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2008-10-03 19:23:50 - ks
Eifelrennen: Gesamtsieg für Vater und Sohn Heinrich

Auch nach knapp 30 Jahren ein Siegertyp: Der BMW M1
Der BMW M1 und die Nordschleife: das war schon immer eine Erfolgsgeschichte! Das Highlight war sicherlich der Sieg beim 1000 Kilometer-Rennen 1981 von Hans-Joachim Stuck und Nelson Piquet sr. gegen stärkste Gruppe 5 und 6-Gegner. Unvergessen auch Manfred Winkelhocks Erfolg beim DRM-Lauf im März 1980, als Klaus Ludwig im Zakspeed-Super Capri sowie Stommelen, Wollek und Co. mit ihren Porsche 935 das Nachsehen hatten.

Beim ADAC Eifelrennen fügten Peter und Achim Heinrich ein weiteres M1-Erfolgskapitel hinzu. Das Vater und Sohn-Team lenkte den 470 PS-starken Sportwagen zum Sieg beim 400 Kilometer-Rennen. Der Schweizer Christian Traber sorgte sogar für einen M1-Doppelsieg. Paul Singer und Michael Küke komplettierten im Porsche Carrera RSR das Podium vor 28.000 Zuschauern.

„Für die Nordschleife hatten wir das Fahrzeug etwas höher gelegt, das hat natürlich geholfen“, sagte Peter Heinrich und bestätigte, dass für die Langstreckenmeisterschaft 2009 ein weiterer M1 gebaut wird. Pole-Setter Christopher Stahl schaffte nur eine Runde, dann sorgten Zündaussetzer am Porsche 934 Turbo für das vorzeitige Aus.

Über Gesamtrang vier und Sieg bei den Fahrzeugen bis Baujahr 1971 freute sich Reinhold Gröpper. Der Ford Mustang-Pilot konnte die versammelte Porsche-Armada in Schach halten und hatte am Ende 25,861 Sekunden Vorsprung auf Lutz und Timo Biedermann und zwei weitere 911 ST. Peter Scharmach hatten nach zwei Runden geführt, parkte dann die Chevrolet Corvette aber mit einem technischen Defekt.

Zu den wenigen, denen die sonnendurchflutete und warme Eifel nicht gefiel, gehörte Michele Bigatti. Vor drei Jahren noch lenkte der Italiener die kleine Renault Alpine A110 bei Dauerregen auf den zweiten Gesamtrang. Hinter den beiden M1 und Gröpper rangierte Bigatti teilweise auf Platz vier, doch der Pflichtfahrerwechsel auf seinen Bruder Antonio und dessen langsame Zeiten warf das Duo auf Platz elf zurück. Schnellster 1600er und Gesamt-Neunter wurde somit der Schwede Thomas Henrysson in einem Lotus Elan.

Spektakulär wie einst Hubert Hahne bewegten die Finnen Ilro Mäkinen und Juha Nukkomen ihren BMW 1800ti – mehrfach auch neben der Piste. „Wir sind alleine drei Mal im Brünnchen durchs Kiesbett gerodelt, haben die Leitplanke aber nicht getroffen“, sagten die beiden. Welches wieder einmal bestätigt, dass ein waschechter Finne immer eine Handbreit Schotter unterm Reifen haben muß!

Der Höhepunkt des Wochenendes war aber ohne Zweifel die Rückkehr der Formel 1 auf die Nordschleife. Zwei zügige Demo-Runden hinter einem Gruppe 4-Carrera RSR begeisterten die große Zuschauerkulisse. Die Siege in den beiden Rennen auf dem GP-Kurs zur FIA Historic Formula 1 gingen an Peter Sowerby (Williams FW07C-14) sowie Joaquin Folch (Williams FW 08-05). Mauro Pane war als Tabellenführender angereist, dem die Aufmerksamkeit aber auch aus ganz anderen Gründen sicher war: Er pilotierte mit dem sechsrädrigen Tyrrell P34/5 den einzig jemals erfolgreich im Rennen eingesetzten Formel-1-Sixwheeler. Und mit zwei Erfolgen in der Klasse der Post-1971-Fahrzeuge ohne Ground Effect unterstrich der Italiener nachhaltig seine Titelambitionen.


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