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VLN & 24h: Paul Hulverscheid ist tot

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Wurde nur 59 Jahre alt: Paul Hulverscheid |
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| Paul Hulverscheid ist am vergangenen Donnerstag verstorben. Der Wipperfürther erlag im Alter von nur 59 Jahren einem plötzlichen Herzinfarkt. Zu Ehren des Verstorbenen wurde vor dem sechsten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft (VLN) am Samstag auf dem Nürburgring eine Gedenkminute gehalten, denn Hulverscheid zählte zu den erfolgreichsten Piloten des Eifelkurses in den vergangenen 25 Jahren.
Zu Beginn der 1970er Jahre sammelte der gebürtige Wipperfürther, der aber die meisten Jahre in Halver wohnte und lebte, erste Motorsporterfahrungen bei Rallies und kleineren Rundstreckenrennen. Schnell war klar, dass der zweifache Vater nicht nur ein schneller Rennfahrer ist, sondern auch verteufelt gut Autos vorbereiten kann. Der 1987 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommene Remscheider Unternehmer Axel Felder war einer der Ersten, der sich von Hulverscheid einen Ford Escort RS 2000 „bauen“ ließ.
Eng verbunden ist der Name Paul Hulverscheid mit seinem langjährigen Freund, Teamkollegen und Arbeitgeber Michael Eschmann. Ende der 1970er Jahre kreuzten sich deren Wege. Zwischen beiden funkte es auf Anhieb – rein platonisch, versteht sich. „Wir waren auch abseits der Rennpiste gute Freunde und hatten neben Racing auch andere Dinge im Kopf“, sagt Eschmann, der nach dem Tod seiner Frau Karin vor wenigen Wochen diesen zweiten Schicksalsschlag hinnehmen muß. „Paul wusste über jedes Auto Bescheid, ich habe für handwerkliche Dinge eher zwei linke Hände.“
52 Klassensiege und vier Gesamtsiege in der VLN sowie vier Klassenklasse bei den 24 Stunden, dazu unzählige Erfolge in der Lamborghini-Trophy, im Porsche Club-Sport, in der französischen GT-Meisterschaft und sogar in der Sportwagen-Weltmeisterschaft: Hulverscheid und Eschmann, stehts unter der Bewerbung des Automobilclubs Radevormwald (ACR) am Start, sahnten schlichtweg auf der ganzen Welt ab.
Zu den Höhepunkten zählte zweifelsohne der Gesamtsieg beim VLN-Saisonauftakt 1991 am Steuer eines Opel Manta. Oder Hulverscheids Auftritt bei einer Pressekonferenz im australischen Melbourne 1998, welche live im dortigen TV übertragen wurde. „Paule“ hatte die Trainingsbestzeit im „Lambo“ markiert und mit Hilfe von deutschen und englischen Dolmetschern meisterte er auch dieses. Anschließend sprach „der lachende Paul“ vom „Schumi-Feeling“ und strahlte von Ohrläppchen zu Ohrläppchen!
Neben dem Motorsport gab Hulverscheid auch eine gute Figur auf Skiern ab und ging, vor allem mit seinen Kindern, gerne schwimmen. Seit einigen Monaten befand sich der Fuhrparkleiter in Altersteilzeit und freute sich auf den bevorstehenden Ruhestand. Hier wollte er sich der Restauration von historischen Traktoren widmen, die er in den letzten Jahren gesammelt hatte.
Die Beerdigung findet am kommenden Freitag um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Wipperfürth-Kreuzberg statt.
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