Sascha Gies gehört im Honda Civic zu den Titelkandidaten
Sieben Piloten können noch Meister werden
Für die BMW Driving Experience Challenge war 2008 eines der besten Jahre in ihrer über 50jährigen Geschichte: Durchschnittlich 159 Fahrzeuge starteten bei den bisherigen sieben Saisonläufen. Und beim großen Finale des Motor-Sport-Club Bork e. V. im ADAC wird der Schnitt sicherlich weiter steigern: Annähernd 200 Teams aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland werden erwartet.
Denn erstmals seit dem Event im Rahmen der ADAC 24 Stunden 1995 wird ein Challenge-Lauf auf dem kompletten Nürburgring ausgetragen. „Inklusive der Mercedes-Arena ist eine Runde 25,941 Kilometer lang, das bedeutet noch mehr Fahrspaß in Deutschlands ältester Breitensport-Serie“, sagt Rennleiter Karl-Heinz Breidbach.
Während sich beim vorletzten Challenge-Lauf vorzeitig Tjark Schäfer (Alpenrod) den Titel in der RCN-Junior-Trophy und Holger Träger/Karl-Heinz Zammert (Bochum/Düsseldorf) zum zweiten Mal die Meisterschaft in der Michaela-Lochmann-Trophy (MLT) sicherten, können noch sieben Fahrer RCN-Champion 2008 werden.
Gesucht wird die richtige Zusatzzahl zu den bisherigen „Sechs Richtigen“: Denn von den acht Meisterschaftsläufen in dieser Saison werden die besten sieben gewertet. Und sieben der bisherigen 535 Pilotinnen und Piloten konnten sechs Mal kräftig ihr Punktekonto aufstocken, so dass sie bis zum letzten Meter im Titelrennen mit von der Partie sind.
Hans-Rolf Salzer aus Alpenrod reist als Tabellenleader zur ADAC Rundstrecken-Challenge „Um die Westfalen-Trophy“. 8,50 Punkte fehlen dem Westerwälder am Steuer des Harosa-BMW M3, um zum zweiten Mal nach 2006 die Nase vorn zu haben. Aufgrund der starterzahlenabhängigen Punktesystems entspräche dieses beispielsweise einem zweiten Platz bei zehn Teilnehmern.
Dichtauf folgen zwei Honda Civic-Piloten, die gerne für den zweiten Titel in Folge für die Japaner sorgen würden: Thomas Krüger (Stolberg) gehörte zu den Frontrunnern in der Gruppe H bis 2000 ccm, der Wallenhorster Sascha Gies dominierte die Gruppe F bis 2000 ccm, wurde aber zuletzt zweiter bei den Specials bis 2000 ccm.
Die viertmeisten Punkte hat Peter Tschirley auf dem Konto. Der dreifache Klassensieger rangiert mit seinem BMW M3 knapp vor Gerhard Diel aus Wermelskirchen. Der noch amtierende MLT-Meister könnte am Steuer des Kissling-Opel Astra GSi als erster Fahrer in der Geschichte im Folgejahr den RCN-Titel holen. Wird der Vollstreckungsbeamte Diel vielleicht zum Vollstrecker? Zumindest noch theoretische Chancen haben der Neuensteiner Bastian Hüttinger mit dem Ford Escort RS 2000 und BMW 318iS-Pilot Bela Molnar aus Markgröningen.
„Auf dieses Saisonfinale freue ich mich ganz besonders“, sagt Serien-Manager Willi Hillebrand. „Wer hat schon durchschnittlich rund 160 Starter und gastiert auf der Nordschleife, in Spa-Francorchamps, bei den ADAC 24 Stunden und auf dem kompletten Nürburgring?“
Der Start zur 12 Runden-Distanz, welches rund 311 Kilometern entspricht, erfolgt am Sonntag, dem 2. November, gegen 10.00 Uhr.
Vorläufiger Zeitplan:
Samstag, 1. November 2008:
15.00 bis 20.00 Uhr: technische Abnahme und Papierabnahme
Sonntag, 2. November 2008:
08.00 bis 09.00 Uhr: technische Abnahme und Papierabnahme
09.15 Uhr: Fahrerbesprechung
10.00 Uhr: Start des ersten Fahrzeuges
12.30 Uhr: Ziel des ersten Fahrzeuges
14.30 Uhr: Aushang der Ergebnisse
16.00 Uhr: Siegerehrung