Im Vorjahr feierten die Kleinwächters mit dem Subaru eine Gesamtsieg.
In gewisser Weise ist der Rallyesport mit dem Lottospiel vergleichbar. Das nötige Quäntchen Glück trägt zum Erfolg mit bei und der hat bekanntlich viele Väter, auch bei der 13. Auflage der ADAC Taunus Rallye, was keineswegs eine Unglückszahl bedeutet.
Über Erfolg oder Misserfolg entscheiden die drei „M“, Mensch, Material und Meteorologie, also das Wetter. Letzteres war auch bei der Taunus Rallye in der Vergangenheit der größte Unsicherheitsfaktor. Schnee, Eis oder Regen forderte den jeweils rund 100 Teams alles ab. Insbesondere bei der möglichst optimalen Reifenwahl kamen die Akteure oft in ins Grübeln. Im Gegensatz zur Rundstrecke darf bei der Taunus Rallye nach dem Start nicht etwa von Trockenreifen auf Nassreifen gewechselt werden. Nach dem Regelwerk der Rallye 200 dürfen maximal zwei Ersatzreifen im Schadenfall gewechselt werden.
Doch auch bei trockenen Bedingungen waren die drei verschiedenen Wertungsprüfungen (WP) auf Bestzeit bisher sehr anspruchsvoll. Kernstück der Taunus Rallye wird erneut ein Rundkurs am Flugplatz sein, der im zweiten Durchgang unter Flutlicht gefahren wird. Verpflegung, Radio, Fernsehen und Streckensprecher sind ebenso wieder selbstverständlich. Wie im Vorjahr stehen zwei weitere Sprintprüfungen auf dem Programm.
In 2008 bewies Routinier Thomas Kleinwächter einmal mehr seine Extraklasse: Auf der anspruchsvollen, in der Dunkelheit ausgetragenen letzten Prüfung drehte Kleinwächter den Spieß um und bewies, dass man auch mit einem zehn Jahre alten und seriennahen Subaru gegen moderne Mitsubishis bestehen kann: 23 Sekunden verlor Ronny Amm, Rainer Noller sogar 32.
Doch die Lancer-Fraktion hofft auf eine Revanche in 2009. Neben Amm und Noller vor allem Rudi Hachenberg, der mit einem bei De Fries Motorsport geliehenen Mitsubishi ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitsprechen will. Bei trockenen Verhältnissen zählt Opel-Pilot Marco Koch ebenfalls zu den ganz heißen Eisen. Allerdings hat auch Kleinwächter aufgerüstet: Sein Ford Sierra ist zwar noch älter als der Subaru im Vorjahr, aber dafür nicht mehr ganz so seriennah.
Vor dem Bestzeitenfeld findet die zweite Gleichmäßigkeits-Rallye statt. Mit einer vorgegebenen Sollzeit besteht hier auch für Neueinsteiger eine relativ günstige Möglichkeit für den Einstieg in den Rallyesport. Die Autos müssen aber mit einem Überrollkäfig und Feuerlöscher ausgerüstet sein. Anstatt der ansonsten vorgeschriebenen Fahrerkleidung besteht lediglich Helmpflicht.
Auszug aus vorläufiger Teilnehmerliste:
1 Thomas Kleinwächter/Andrea Kleinwächter (Ford Sierra Cosworth)
15 Rudi Hachenberg/Tanja Neidhöfer (Mitsubishi Lancer)
5 Marco Koch/Stefan Assmann (Opel Kadett C)
2 Ronny Amm/Marc Sagrauske (Mitsubishi Lancer)
3 Rainer Noller/Uwe Walz (Mitsubishi Lancer)
4 Frank Färber/Carmen Freiberger (Mitsubishi Lancer)
14 Daniel Rexhausen/Stefan Clemens (Mitsubishi Lancer)
7 Udo Schiffmann/Sandro Mateika (BMW M3)