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2009-01-17 18:49:33 - ks
Dakar: Volkswagen feiert ersten Diesel-Triumph der „Dakar“ mit Doppelsieg

Doppelsieg für Volkswagen bei der Rallye Dakar
„Das Auto“ gewinnt „das Rennen“

Erst wenn es die härteste Motorsportprüfung mit Bravour bestanden hat, erst wenn es zehn von 13 möglichen Etappen gewonnen hat und erst wenn es dabei Millionen von Menschen entlang der Rallye-Route begeistert – dann ist es auch „Das Auto“.
Volkswagen hat mit dem Race Touareg die Rallye Dakar 2009 in Argentinien und Chile gewonnen und dabei Motorsportgeschichte geschrieben. Mit dem Erfolg des südafrikanisch-deutschen Duos Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz siegte bei der Premiere des legendären Wüsten-Klassikers in Südamerika erstmals in der 30-jährigen Geschichte der "Dakar" ein Fahrzeug in der Automobil-Wertung mit Diesel-Antrieb. Ihre Volkswagen Teamkollegen Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) komplettierten den Erfolg als Zweite zum Doppelsieg.

Bei der extremen Härteprüfung für Mensch und Material erwies sich der Volkswagen Race Touareg mit seinem innovativen, 280 PS starken TDI-Antrieb als das schnellste und zuverlässigste Auto. Denn auch das Starterfeld war mit 14 Spitzenautos mit Dieselantrieb hochwertiger denn je. Dabei bezwang Volkswagen die seit 2001 ungeschlagenen "Dakar"-Seriensieger Mitsubishi ebenso wie das X-raid-BMW-Team. Neben de Villiers/von Zitzewitz und Miller/Pitchford an der Spitze beendete das deutsche Duo Dieter Depping/Timo Gottschalk in einem weiteren Race Touareg die Rallye Dakar auf dem sechsten Gesamtrang. Carlos Sainz/Michel Périn (E/F), die an acht Tagen das Klassement der 168 gestarteten Autos angeführt hatten, schieden in einem weiteren der Red Bull-blauen Race Touareg nach einem Unfall auf der zwölften Etappe in Führung liegend aus.

Der 36-jährige Giniel de Villiers aus Stellenbosch hatte bereits 2006 im Race Touareg den zweiten Platz bei der "Dakar" erzielt. 2003 bestritt der ehemalige Tourenwagen-Meister Südafrikas seine erste Rallye Dakar, seit 2006 wird er von Dirk von Zitzewitz navigiert. Der 40-Jährige aus Karlshof, 15-maliger Deutscher Enduro-Meister, bestritt seine erste "Dakar" auf zwei Rädern, wechselte 2002 als Copilot ins Cockpit, übrigens an die Seite von Mark Miller, und bildete mit Robby Gordon (2005) auch bei Volkswagen ein Team. Seit 2007 zeigt Dirk von Zitzewitz Giniel de Villiers den richtigen Weg. Der 46-jährige Mark Miller aus Phoenix/Arizona fuhr 2002 seine erste "Dakar" und ist seit 2005 Volkswagen Werksfahrer, seit 2006 sitzt Ralph Pitchford aus Pretoria auf seinem Beifahrersitz.

"Das Auto" setzt sich bei der "Dakar" von Beginn an durch

Von Beginn der Rallye an erreichten Besatzungen eines Race Touareg Tagesbestzeiten. Insgesamt zehn von 13 möglichen Etappensiegen gingen bei der "Dakar" an Volkswagen, an zwölf der 14 Rallyetagen lag einer der Marathon-Rallye-Prototypen aus Wolfsburg in Führung. Allein sechs Teilstücke entschied das Duo Carlos Sainz/Michel Périn für sich, vier Tageserfolge steuerten de Villiers/von Zitzewitz zu der Erfolgsbilanz des Race Touareg bei. In nur fünf Einsätzen bei dem Marathon-Klassiker hat der Prototyp seit 2004 31 Etappensiege erzielt, die "Dakar"-Bilanz für Volkswagen beläuft sich seit 1980 auf 38 Tagessiege. Dabei bewiesen die vier angetretenen Volkswagen Duos hohe Leistungsdichte: Auf den 14 Etappen – eine wurde vom Veranstalter A.S.O. abgesagt – belegten die Volkswagen Piloten 24 von 39 möglichen Top-Drei-Platzierungen in der Tageswertung. Jedes der Gespanne trug sich mindestens drei Mal in den Tageswertungen auf den ersten drei Plätzen ein.

Race Touareg fügt der Erfolgsgeschichte von TDI-Power ein Kapitel hinzu

Für den Volkswagen Konzern bildete der "Dakar"-Sieg des Race Touareg zusätzlich die Fortsetzung einer TDI-Erfolgsstory. Die zukunftsweisende Direkteinspritzungstechnologie siegte im Motorsport nun überall dort, wo sie eingesetzt wird: Neben dem Erfolg des Race Touareg bei der Rallye Dakar feierte Audi mit dem R10 TDI im Juni 2008 den dritten Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans in Folge und später den Titelgewinn in der europäischen Le-Mans-Serie sowie in der American Le Mans-Serie, während SEAT 2008 erstmals mit dem Léon TDI den Titel in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft holte.

"Das Auto" begeistert Zuschauer entlang härtester "Dakar"-Route

Die Premiere der Rallye Dakar in Südamerika bildete die bislang härteste Auflage des Offroad-Klassikers und eine völlig neuartige Abwechslung. Neben schnellen Schotterprüfungen – die erste Etappe wurde in einem Durchschnitt von 143 km/h absolviert – und langgezogenen Dünenfeldern mit weichem Sand standen auch Trial-artige Teilstücke über Geröll, die zweimalige Passage über die Anden mit Höhen von bis zu 4.700 Meter über Normalnull sowie Abschnitte mit hohem Kamelgras auf der Agenda der "Dakar". Im Unterschied zu früheren Ausgaben verlangte die Rallye den Teilnehmern regelmäßig mit täglich mehrfach wechselndem Terrain höchste Anpassungsfähigkeit ab.

Für die Strapazen langer Rallyetage wurden die Fahrer und Beifahrer mit Ankunft im Biwak und in den Etappenzielorten emotional entlohnt: Mehrere Millionen begeisterte Zuschauer, davon allein 500.000 beim zeremoniellen Start in Buenos Aires am 2. Januar, säumten die Rallyeroute und bereiteten den insgesamt 530 gestarteten Marathon-Rallye-Teams auf Motorrädern und Quads sowie mit Autos und Trucks täglich einen enthusiastischen Empfang.

Zweiter "Dakar"-Erfolg von Volkswagen nach 1980

Bereits 1980 hat Volkswagen beim ersten und für lange Zeit einzigen Einsatz die Rallye Dakar gewonnen. Freddy Kottulinsky und Beifahrer Gerhard Löffelmann gewannen vor knapp drei Jahrzehnten die zweite Ausgabe der Rallye durch Afrika am Steuer eines fast serienmäßigen Volkswagen Iltis, gefolgt von ihren französischen Teamkollegen Patrick Zaniroli/Philippe Colesse – auch damals gab es also einen Volkswagen Doppelsieg. Zwei weitere Iltis erreichten das Ziel auf den Plätzen vier und neun. 2003 kehrte Volkswagen mit bahnbrechender TDI-Technologie in den Marathon-Rallyesport zurück, setzte 2004 die erste Generation des Race Touareg ein und gewann die FIA-Marathon-Rallye-Weltcup-Titel in den Jahren 2005 und 2007. Der Doppelsieg bei der Rallye Dakar 2009 ist der größte Einzelerfolg des Race Touareg.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Wir haben es geschafft: Wir wollten als erster Automobil-Hersteller die Rallye Dakar mit Diesel-Antrieb gewinnen. Das ist uns jetzt gelungen, sogar mit einem Doppelsieg. Auf diesen historischen Triumph kann Volkswagen wirklich stolz sein. Wir haben ‚Das Auto', wir haben ‚Das Team', und zusammen haben wir ‚Das Rennen' gewonnen. Einen Doppelsieg bei dieser extrem harten Rallye zu feiern, ist eine große Leistung. Wir haben nicht nur unsere starken Gegner Mitsubishi und X-raid-BMW geschlagen, sondern auch die Rallye Dakar selbst bezwungen. Sie war herausfordernder, anspruchsvoller und materialmordender als je zuvor. Aber Volkswagen war härter, zuverlässiger: Drei von vier Autos haben das Ziel erreicht, dazu ist kein Race Touareg wegen eines technischen Problems ausgeschieden. Meine Glückwünsche und mein Dank gelten dem gesamten Team und unseren erfolgreichen Fahrern und Beifahrern."

#305 – Giniel de Villiers (ZA), 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
"Ich bin so glücklich, diesen Erfolg für Volkswagen erreicht zu haben. Dieser Sieg ist mehr wert als alle Titel, die ich im Tourenwagen-Rennsport erreicht habe. Der entscheidende Tag war die zwölfte Etappe. Zuvor noch dachte ich, wir würden Dritte werden. Mir ging immer wieder durch den Kopf, wie unser Konkurrent Stéphane Peterhansel die Rallye mit riesigem Vorsprung einen Tag vor Zielankunft im Jahr 2003 doch noch verloren hat. Und so führten auch wir die Rallye nach der zwölften Etappe erneut an. Der Race Touareg lief absolut perfekt, und das bei einer so harten Ausgabe der Rallye Dakar. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Danke dafür an alle bei Volkswagen. Auch wenn ich nun genau jene ‚Dakar' gewonnen habe, die nicht in meiner afrikanischen Heimat ausgetragen worden ist: Es war eine absolut echte Rallye Dakar, und es war die härteste Ausgabe, die ich je bestritten habe."

#305 – Dirk von Zitzewitz (D), Co-Pilot
"Bei mir herrscht das Gefühl einer wahnsinnigen Freude und Erleichterung. Bis zum Ende lastete enormer Druck auf uns, und ich habe erst an den Erfolg geglaubt, als wir die letzte Prüfung hinter uns hatten. Zu oft habe ich im Motorsport schon Enttäuschungen erlebt. Dieses Ergebnis mit Volkswagen ist einfach genial und toll! Als wir die unglaublich harte zwölfte Etappe hinter uns hatten, sagte mir mein Gefühl, dass wir es schaffen können. Wenn nicht jetzt, wann dann? Und es hat funktioniert. Es ist der größte Erfolg in meiner Karriere auf zwei und auf vier Rädern – einfach traumhaft."

#308 – Mark Miller (USA), 6. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
"Das ist ein großartiges Ergebnis für Volkswagen nach einer schwierigen Rallye. Es ist schön, zum Doppelsieg der Marke beigetragen zu haben. Den Vergleich mit den Ausgaben in Afrika muss die Rallye wahrlich nicht scheuen – sie war extrem hart. Ich habe die Prüfung von Fiambalá nach Rioja als die schwierigste Etappe empfunden, die ich je bestritten habe. Das war eine Ausgabe der Rallye, die ich garantiert nie vergessen werde. Das Volkswagen Team und der Volkswagen Race Touareg haben uns auf diesem langen Weg nie im Stich gelassen."

#308 – Ralph Pitchford (ZA), Co-Pilot
"Glückwunsch an Volkswagen zu dem grandiosen Ergebnis. Eine großartige Rallye, die sehr viel Spaß gemacht hat und für Fahrer und Beifahrer sehr, sehr anspruchsvoll gewesen ist. Diese Rallye wird alleine schon deshalb unvergessen bleiben, weil dabei für Mark und mich das beste persönliche Ergebnis bei dieser Rallye herausgesprungen ist. Das Auto war hervorragend und wir haben es in einem Stück ins Ziel gebracht."

#301 – Carlos Sainz (E)
"Wir haben bei der Rallye Dakar lange das Tempo bestimmt und sie auch lange angeführt. Umso bitterer war für meinen Beifahrer Michel Périn und mich, dass wir nach einem Unfall auf der zwölften Etappe vorzeitig aufgeben mussten. Man darf die Rallye Dakar niemals unterschätzen und muss sie erst bezwingen, um siegen zu können. Ich gratuliere meinen Teamkollegen Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz zum ‚Dakar'-Sieg. Sie haben diese harte Rallye zu Recht gewonnen."

#301 – Michel Périn (F), Co-Pilot
"Glückwunsch an Volkswagen, an Giniel und Dirk – ein fantastisches Ergebnis für die Marke, zu dem wir auch gerne beigetragen hätten. Leider ist uns das nicht gelungen, obwohl wir bis kurz vor Ende der Rallye beste Aussichten hatten. Aber so ist die ‚Dakar'."

#307 – Dieter Depping (D), 13. Platz Tages- / 6. Platz Gesamt-Wertung
"Ein super Erfolg für Volkswagen, und ich bin stolz, Teil dieses Teams zu sein. Was TDI-Diesel-Power leisten kann, habe ich mehrfach während der Rallye selbst erfahren, als ich mit dem Race Touareg unüberwindbar scheinende Dünen doch überwunden habe. Die Rallye Dakar bot für mich und meinen Beifahrer Timo Gottschalk sowohl Höhen als auch Tiefen. Wir haben mit guten Etappenergebnissen, aber auch mit guten Zwischenzeiten gezeigt, dass wir mit den Großen des Marathon-Rallye-Sports mithalten und sie schlagen können. Meinen Mechanikern, die uns trotz zusätzlicher Nachtschichten immer ein optimales Auto vorbereitet und uns ebenso wie das übrige Team wirklich einen gigantischen Rückhalt geboten haben, gilt mein besonderer Dank. Ihnen hätte ich gerne ein noch besseres Ergebnis geschenkt. Wir haben uns trotz mehrerer Rückschläge durchgebissen und Rang sechs ist am Ende ein gutes Ergebnis."

#307 – Timo Gottschalk (D), Co-Pilot
"Die Rallye Dakar hat mit Argentinien und Chile ein neues Zuhause gefunden. Die Wertungsprüfungen waren härter und abwechslungsreicher als je zuvor. Eine der neuen Herausforderungen ist der permanente Wechsel des Terrains, der von Fahrer und Beifahrer viel Anpassungsfähigkeit verlangt. Dazu bildete das motorsportbegeisterte Publikum uns Teilnehmern entlang der Etappen täglich einen begeisternden Empfang. Eine tolle Premiere der ‚Dakar' in Südamerika, bei der Dieter Depping und ich allerdings auch Rückschläge verdauen mussten. Aber das gehört dazu. Das Volkswagen Team hat eine eindrucksvolle Leistung vollbracht und sich den Doppelsieg redlich verdient."

Endstand nach Etappe 14, Córdoba (RA) – Buenos Aires (RA); 227/792 km WP 14/Gesamt*

Pos.; Team; Fahrzeug; Etappe 14; Gesamtzeit
1. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 2; 1:35.43 Std. (1.); 48:10.57 Std.
2. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 2; 1:42.22 Std. (6.) + 8.59 Min.
3. Robby Gordon/Andy Grider (USA/USA); Hummer; 1:54.45 Std. (23.) + 1:46.15 Std.
4. Ivar Tollefsen/Quin Evans (N/GB); Nissan Navara; 1:45.16 Std. (10.) + 6:04.34 Std.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); Nissan Navara; 1:36.00 Std. (3.) + 6:37.49 Std.
6. Dieter Depping/Timo Gottschalk (D/D); Volkswagen Race Touareg 2; 1:50.17 Std. (13.) + 8:43.29 Std.
7. Miroslav Zapletal/Tomas Ourednicek (CZ/CZ); Mitsubishi L200; 1:46.25 Std. (12.) + 11:03.08 Std.
8. Leonid Novitskiy/Oleg Tyupenkin (RUS/RUS); BMW X3; 1:35.45 Std. (2.) + 13:15.13 Std.
9. Guerlain Chicherit/Matthieu Baumel (F/F); BMW X3; 1:36.33 Std. (5.) + 14:49.49 Std.
10. Nani Roma/Lucas Cruz Senra (E/E); Mitsubishi Racing Lancer; 1:36.21 Std. (4.) + 17:27.46 Std.

*vorbehaltlich der zeremoniellen Zielankunft am 18. Januar und der Technischen Abnahme



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