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2009-07-19 00:23:32 - ks
DRM: Dobberkau sorgt für zweiten Porsche-Sieg in Folge

Zeigte den Konkurrenten das Heck: Olaf Dobberkau
Mit dem zweiten Sieg in Folge für Olaf Dobberkau und Co-Pilotin Alexandra König (Porsche 911 GT3) endete der fünfte Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft). Die Schleusinger konnten die ADAC-Eifel-Rallye nach einem Sekundenkampf mit Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Stuttgart / Öster¬reich, Subaru Impreza N15) knapp für sich entscheiden. Nur 8,9 Sekunden trennten die beiden Teams nach 13 WPs über 138,43 km bei der Zielankunft in Daun (Rheinland-Pfalz).

Bei wechselhaften äußeren Bedingungen lieferten sich die schnellsten Rallyeteams Deutschlands ein packendes Sekundenduell, in das auch ein überragend auftrumpfender Gaststarter eingreifen konnte: Der Belgier Bruno Thiry konnte mit seinem Co-Piloten Nicolas Gilsoul im eigentlich unterlegenen Citroën C2 R2 Max das Straucheln gleich mehrer Favoriten nutzen und fuhr auf die dritte Position.

In der DRM-Tabelle liegt vor dem sechsten Lauf im Rahmen der ADAC-Saarland-Rallye (11. – 12. September) weiterhin der Oelsnitzer Peter Corazza (Mitsubishi Lancer Evo 7, 106 Punkte) in Front, der als Viertplat¬zierter gewertet wurde. Sandro Wallenwein machte kräftig Boden gut und liegt mit nur noch vier Punkten Rückstand auf der zweiten Position. Dritter ist Mitsubishi-Pilot Hermann Gaßner junior (Surheim, 96 Punkte). Alle Meisterschaftsstände und Informationen zur DRM gibt es im Internet unter www.rallye-dm.de.

„An dieses Ergebnis könnte ich mich gewöhnen“, lachte Olaf Dobberkau im Ziel der Eifel-Rallye. „Auf den letzten WPs sind wir 110 Prozent gefahren und es hat gereicht – das ist auch das Ergebnis einer Klasseleistung des ganzen Teams und meiner Co-Pilotin und Lebensgefährtin.“ Schon am Freitagabend hatte der Schleusinger mit seiner Bestzeit auf der Prolog-WP eine Duftmarke gesetzt und war als Führender in die zweite Etappe gestartet. Am Samstagmorgen musste er sich allerdings dem stark auftrumpfenden Wallenwein beugen, der zeitweise die Führung übernehmen konnte.

Dobberkau eroberte gegen Mittag die Spitzen¬position zurück, die er bis in das Ziel nicht mehr hergab. „Wahnsinn! Ich hatte nicht damit gerechnet, bei diesen feuchten WPs das Tempo so gut mitgehen zu können“, so der Porsche-Pilot. Auch sein Haupt-Konkurrent konnte sich mit der knappen Niederlage arrangieren: „Die Freude über unseren zweiten Platz und das erste Podiums¬ergebnis in der Eifel überwiegt über das Gefühl der verpassten Chance, ganz oben auf dem Podest zu stehen“, sagte Sandro Wallenwein im Ziel. „Es war eine unglaublich ereignisreiche und sehr anstrengende Rallye. In der Meisterschaft sind wir bis auf vier Punkte an Peter Corazza herangekommen und jetzt geht es in’s Saarland. Diese Rallye liegt uns sehr, dort konnten wir in den vergangenen beiden Jahren gewinnen.“

Mitfavoriten im Pech

Wenig Glück hatten in der Eifel die Hauptkonkurrenten der beiden Erstplatzierten. Hermann Gaßner junior, der sich als Meisterschaftszweiter Hoffnung auf die Übernahme der Gesamtführung gemacht hatte, konnte sich bis zum Samstag¬nachmittag in der Spitzengruppe halten, verlor aber durch die Folgen eines Ausritts viel Zeit und landete schließlich nur an sechster Position. Sein Vater, der amtierende Meister Hermann Gaßner hatte sich anschließend in die vordersten Plätze vorarbeiten können, musste aber eine Prüfung vor Schluss mit einem Motorschaden aufgeben. Glück im Unglück hatte dagegen der alte und neue Tabellenleader Peter Corazza (Oelsnitz): Er verlor vor den drei finalen WPs nach einem Ausrutscher fast zwei Minuten, konnte sich jedoch wieder bis auf die vierte Position vorarbeiten. „Ich freue mich riesig, dass wir die Führung behaupten konnten. Jetzt haben wir es für die beiden verbleibenden DRM-Läufe richtig spannend gemacht – mehr konnten wir an diesem Wochenende nicht bieten.“

Mohe wiederholt Sieg in der Division 2

Einen spannenden Kampf lieferten sich bei der ADAC-Eifel-Rallye die Teams der Division 2, deren Schlagabtausch durch einen starken Gaststarter aus der Junior-Rallye-Weltmeisterschaft bereichert wurde: Aaron Burkart (Konstanz) nutzte mit Co-Pilot Michael Kölbach (Winterwerb) im Suzuki Swift S1600 die Gelegenheit zu einem Testeinsatz mit Blick auf die Asphalt-Pisten der Rallye Catalunya. Er konnte das Geschehen mit bestimmen, verlor die Führung aber durch einen Abflug in der gleichen wie Corazza.

Die so entstandene Chance nutzten Carsten Mohe / André Kachel (Crottendorf / Golmsdorf, Renault Clio R3) zum Angriff auf die Spitze und holten als hervorragende Fünftplatzierte den Divisionssieg. „Aaron hat es drei Prüfungen vor Schluss noch spannend gemacht, wir konnten die Situation nutzen“, freute sich Mohe anschließend. Als Drittplatierte liefen Mirko Tautenhahn und Mario Weber (Zwickau) im Ziel ein, die damit ein erfolgreiches Debüt ihres erstmals eingesetzten Honda Civic Type R feierten. Weniger Glück hatte der Essener Tim Stebani, der mit Co-Pilot Frank Christian (Oberhausen) im Opel Corsa OPC nach einem Unfall auf WP 6 ausschied.

Herbold / Zemanik bestplatzierte DRM-Piloten in Division 3

Als bestes DRM-Team in der Division 3 schnitten Felix Herbold / Kevin Zemanik (Ismaning / Plauen, Citroën C2 R2 Max) ab, die als Achte im Gesamt¬klassement und – hinter dem überragenden Gaststarter Bruno Thiry – die zweite Position in der Divison belegten. Dritte wurden Christian Riedemann / Oliver Bobring (Citroën C2 R2). Der Sieg in der Division 4 ging an Hugo Arellano / Kendra Stockmar (Luxemburg / Elchweiler), die sich vor ihren Suzuki-Markenkollegen Manuel Kößler / Heidrun Haner (Füssen / Bad Aibling) platzierten.

Fünfter Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) 2009:
Ergebnis und Punkte

ADAC-Eifel-Rallye:
Endstand nach 13 Wertungsprüfungen (138,43 Kilometer)
1. Olaf Dobberkau / Alexandra König Schleusingen
Porsche 911 GT3 Division 1 1:24:17,7 Stunden
2. Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer Stuttgart / Österreich
Subaru Impreza N14 Division 1 + 0:08,9 Minuten
3. Bruno Thiry / Nicolas Gilsoul Belgien
Citroën C2 R2 Max Division 3 + 2:08,9 Minuten
4. Peter Corazza / Ronald Bauer Oelsnitz / Neumark
Mitsubishi Lancer Evo 7 Division 1 + 2:24,4 Minuten
5. Carsten Mohe / André Kachel Crottendorf / Golmsdorf
Renault Clio R3 Division 2 + 3:31,8 Minuten
6. Hermann Gaßner jr. / Kathi Wüstenhagen Surheim / Freilassing
Mitsubishi Lancer Division 1 + 3:33,3 Minuten
7. Aaron Burkart / Michael Kölbach Konstanz / Winterwerb
Suzuki Swift Super 1600 Division 2 + 3:33,6 Minuten
8. Felix Herbold / Kevin Zemanik Ismaning / Plauen
Citroën C2R2 Division 3 + 3:55,6 Minuten
9. Patrick Gengler / Katja Gengler Luxemburg
Subaru Impreza Division 1 + 4:00,5 Minuten
10. Christian Riedemann / Oliver Bobrink Sulingen / Uchte
Citroën C2 R2 Max Division 3 + 4:09,1 Minuten

Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM):
Meisterschaftsstand nach 5 von 7 Läufen

1. Peter Corazza / Ronald Bauer Oelsnitz / Neumark 106 Punkte
Mitsubishi Lancer Division 1
2. Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer Stuttgart / Österreich 102 Punkte
Subaru Impreza WRX STI Division 1
3. Hermann Gaßner jr. / Kathi Wüstenhagen Surheim / Freilassing 96 Punkte
Mitsubishi Lancer Division 1
4. Felix Herbold / Kevin Zemanik Ismaning / Plauen 92 Punkte
Citroën C2 R2 Max Division 3
5. Olaf Dobberkau / Alexandra König Schleusingen 87 Punkte
Porsche 911 GT3 Division 1
6. Manuel Kößler / Heidrun Haner Füssen / Bad Aibling 85 Punkte
Suzuki Swift Division 4
7. Christian Riedemann / Oliver Bobrink Sulingen / Uchte 74 Punkte
Citroën C2 R2 Max Division 3
8. Hugo Arellano / Kendra Stockmar Luxemburg / Elchweiler 67 Punkte
Suzuki Swift Sport Division 4
9. Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher Piesbach / Fluterschen 51 Punkte
Citroën C2 R2 Max Division 3
10. Carsten Mohe / André Kachel Crottendorf / Golmsdorf 47 Punkte
Renault Clio R3 Division 2
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