaufrunde blockierte die Hinterachse dann endgültig und ich musste in den parc fermé abgeschleppt werden.
Bei den Specials bis 2500 ccm wurde der Honda S2000 des Teams mit den Piloten Eckhard Geulen und Volker Kühn Dritter. „Ecki“ Geulen markierte in 10.06,068 Minuten eine neue persönliche Bestzeit und Kühn freute sich, Dank einer 10.58,116 Minuten endlich unter elf Minuten geblieben zu sein. Martin Mohr: „ Der Honda ist unser Dauerläufer, es war bereits der siebte Podestplatz im siebten Rennen.“