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2009-03-31 19:01:59 - ks
VLN & RCN: Pink Power Racing setzt weiter auf Opel

Der Pink Power-Opel Astra von Ludger Henrich und Jürgen Schulten
Vor genau 20 Jahren begann im Schmittener Ortsteil Arnoldshain die Geschichte eines kleinen aber feinen Opel- Tuningbetriebes. Nach anfänglichen Schraubarbeiten an Renn- und Rallyeautos gründete Ludger Henrich 1989 seine eigene Firma. Ähnlich wie bei den großen Opeltunern Irmscher und Kissling sollte jedoch auch eine passende Firmenfarbe gefunden werden. In geselliger Runde wurden kurzerhand die vorhandenen Farbreste zusammen gemischt und das Ergebnis war: Pink.

Damit war die Farbe und auch der Firmenname „geboren“, Pink Power Racing. Im Jahr 1991 stieg der heute 48- Jährige beim damaligen Veedol Langstreckenpokal (VLN) auf der Kombination Nürburgring- Nordschleife und GP- Strecke in den Motorsport ein. Was dann folgte, darf als eindrucksvolle Bilanz bezeichnet werden. Bis heute konnte Henrich mit seinen westfälischen Partnern Jürgen Schulten (Hamminkeln) und Helmut Engelbracht (Rheurdt) 49 Siege in der seriennahen Klasse bis zwei Liter Hubraum holen. Des Weiteren kam Pink Power Racing bei allen 14 Teilnahmen beim 24h- Rennen ins Ziel.

Dazu kommen weitere 47 Klassensiege in der Rundstrecken- Challenge Nürburgring (RCN), die ausschließlich auf der gut 20 Kilometer langen Nordschleife ausgetragen wird. Hier fahren allerdings nur Henrich und Schulten (Gesamtsieger 2007) wegen der kürzeren Renndistanz. Wer angesichts der Erfolge jedoch einen Glaspalast in der Lauterbacher Straße in Arnoldshain erwartet, findet eine übersichtliche Werkstatt im herkömmlichen Stil vor, ausgerüstet mit zwei Hebebühnen. Diverse Ersatzteile liegen gut sortiert vorrätig.

Ludger Henrich legt neben dem sportlichen Ehrgeiz großen Wert auf Qualität. „Ohne meine Mannschaft wären unsere Erfolge undenkbar. Ob Betankung, Formalitäten, Spezialisten für Motor, Getriebe, Fahrwerk, Presse, Verpflegung und Zeitnahme, wir sind gut aufgestellt“, sagt der Junior- Teamchef sichtlich stolz, dessen Vater Theo als Senior mit über 70 Jahren immer noch mit Begeisterung dabei ist. Aufgrund der Belastungen, insbesondere auf der als „grüne Hölle“ bezeichneten Nordschleife, ist Teamleistung auch wichtig. Rund 70 Kurven mit unterschiedlichstem Charakter je Runde über 24, 433 Kilometer ergeben nach neun Rennen über je vier Stunden plus einem 6- Stunden Rennen mehr als 14 000 Kurven im Jahr auf dem Eifelkurs.

Von der Leistungsfähigkeit der Truppe am Fuße des Großen Feldbergs konnten sich in der Vergangenheit auch diverse Gaststarter wie Opelchef Hans Demant, Ex-Opel Sportchef Volker Strycek und Rallyeass Horst Rotter ein positives Bild machen.

Für die anstehende 33. VLN-Saison am kommenden Samstag wird der seriennahe Opel Astra in der Zweiliterwertung eingesetzt werden, der aber als Auslaufmodell gilt. Ab dem Sommersoll ein neuer Corsa OPC (Opel Performance Center) in der Spezialklasse 2 (bis 1600 ccm und Turbo) mit ca. 230 PS, 960 Kilogramm und Sechsgang- Getriebe testweise zum Einsatz kommen für 2010. Aktuell wird ein schneeweißer Astra, ein ehemaliges Rallyeauto, für die am 11. April startende RCN- Saison vorbereitet. Aus diesem Grund konnte die Mannschaft auch nicht an den VLN- Testfahrten am letzten Samstag teilnehmen, die Teile kamen mit Verspätung.

Fast 200 Teams sind in den 33 Hubraumkassen für die anstehende VLN eingeschrieben. Insgesamt sind 28 Automobilhersteller vertreten. Gesamtsieger ist das Team, das in der teilnehmerstärksten Klasse die besten Ergebnisse erzielt. Ein gerechteres System existiert wohl nicht. Auch auf das Thema Sicherheit wird in der VLN großen Wert gelegt. Neben flächendeckenden Dreifach- Leitplanken auf der Nordschleife, ist das HANS (Head an Nacked System), was bei einem Unfall mögliche Hals- und Kopfverletzungen minimieren bzw. verhindern soll soll, ab sofort Pflicht.

Neben dem 50. Klassensieg will Pink Power Racing auch weiterhin der Nordschleife und somit dem Nürburgring treu bleiben.



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