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2009-08-02 18:46:52 - ks
1000 km: Spektakuläre Le-Mans-Boliden und GT-Renner am Ring

Spannung Made in Germany: Das ADAC GT-Masters
Das ADAC 1000km-Rennen auf dem Nürburgring (20. bis 23. August) wird ein wahres Fest für Fans des Langstreckensports. Nicht nur, dass die LMS (Le Mans Series) hier ihren einzigen Lauf auf deutschem Boden absolviert. Die Top-Liga der Sportwagen wird von einem attraktiven Rennserienpaket begleitet. Im LMS-Rahmenprogramm warten mit der Formula Le Mans und dem Radical European Masters zwei moderne sowie mit der CER („Classic Endurance Racing“) eine historische Sportwagenserie. Aus Deutschland stoßen die Serien des ADACMasters-Weekend hinzu.

Vor allem das ADAC GT Masters passt sich perfekt in die Langstreckenthematik ein, mit ATS Formel-3-Cup und ADAC Formel Masters sind zudem zwei Monoposto-Serien am Start. Alle wichtigen Infos rund um das Rennen gibt es unter www.1000km-nuerburgring.de im Internet.

In der LMS steht vor dem ADAC 1000km-Rennen noch ein Lauf aus: Am ersten August-Wochenende geht es in Portugal bei der vierten Runde der Saison um die Verteilung der Ausgangspositionen für das deutsche Gastspiel. An der Spitze gibt es dabei einen denkbar knappen Dreikampf: Pescarolo Sport (16 Punkte) hat gerade einmal zwei Punkte Vorsprung vor Aston Martin Racing (14), denen wiederum das Team Peugeot Total (11) im Nacken sitzt. Analog sind die Positionen in der Fahrerwertung verteilt: Als bester Deutscher rangiert Stefan Mücke gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jan Charouz und Tomas Enge (beide Tschechien) vor dem Lauf an der Algarve auf der aussichtsreichen zweiten Position.

Neben dem Geschehen bei den Sportprototypen der „größten“ Klasse LM-P1 ist aus deutscher Sicht außerdem das Geschehen in der LM-GT2 spannend: Hier rangieren der Deutsche Marc Lieb und sein österreichischer Teamkollege Richard Lietz derzeit auf der ersten Position. Das Porsche-Gespann konnte sich damit vor Robert Bell (GB) und seinem italienischen Teamkollegen Gianmaria Bruni im Ferrari behaupten.

ADAC GT Masters: Endurance Made in Germany

Ganz passend zu den Sportwagen- und GT-Klassen der LMS sind die Fahrzeuge aus dem ADAC GT Masters, die am Ring ihren neunten und zehnten Saisonlauf absolvieren. Im Championat für GT3-Fahrzeuge hat sich bislang Christian Abt (Audi R8 LMS) am besten in Szene gesetzt, der vor Teamkollege Jan Seyffarth die Tabelle anführt. In der Eifel geht das Masters nicht nur in seine heiße Phase, auch ein halbes Dutzend Piloten mit Heimrecht werden hier besonders vehement Gas geben. So konnte etwa das Corvette-Duo aus Luca Ludwig (Bonn) und Marc Hennerici (Mayen) nach seinem
Doppelsieg beim Saisonauftakt den Anschluss an die Spitze halten und liegt in direkter Schlagdistanz zu den Positionen drei und vier im Klassement.

Besondere Würze erhält der Fight außerdem durch die Markenvielfalt im Championat: Beim 1000km-Rennen wird Alpina mit dem B6 GT3 zum zweiten Mal im GT Masters antreten und damit die Anzahl der im Rennen vertretenen Marken auf acht erhöhen. Nach 20-jähriger Motorsportabstinenz kehren die berühmten BMW-Veredler damit mit einem auf dem 6er-Coupé basierenden B6 in den Motorsport zurück. Zudem hat das monegassische JMB-Racing-Team für den Nürburgirng einen Gaststart angekündigt, bei dem der neu entwickelte Ferrari 430 Scuderia sein Masters-Debüt geben wird.

Die schnellste Rennserie der Republik am Ring

Mit dem ATS Formel-3-Cup ist die schnellste Rennserie Deutschlands beim 1000km-Rennen zu Gast. Aus Ihr schaffte so manches Talent bereits den Sprung in die internationalen Top-Klassen. Vor dem Rennwochenende am Nürburgring steht für die Youngster noch das einzige Auslandsgastspiel der Saison an: Beim prestigeträchtigen Rizla Race Day im niederländischen Assen stehen die Saisonläufe elf und zwölf auf dem Programm. Dominiert wird der Cup in diesem Jahr von einem jungen Belgier. Laurens Vanthoor gewann mit bislang sechs Läufen mehr als die Hälfte der bisherigen Saisonrennen, holte sieben von zehn Pole Positions und fuhr fünf Mal die schnellste Rennrunde. Mit 96 Zählern liegt er nun mit einem komfortablen Vorsprung vor seinem niederländischen Teamkollegen Stef Dusseldorp (54) und dem Brasilianer Rafael Suzuki (46, alle Dallara F307 / Volkswagen) in Führung.

Abt, Stuck, Hunt: Schnelle Söhne im ADAC Formel Masters

Ein internationaler Dreikampf bestimmt vor dem 1000km-Rennen das Geschehen im ADAC Formel Masters, bei dem ein Abt in Führung liegt: Daniel Abt ist der Sohn des Teamchefs von Abt Sportsline, Hans-Jürgen. Und während sein Onkel Christian im GT Masters vorne liegt, konnte sich der 17-jährige Allgäuer bislang in der Nachwuchs-Formelserie am besten in Szene setzen. Mit 138 Punkten führt er vor den Saisonrennen Nummer elf und zwölf vor dem Briten Adrian Campfield (124) und dem Österreicher Klaus Bachler (121). Abt ist dabei nicht der einzige im Youngsterfeld, der bei Motorsportfans einen klingenden Namen hat: Zwei weitere Piloten mit bekannten Vätern sind Ferdinand Stuck und Freddie Hunt. Schon ihre „alten Herren“ Hans-Joachim und James lieferten sich auf dem Ring legendäre Formel-Zweikämpfe – das war Mitte der 70er Jahre in der Formel 1. Beim letzten Fight auf der Nordschleife, 1976, hatte Hunt übrigens die Nase vorne, er gewann nicht nur den letzten jemals in der legendären „Grünen Hölle“ ausgetragenen Grand-Prix, sondern wurde im gleichen Jahr auch Formel-1-Weltmeister.

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