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2009-01-04 12:42:13 - ks
Dakar: Volkswagen nach gutem Start auf den Plätzen zwei bis vier

Das Volkswagen-Team startete gut in die Dakar-Rallye
Guter Auftakt für Volkswagen bei der Rallye Dakar: Nach der ersten Etappe belegen die Race Touareg die Plätze zwei bis vier.

Carlos Sainz/Michel Périn (E/F) erreichten beim Debüt des legendären Motorsport-Marathons in Südamerika am ersten Tag die zweite Position hinter Nasser Al-Attiyah/Tina Thörner (Q/S) im BMW. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) folgen in einem weiteren Volkswagen mit 23 Sekunden Abstand zu Sainz als Dritte. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) komplettieren als Vierte die gute Mannschaftsleistung von Volkswagen auf der Prüfung von Buenos Aires nach Santa Rosa in Argentinien.

Auf der mit 733 Kilometern längsten "Dakar"-Auftaktprüfung in der jüngeren Geschichte der Veranstaltung behaupteten sich Dieter Depping/Timo Gottschalk (D/D) bis zur dritten Zeitkontrolle noch vor ihren drei Teamkollegen, doch auf dem Schlussabschnitt fielen sie zurück. Auf der Prüfung, auf der sich schnelle Geradeauspassagen auf Wirtschaftswegen mit 90-Grad-Kehren abwechselten, trat ein technisches Problem auf. Das deutsche Duo verlor damit insgesamt eine Stunde Zeit.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Das war ein gelungener Auftakt in die Rallye Dakar, sowohl, was die Rallye selbst angeht als auch für Volkswagen. Die Begeisterung der Zuschauer ist wirklich großartig, sie stehen entlang der Route und feiern die Teilnehmer. Umso zufriedener bin ich, dass Volkswagen fast perfekt in die Dakar gestartet ist. Rang zwei, drei und vier sind ein gutes und geschlossenes Mannschaftsergebnis. Nur ein kleines elektrisches Problem mit großer Wirkung hat Dieter Depping viel Zeit gekostet. Es sind gerade einmal fünf Prozent der Gesamtdistanz absolviert. Ich bin optimistisch, dass alle unsere Teams bis zum Ende der Rallye eine gute Rolle spielen werden."

#301 – Carlos Sainz (E), 2. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
"Die erste Etappe begann für uns sehr gut. Wir haben einen guten Rhythmus für diese wirklich extrem schnelle Prüfung gefunden. Nach 115 Kilometern sind wir allerdings auf den vor uns fahrenden Stéphane Peterhansel im Mitsubishi aufgelaufen. Durch die große Staubentwicklung war es nicht möglich, sicher zu überholen. Wir sind deshalb nur sehr wenig Risiko eingegangen und blieben den Rest der Prüfung hinter Stéphane."

#305 – Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
"Heute ging es darum, so wenig Risiko wie möglich einzugehen. Mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand zur Spitze sind wir in Schlagdistanz zur Spitze geblieben, ohne dabei zu viel zu wollen. Genau das war unser Ziel. Die Etappe war wirklich schnell und im Staub mussten wir viele Motorräder überholen. Wie schnell dabei etwas passieren kann, haben wir in einer gefährlichen Situation gemerkt, als ein Motorradfahrer direkt vor uns stürzte. Glücklicherweise konnten wir rechtzeitig stoppen."

#307 – Dieter Depping (D), 80. Platz Tages- / 80. Platz Gesamt-Wertung
"Der Auftakt in die erste Wertungsprüfung verlief positiv. Wir haben schnell unser Tempo gefunden und konnten es auch halten. Ich habe mich im Race Touareg einmal mehr sehr wohl gefühlt. Doch 80 Kilometer vor dem Ziel bekamen wir ein technisches, offenbar elektrisches Problem. Die Motordrehzahl überschritt 2.000 Umdrehungen nicht mehr und so haben wir eine Stunde eingebüßt. Auch, weil wir versucht haben, das Problem mit Bordmitteln zu reparieren und damit zusätzliche Zeit gebraucht haben. Doch noch ist nichts verloren. Die Rallye Dakar hat noch viele Herausforderungen für uns und unsere Konkurrenten."

#308 – Mark Miller (USA), 4. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
"Das war eine der schnellsten Auftaktprüfungen zu einer Rallye, die ich je gefahren bin. Auf der einen Seite war sie nicht allzu anspruchsvoll, auf der anderen Seite mussten wir beim Überholen große Rücksicht auf Motorradfahrer nehmen. Schon früh nach Beginn der Prüfung sind wir auf sie aufgelaufen und im Staub war es schwierig, einen sicheren Weg an ihnen vorbei zu finden. Alles in allem aber ein gelungener Auftakt zur ‚Dakar‘."


Aus dem Volkswagen Biwak

- Organisatorische Herausforderung "Dakar" – 25.000 Sicherheitsleute im Einsatz: Andere Länder, andere Sitten: Die Rallye Dakar trifft bei ihrer Premiere in Argentinien und Chile auf neue Herausforderungen. Etwa 7.000 verschiedene Grundbesitze kreuzt die Rallye-Route auf ihrem Weg vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean und zurück. Für den Organisator A.S.O. bedeutet das einen hohen logistischen Aufwand. Neben dem Einholen der einzelnen Durchfahrtsgenehmigungen im Vorfeld sorgten allein 150 Personen auf der ersten Etappe von Buenos Aires nach Santa Rosa durch rechtzeitiges Öffnen und anschließendes Verschließen der Viehgatter für freie Fahrt der Rallye-Fahrzeuge. Entlang der knapp 9.600 Kilometer langen "Dakar" durch Südamerika stehen etwa 25.000 Sicherheitsleute bereit, um die Route zu sichern.

- Änderung der dritten Tagesroute nach starken Regenfällen: Mehr Kürze, die gleiche Würze – die dritte Tagesroute der Rallye Dakar von Puerto Madryn nach Jacobacci wurde vom Organisator A.S.O. bereits im Vorfeld geändert. Starke Regenfälle in den vergangenen Wochen hatten die Passage einiger Streckenabschnitte durch zu starken Schlamm unmöglich gemacht. Die Volkswagen Piloten und ihre Konkurrenten erwarten nun auf der dritten Wertungsprüfung 551 statt der 616 geplanten Kilometer auf Zeit.


Stand nach Etappe 01, Buenos Aires (RA) – Santa Rosa (RA); 371/733 km WP 1/Gesamt

Pos.; Team; Fahrzeug; Etappe 1; Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Tina Thörner (Q/S); BMW X3; 2:36.15 Std. (1.); 2:36.15 Std.
2. Carlos Sainz/Michel Périn (E/F); Volkswagen Race Touareg 2; 2:38.32 Std. (2.) + 2.17 Min.
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 2; 2:38.55 Std. (3.) + 2.40 Min.
4. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 2; 2:40.36 Std. (4.) + 4.21 Min.
5. Luc Alphand/Gilles Picard (F/F); Mitsubishi Racing Lancer; 2:40.59 Std. (5.) + 4.44 Min.
6. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); Mitsubishi Racing Lancer; 2:41.09 Std. (6.) + 4.54 Min.
7. Orlando Terranova/Alain Guehennec (RA/F); BMW X3; 2:41.24 Std. (7.) + 5.09 Min.
8. Nani Roma/Lucas Cruz Senra (E/E); Mitsubishi Racing Lancer; 2:41.26 Std. (8.) + 5.11 Min.
9. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); Nissan Navara; 2:43.59 Std. (9.) + 7.44 Min.
10. Peter van Merksteijn/Eddy Chevaillier (NL/B); BMW X3; 2:46.54 Std. (10.) + 10.39 Min.

80. Dieter Depping/Timo Gottschalk (D/D); Volkswagen Race Touareg 2; 3:36.46 Std. (80.) + 1:00.31 Std.


Und so geht's weiter …

Sonntag, 04. Januar: 02. Etappe, Santa Rosa (RA) – Puerto Madryn (RA). Die längste Etappe der Rallye bedeutet nicht unbedingt, dass es gleichzeitig die fahrerisch anspruchsvollste ist. Dennoch: Nach einem schnellen Beginn erwartet die Teilnehmer auf diesem Teilstück ein erster Vorgeschmack auf Sand. Auf den Off-Road-Passagen ist für die Beifahrer volle Konzentration gefragt, um hier nicht wertvolle Zeit einzubüßen.


Die Rallye Dakar im TV

04. Januar
08:30 – 09:15 Uhr Eurosport Highlights (Wiederholung)
18:45 – 19:05 Uhr RTL RTL aktuell
19:15 – 19:30 Uhr Eurosport Zieleinlauf live
23:00 – 23:45 Uhr Eurosport Highlights live
00:00 – 00:30 Uhr RTL Nachtjournal
00:45 – 01:30 Uhr Eurosport Highlights (Wiederholung)

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