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2009-09-05 21:58:19 - ks
RCN: Neuer Rekord: Jürgen Alzen fährt 6.58 Minuten

Jürgen Alzen markierte mit 6.58 Minuten einen neuen RCN-Rekord
Die Schallmauer von sieben Minuten ist durchbrochen: Jürgen Alzen verbesserte seinen eigenen Rundenrekord für 24h-Spezialfahrzeuge auf der Nordschleife um zwei Sekunden auf nun 6.58 Minuten. Schnellere Kategorien auf der 20,832 Kilometer langen Piste waren jemals nur die Gruppe C (Stefan Bellof, 6.25,91) und die Formel 2 (Christian Danner, 6.28,03). „Eine perfekte Runde mit wenig Verkehr bei optimalen äußeren Bedingungen“, freute sich der Betzdorfer. „Unser H&R-Hankook-Porsche 911 war heute einfach nur perfekt.“ Zum Vergleich: Die Gruppe B-Bestmarke beträgt 7.24,29, erzielt von Harald Grohs in einem BMW M1.

Auch das Ergebnis im Gesamtklassement ließ sich sehen: Jürgen Alzen und Teamkollege Gerald Schalk blieben auch im sechsten Rennen zur Rundstrecken Challenge Nürburgring unbesiegt. Sechs Gesamtsiege in einer Saison schafften zuletzt im Jahr 2000 Burghardt/Kolodzey im Opel Manta. Und auch in der ewigen Statistik teilen sich die vier mit jetzt jeweils 15 Triumphen Rang zwei. Mit dem zweiten Gesamtrang freuten sich Michael Alhäuser und Ronny Weber im BMW M3 über ihr bestes RCN-Ergebnis überhaupt.

Alpenrod der Nabel der RCN-Welt

Mit 1.121 Einwohnern ist Alpenrod im Westerwald eher ein Dorf. Aber in der Grünen Hölle avancieren die heimischen Motorsporter aktuell zur Weltstadt. Gesamtrang zwei, drei und vier bei der „Rhein-Ruhr-Challenge“ des AC Oberhausen. Dazu markierten der zweite Weber (7.41), der dritte Hans-Rolf Salzer (7.55) sowie die vierten Sascha Salzer/Tjark Schäfer (7.58) jeweils eine neue persönliche Bestzeit. „Ich wollte ja heute eine Sekunden schneller fahren“, freute sich Salzer senior. „Kompliment auch an Sascha und Tjark“. Der amtierende Meister bleibt mit dem neuerlichen Erfolg weiter im Meisterschaftsrennen und schärfster Verfolger der Tabellenführer.

201 Grüne Hölle-Siege für Henrich/Schulten trotz Schrecksekunde

„Jetzt können wir eigentlich aufhören, das ist nicht mehr zu toppen“, sagten Ludger Henrich und Jürgen Schulten unisono nach der Zieldurchfahrt. Sechster RCN-Klassensieg in Folge, weiter Ausbau der Tabellenführung und jetzt insgesamt 201 Grüne Hölle-Siege auf dem Konto! Diese setzen sich aus 99 RCN-, 93 VLN- und neun 24h-Triumphen zusammen. Das Duo gilt somit – unter Vorbehalt, da es keine lückenlosen Aufzeichnungen seit 1927 gibt – als das erfolgreichste Grüne Hölle-Duo aller Zeiten. Schulten: „Schon alleine die Zahl zweihunderteins ist der Hammer.“

Wie schon bei den letzten Rennen, machte es Startfahrer Henrich am Steuer des Pink Power-Opel Astra in der Gruppe H bis 2000 ccm ein wenig spannend. Dieses Mal passten zwar die Sollrunden, dafür gab es in Runde fünf im Eschbach eine Kollision mit Ex-Meister Jörg Weber. „Ich bin etwas unter dem Bremspedal hängen geblieben und war somit ein Ticken zu schnell. Ich habe den Escort hinten rechts berührt und dann haben wir uns beide gedreht. Ein Überschlag war durchaus im Bereich des Möglichen, als ich quer auf den Curb schoss, aber wir hatten beide Glück und kamen mit leichtem Blechschaden davon.“

Marcus Müller haderte mit den Strafpunkten

Am Ende hatten Henrich/Schulten 2.50 Minuten Vorsprung auf Ulrich Kabel/Markus Schaufuss (Italo-M3) und Walter Schneider/Dominik Schöning im VW Golf GTi, dem Meisterauto von 90, 91, 92 und 95. Marcus Müller sah erstmals heuer das Ziel und wäre mit seinem Opel Manta 16V locker zweiter geworden, hätten die Sollrunden gepasst. Da eine Leistungsprüfung aber aus Sprint- und Sollrunden besteht, sorgten 570 Strafpunkte für das Abrutschen auf Rang 17 in der mit 37 Autos erneut am stärksten besetzten Klasse. Die schnellster Golfer in dieser Klasse kamen nicht ins Ziel: Stiefel/Troesken (Hinterachse), Carrasqueira/Bucher (Unfall Schwalbenschwanz), Hess/Esser (Motor) und Oepen/Hoffmann (Motor aus nach Dreher in Breidscheid).

Aus nach Rekord: Breitscheider strandet in Breidscheid

Bei den 1600er Specials mit Turbo bestimmte Friedhelm Erlebach elf Runden lang das Geschehen. Und mit 8.24 Minuten in Runde sechs gab es auch einen neuen bärenstarken Klassenrekord. In Worten: achtvierundzwanzig mit einem Mini Cooper! Für den Mann aus Breitscheid endete das Rennen dann allerdings auch in Breidscheid: Erlebach drehte sich und touchierte mit dem Heck leicht die Mauer. Das Auspuffrohr verbog sich und 500 Meter weiter war dann Schluß, nachdem die Abgase nicht mehr den normalen Weg nehmen konnten. Über den Klassensieg freute sich somit Markenkollege Volker Piepmeyer.

Stephan Gerard siegt mit Rosanna

Wer kennt nicht den Welthit von Toto “need you all the way, need you all the way, Rosanna”. Die RCN-Rosanna ist immerhin schon 19 Jahre alt und war 2003 VLN-Vizemeister. Gemeint ist der so getaufte KRS Motorsport-BMW M3, den Besitzer Dr. Thomas Stoltz in der RCN an den Aachener Stephan Gerard verleiht. Nein, nicht der Abwehrspieler vom FC Liverpool. Dieser schreibt sich außerdem Stephen … Aber im Ernst: Bei RCN 4 hatte sich Gerard mit Benchmark André Krumbach das Cockpit geteilt und mal gezeigt bekommen, was man mit Rosanna im Eifelwald so alles machen kann. Und siehe da: Klassensieg bei RCN 6. Allerdings übernahm der Aachener erst drei Runden vor Schluß die Führung bei den VLN-Serienwagen bis 2500 ccm, da es bei einsetzendem Regen Frank Orlowski/Ralf Klein (ACBL-BMW 325i) etwas ruhiger ausklingen ließen.

Kratz/Podzus weiter im Geschäft

Gegen Henrich/Schulten und Hans-Rolf Salzer können Torsten Kratz und Sabine Podzus in der Tabelle aus eigener Kraft nichts ausrichten. Dafür sind die Starterzahlen bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm einfach zu klein. Aber mit dem fünften Sieg in Folge untermauerten die beiden, die sich auch abseits des BMW-Cockpits das Leben teilen, erneut ihre Ambitionen. Drittbestes Team können Kratz/Podzus auf jeden Fall noch werden.

Bei den Specials bis 2000 ccm kam Matthias Holle im Mathol-Honda S2000 endlich zum ersten Saisonsieg. Vater und Tochter Flint zweiter vor Joachim Nett, beide Honda Civic. Aufgrund eines zusätzlichen Boxenstopps rutschte Karl Brinker vom Renault Clio vom zweiten auf den vierten Rang zurück. Wegen einer defekten Kupplung kamen Gerhard Diel/Marco Wolf im Kissling-Opel Tigra nicht über Rang acht hinaus. Wolf ersetzte Heinz-Otto Fritzsche, dessen Sohn zeitgleich heiratete.

In der Gruppe F freuten sich über die Klassensiege Stefan Plieninger/Dr. Gunther David im Peugeot 206 in der Klasse bis 2000 ccm sowie das BMW M3-Duo Stephan Reuter/Wilfried Selbach in der großen Klasse. Mit seinem neuerlichen Sieg steht Rainer Geppert (Opel Corsa) dicht vor dem Titelgewinn in der RCN light.
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