 |
WRC 10: Loeb dominiert Tag 1 beim deutschen WM-Lauf

|
 |
Führt nach Tag 1: Sebastien Loeb |
 |
 |
 |
 |
| Der Franzose Sébastien Loeb drückt der ADAC Rallye Deutschland (14.-17. August) erneut seinen Stempel auf. Schon sechsmal gewann der Citroen-Pilot diese deutsche WM-Runde und bereits am ersten der drei aktuellen Rallye-Tage meldet Loeb eindrucksvoll seinen Sieganspruch an.
Sechs Bestzeiten auf sechs Wertungsprüfungen unterstreichen seine anhaltende Dominanz vor dem Finnen Mikko Hirvonen (Ford) und dem Spanier Dani Sordo (Citroen). Loeb gibt allerdings zu: "Ich fahre absolut am Limit, denn der Druck von Mikko Hirvonen ist enorm hoch." Der in der WM-Wertung führende Hirvonen steckt auch keineswegs auf: "Wenn Sébastien nur einen kleinen Fehler macht, bin ich dran."
Nach dem Unfall des Ford-Piloten Gigi Galli musste die Prüfung Grafschaft Veldenz (WP5) abgebrochen werden. Beide Fahrer wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht – eine Vorsichtsmassnahme. Das Starterfeld der ursprünglich 81 Teams fuhr direkt weiter zur Prüfung Moselland (WP6), die allerdings nach nur zwei Startern aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden musste. Zu viele Zuschauer an gefährlichen Streckenabschnitten erlaubten keinen sicheren Ablauf mehr, so dass der ADAC diese Bestzeitetappe verantwortungsbewusst absagte. „Dann müsste man in Monte Carlo jede Prüfung absagen, hier standen doch alle sicher“, sagte ein Augenzeuge über die Geschehnisse bei Posten 320.
Wie die meisten Fahrer signalisierte auch Ex-Weltmeister Petter Solberg Zustimmung: "Wir akzeptieren diese Entscheidung. Es sind unglaublich viele Zuschauer hier – wie in Finnland." Bereits am Donnerstag und Freitag sprengte der Publikumsandrang mit über 90.000 Zuschauern bisherige Dimensionen. "Wir verzeichnen diesmal über 40 Prozent mehr Zuschauer als im Vorjahr", konstatiert Rallye-Leiter Armin Kohl.
Jacek Bartosz, der für die FIA mit dem Helikopter kurz vor einem Start die Zuschauerzonen auf den Prüfungen kontrolliert, hatte zu einer Absage von WP 6 nach drei gestarteten Fahrzeugen geraten. "Er hat uns eine dringende Empfehlung gegeben, die Prüfung abzubrechen", erklärte der stellvertrende Rallyeleiter Henning Wünsch. "Obwohl ich der Meinung bin, daß die Stelle und die Situation zu lösen gewesen wäre."
Vor allem der Anteil der ausländischen Fans ist noch größer geworden, die deutsche Fraktion ist von 35 Prozent in den Vorjahren auf geschätzt unter 25 % zurückgegangen. Französische, belgische, luxemburgische, tschechische, niederländische und deutsche Leihwagenkennzeichen mit Skandinaviern besetzt dominieren derzeit rund um Trier.
Resultat 1. Tag (nach 6 von 19 Prüfungen):
1. Sébastien Loeb, F, Citroen C4 WRC 1:00.22,5 Std.
2. Mikko Hirvonen, FIN, Ford Focus RS WRC08 + 0.19,9 Min.
3. Dani Sordo, E, Citroen C4 WRC + 0.25,6 Min.
4. Francois Duval, B, Ford Focus RS WRC07 + 0.38,7 Min.
5. Jari-Matti Latvala, FIN, Ford Focus RS WRC08 + 0:55,7 Min.
6. Petter Solberg, N, Subaru Impreza WRC2008 + 1:03,9 Min.
…
22. Aaron Burkart, Berlin, Citroen C2 Super 1600 + 5:21,7 Min.
Verwandte News: Duval mit Bestzeit beim Shakedown zur Rallye Deutschland |  |