Einen weiteren Doppelsieg feierten Karl Brinker und das Team Ring Racing auf dem Nürburgring: Neben dem ersten Platz im New Renault Clio Cup trumpfte Brinker auch in der SP3 der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft als schnellster Fahrer. Auf den Rängen zwei und drei in der New Renault Clio-Wertung folgten Elmar Jurek und Jannik Olivo sowie Knut Wolf und Arnold Höppe.
Der Einsatz von Karl Brinker war auch im vierten Lauf um die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft das Maß aller Dinge - in der SP3 und im New Renault Clio Cup. Bis er das jedoch Schwarz auf Weiß hatte, musste sich der Ring-Racing-Fahrer – wie alle anderen Teams und Fahrer auf dem Nürburgring - nach dem Zieleinlauf gedulden. Denn das Rennen war wegen eines Unfalls mit Roter Flagge in Runde 13 für mehr als eine Stunde unterbrochen worden und wurde dann in zwei Wertungen unterteilt - vor und nach der Unterbrechung. Diese wurden später addiert. Anschließend stand fest: Brinker hatte sowohl die Gegner im Opel Astra als auch die Berliner Elmar Jurek und Jannik Olivio und auch alle anderen Renault Clio-Streiter hinter sich lassen können.
„Dabei hatte Heinz-Otto Fritsche im Opel noch mal mächtig zugelegt. Das war gigantisch!“, strahlte der Bäckermeister später. „Eigentlich bin ich einsam mein Rennen gefahren“, so Brinker. Seine gute Kondition führt er allein auf den Verzehr seiner Mehrkornbrötchen zurück.
Biss und Durchhaltevermögen bewiesen auch Jurek und Olivo auf Rang zwei. „Der Start war top, wobei ich der Meinung bin, dass ich einige Reihen hinter meiner eigentlichen Startposition eingewiesen wurde. Es ging aber gut voran. Nur die Hondafahrer sind anstrengend. Wir sind mit den Clios in den Ecken schneller, auf der Geraden aber wird es eng“, schilderte Jurek seinen Part auf der Nordschleife. Bei Re-Start hatte sein Teamgefährte Jannik Olivo als Startfahrer Premiere. „Es ging richtig gut. Aber nach und nach bauten die Vorderreifen ab“, erzählte der Abiturient, der sich dennoch die zweite Position in der Clio-Wertung und den dritten Platz in der SP3 nicht abnehmen ließ.
Keine Chance gegen ihn hatten die Schlaug-Piloten Knut Wolf und Arnold Höppe. Sie waren kurz vor Rennende noch in einen Unfall verwickelt. „Das war völlig unnötig“, ärgerte sich Wolf, dem ein Kontrahent im Gerangel in die Seite geprallt war. Während er jedoch die Zielflagge als Dritter im New Renault Clio Cup und Vierter in der SP3 sah, musste der Schweizer Kontrahent nach dem Crash vorzeitig die Box ansteuern. „Er fuhr im Sandwich - zwischen zwei Fahrzeugen und da gerieten sie aneinander“, erklärte Pierre Morret den Unfall seines Teampartners Claude-Alain Besse, der mit gebrochenem Stoßdämpfer ausrollte.
Auf dem vierten Rang der Clio-Klassenkameraden sahen Nicolas Abril und Stig Näs den Zielstrich. Sie wurden betreut von dem Schweizer Teamchef und Clio-Pilot Mathias Schläppi, der sich zufrieden mit seinen Fahrern zeigte. Auf Rang fünf rollten die Drive a-racecar-Piloten Michael Trick, Gunther Gühne und Werner Gloyna ins Ziel.
Total sauer steuerte Jacques Meyer vorzeitig die Box an: „Ich bin in Breitscheid einfach abgeschossen worden. Das gibt’s gar nicht“, so der Pilot des Teams Ring Racing, der mit Elöd Szarka ins Steuer des Cup Clios griff.
Enttäuscht verlief der Einsatz auf der Nordschleife auch für die Wiedereinsteiger Alexander Starke und Werner Uetrecht aus dem Schlaug-Team. Sie mussten wegen technischer Probleme mehrfach die Box ansteuern und schließlich vorzeitig aufgeben. Auch die Schlaug-Fahrer Xavier Lamadrid, St. Lamadrid und Marco Roon mussten das Rennen ab der vierten Runde als Zuschauer verfolgen. Ihnen hatte ein Crash einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Bereits in 14 Tagen steht der fünfte Lauf des new Renault Clio Cup in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm. Am Abend vorher lädt Renault MotorSport wieder Teams und Fahrer zum Get-Together in die Renault-Lounge ein.