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2009-05-25 23:00:40 - ks
RRF: Sensationelles Spektakel – Schäfer siegt in Alpine A 110

Jens Schäfer war der Renault-Held des Tages
Historisches Ergebnis nach einem sensationellen Ereignis: In einer rund 40 Jahre alten Renault Alpine A 110 siegte Jens Schäfer aus Nohn in der Eifel beim First Renault Race Festival auf dem Nürburgring. Auf den Plätzen zwei und drei des Renault-Generationenlaufs im Vorfeld des ADAC-24h-Rennens: Karl Brinker im aktuellen Renault Clio RS III und „Renault-Urgestein“ Reinhard Sesterheim im Renault Clio RS II. Manuel Metzger setzte sich als bester Deutscher an die Spitze des international besetzten New Renault Clio Cup „Coupe“. Bei traumhaftem Eifelwetter lieferten knapp 110 Renault-Piloten eine einzigartige Vorstellung.

Besser geht’s nicht: Ein Renault Mégane Trophy II E1 im Fight mit einer Renault Alpine A 110 und einem aktuellen Clio Cup RS III. Ein legendärer R5 Alpine Turbo im Duell mit einem Renault Clio V6 Trophy. Oder Clio Cup RS II Seite an Seite mit Renault 12 Gordini und Renault R 11 Turbo. Der Generationen-Lauf in der Grünen Hölle vereinte erstklassigen Rennsport mit einer Zeitreise. Mehr als 100 Renault-Piloten aus 15 Nationen feierten in malerischer Nordschleifen-Kulisse ein furioses Rennsportfestival und machten dabei die Erfolgstory aus fünf Jahrzehnten Renault MotorSport anschaulich. Dickes Lob von allen Seiten ernteten Initiator Bernd Hütter, Renault MotorSport-Koordinator und sein Team für die beeindruckende Premiere.

Mann des Tages war zweifelsfrei Jens Schäfer, der mit seiner Alpine A110 im Rennen eine eigene Drift-Challenge gestaltete. Keiner konnte das Hinterteil seines Rennfahrzeugs besser bewegen. Das bekamen hautnah auch Rapper Smudo im BioConcept Mégane Trophy II E1, VLN-Routinier Karl Brinker im aktuellen Clio Cup RS III und Reinhard Sesterheim im Clio RS II zu spüren. Sie kämpften an der Spitze des Feldes, hatten gegen den Eifelaner Schäfer in der Alpine - 680 Kilogramm und 200 PS - jedoch keine Chance. „Ich habe mich bewusst hinter ihn gesetzt, weil ich mir einfach ansehen wollte, wie er mit dem Hinterteil seiner Alpine umgeht“, schwärmte Smudo, Frontmann der „Fantastischen Vier“ später. Allerdings wurde sein eigener Einsatz im Mégane Trophy mangels Benzindruck vorzeitig beendet.

Begeistert von der Vorstellung seines Vordermannes zeigte sich auch der 52-jährige Reinhard Sesterheim aus Üxheim, der den dritten Platz belegte. „Ich bereue nur, dass ich keine Kamera dabei hatte, um Jens vor mir zu filmen. Das war wirklich beeindruckend“, gestand er. „Aber auch ich habe das Rennenfahren nicht verlernt“, ergänzte Teamchef Sesterheim, der zuletzt 2003 selbst ins Steuer gegriffen hat. An seinem Können ließ er im Rennen keinen Zweifel, verdrängte sowohl Schäfer als auch Brinker phasenweise von der Spitzenposition, bevor er sich im Clio RS II der Konkurrenz beugen musste.

Beeindruckt von der Youngtimer-Vorstellung Schäfers auch der zweitplatzierte Karl Brinker, der in der Eifel einmal mehr als schnellster Bäckermeister Deutschlands gefeiert wurde. Brinker war zunächst durch den verhaltenen Start seines Kontrahenten Smudo überrascht worden und fand sich nach dem Start zunächst auf Rang sechs wieder, fightete sich jedoch rasch wieder an die Spitze vor. „Das Rennen hat riesig Spaß gemacht, Aber Jens fuhr eigentlich eine Art Rallye“, erinnerte sich Brinker lachend.

Aus dem Häuschen auch der Sieger des Rennens: „Es war schon toll, der Konkurrenz in ihren aktuellen Rennautos um die Ohren zu fahren“, schilderte Jens Schäfer seine Sicht der Dinge. Dabei habe er noch nicht einmal Slicks gefahren. „Das Rennen war einfach riesig.“

Neben dem Renault-Mixed-Feld gingen als geschlossene Klasse 25 Piloten in der Kategorie der unveränderten Renault Clio RS III „Coupe“ an den Start. Der Trainingsschnellste Manuel Metzger, Pilot des Teams Steibel Motorsport, verteidigte seinen ersten Platz im Training auch im Rennen erfolgreich gegen seine attackierenden Hintermänner. „Aber es war phasenweise ganz schön knapp“, erklärte er später. „Alex war immer dicht dran und hat nur auf einen Fehler gewartet“, so der 23-Jährige, der das Vier-Runden-Rennen über die Nordschleife vor dem Briten Alex McDowall und dem Portugiesen J.J. Magalhaes beendete.

Ebenfalls in einem Rennen mit den Renault-Sportlern gingen die Piloten der ADAC Procar an den Start. So auch die Sprintfahrer des New Renault Clio Cup. Einmal mehr gelang dem Schweizer Mathias Schläppi der Sprung aufs Siegerpodest vor Marc-Uwe von Niesewand und Alf Ahrens.

Riesenstimmung herrschte bei der abendlichen Siegerehrung des Renault Race Festivals im Fahrerlager. Reinhard Zirpel, Renault-Vorstand Kommunikation, und Carina Briel, Weinkönigin des Rotweinortes Walporzheim, einem Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, ehrten gemeinsam mit Renault MotorSport-Koordinator Bernd Hütter die Fahrer und Sieger - auf alle wartete zudem ein Erinnerungspokal. Ein besonderer Dank der Teilnehmer und Teams ging dabei vor allem an Bernd Hütter und Werner Eichinger, die gemeinsam die Idee des Race Festivals geboren und realisiert hatten. Als Dankeschön erhielt Hütter zudem ein Plakat mit den Unterschriften aller Fahrer, die nun auf eine Fortsetzung des Renault- Spektakels hoffen.

Stimmen zum Renault Race Festival:
Reinhard Zirpel, Renault-Vorstand Kommunikation: Eine runde und gelungene Veranstaltung vor eindrucksvoller Kulisse. Das Renault Race Festival veranschaulicht die jahrzehntelange Geschichte von Renault MotorSport und kommt bei den Zuschauern hervorragend an.

Rap-Star Smudo: Eine tolles Feld mit einem breiten Spektrum und eine schöne Eröffnung des 24h-Rennens. Außerdem freut es mich, dass Renault MotorSport auch unser Bio-Projekt unterstützt.

Rainer Braun, Sport-Moderator, Autor und ehemaliger R5-Pilot: Eine großartige Idee, die Renault MotorSport hier realisiert hat. Da werden Erinnerungen wach!

Gordon Goh, Manager der neun Fahrer zählenden Clio-Delegation aus China: Wir fühlen uns sehr wohl hier, die Stimmung ist toll und das Fahren auf der Nordschleife eine Herausforderung, die allen großen Spaß gemacht hat. Wir denken jetzt schon darüber nach, ob wir bei einer zweiten Auflage des Festivals wieder dabei sein können.



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