Rallye nat.: Fünfter Gesamtrang für Rudi Hachenberg bei der Saarland-Rallye
Die schwierigen Bedingungen waren genau das Richtige für Rudi Hachenberg
Mit einer überzeugenden Leistung meldete sich Rudi Hachenberg in der Deutschen Rallye-Meisterschaft zurück. Bei der ADAC-Saarland-Rallye lenkte der 23jährige einen Mitsubishi Lancer von Jörg De Fries Motorsport auf den hervorragenden fünften Gesamtrang bei schwierigen Witterungsbedingungen. „Einen Platz unter den Top Ten hatte ich mir erhofft, Rang fünf ist einfach nur Klasse“, freute sich der Wermelskirchener. „Ein großer Dank an die Mannschaft von Jörg De Fries und meine Beifahrerin Tanja Neidhöfer!“
Sintflutartiger Regen hatte die 12 Asphalt-Wertungsprüfungen rund um Dillingen, Merzig und St. Wendel in schmierige Schlammpisten verwandelt. Viele Piloten landeten neben der Piste, auch etliche der vermeintlichen Favoriten. „Ich hatte schnell den richtigen Rhythmus gefunden, obwohl ich zuvor noch nie diesen Mitsubishi pilotiert hatte. Ich war maximal mit zwei Rädern neben der Bahn und hatte am Ende nicht einen Kratzer im Blechkleid!“
Der Pilot des MSC Kempenich kam trotz längerer Wettkampf-Pause zu Beginn dieses Jahres – das Studium genießt derzeit absolute Priorität – gut aus den Startlöchern. Bereits nach der dritten Wertungsprüfung schob sich Hachenberg auf Platz acht vor. „Aufgrund des Wetters war es für mich die schwierigste Rallye, die ich jemals gefahren bin. Vielleicht war ich deshalb so hochkonzentriert“, sagte der Student nach dem Zielrampe. „Mir war klar, dass der kleinste Fehler das Aus bedeuten würde!“
In der Schlussphase konnte das Duo Hachenberg/Neidhöfer sogar den Angriffen des sechsfachen Deutschen Meisters Mattias Kahle und auch von Olaf Dobberkau widerstehen. Beiden Porsche 911 GT3 zeigte der De Fries-Mitsubishi den Auspuff.
„Bei Jörg De Fries würde ich jederzeit wieder ins Volant greifen“, zog der 23jährige ein positives Resümee. „Das Fahrzeug war bestens vorbereitet. Lediglich unser Budget ließ nicht das Reifenmaterial zu, welches die Top Vier zur Verfügung hatten.“
In den nächsten Wochen stehen für Rudi Hachenberg zunächst „Wertungsprüfungen“ an der Universität auf dem Programm. „Vielleicht starte ich auch einmal in der Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring mit meinen eigenen Mitsubishi. Die Nordschleife ist schließlich die einzige Rennstrecke der Welt, die anspruchsvoll wie eine Rallyepiste ist.“