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24h: Die erste Hürde hat Jan Ullrich gemeistert

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Jan Ullrich (Mitte) drehte rund 200 Runden in Mendig |
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Ehe Jan Ullrich Samstag auf dem 2,5 Kilometer langen Flugplatzkurs in Mendig in der Eifel richtig Gas geben durften, musste er am Freitagabend erst ein paar Stunden Theorie über uns ergehen lassen. Beiträge mit Themen wie Einführung in die Fahrphysik, Fahrtechnik, Flaggenkunde und Streckenführung standen auf dem Programm, aber auch über die Strukturen der nationalen und internationalen Motorsportbehörden wurden mit ihm noch 18 andere Lizenzanwärter unterrichtet. Das Thema Fitness und Ernährung war für den Wahlschweizer dann natürlich wieder nichts neues, aber wie sich der Automobilsport mit der Umwelt verträgt, war auch für ihn eine recht interessante Erfahrung. „Der Blutdruck war geringfügig zu hoch, aber das war vermutlich durch die Vorfreude auf das Gasgeben am nächsten Tag", diagnostizierte Dr. Hermann, der aber sonst zufrieden mit seinem prominenten Klienten war.
Nach etwa 200 Runden auf der 2,5 Kilometer langen Piste gaben dann am Samstag rechtzeitig gegen Mittag die Bremsen am Jeep von Jan Ullrich den Geist auf und auch die Reifen waren ziemlich am Ende. Aber die drei Instruktoren haben ihm schon nach wenigen Runden auch auf vier Rädern ein Talent bescheinigt. Okay, wie man auf der Ideallinie fährt, weiß er seit beinahe drei Jahrzehnten vom Radsport, und ein Gefühl für die Geschwindigkeit hat er als Radprofi natürlich auch. Aber er hat sich darüber hinaus mit viel Ergeiz an die optimalen Brems- oder Ein- und Auslenkpunkte herangetastet und ist von Runde zu Runde auch mit dem schweren Jeep schneller geworden. Zugegeben, seine Kollegen hat er an diesem Vormittag schon ein wenig beneidet, weil sie im Gegensatz zu ihm im Audi S3, Porsche 996, Alfa Romeo oder Mini Cooper S mit wesentlich weniger Kraftaufwand um die Ecken fahren konnten.
Am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag ging es mit den theoretischen Schulungen weiter und nach einer ausführlichen Wiederholung stand dann der schriftliche Abschlusstest auf dem Programm. „Anscheinend waren wir eine recht gute Truppe, denn keiner der Teilnehmer musste in die mündliche Prüfung", hat sich Jan Ullrich zusammen mit seinen Kollegen über die Urkunde gefreut, die gleichzeitig die nationale A-Lizenz des DMSB bedeutet. Um beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im BMW 335d GTR im Team DOC TOM AND FRIENDS zusammen mit seinen Kollegen Mike Kluge, Harald Becker und Initiator Dr. Thomas Stoltz starten zu dürfen, muss er allerdings noch ein drei weitere Hürden meistern.
„Es war ein schönes Wochenende und ich hatte mit allen anderen Lehrgangsteilnehmern neben einem vollen Programm in Theorie und Praxis auch viel Spaß. Die Instruktoren der Rennfahrschule Münster haben unter der Leitung von Rudi Gülker einen tollen Job gemacht", resümierte Jan Ullrich.
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