 |
Rallye nat.: Huizink siegt in Oberehe

|
 |
Jede Menge Action gab es rund um Oberehe, im Bild Johann Jerlitschka |
 |
 |
 |
 |
| Einmal im Jahr platzen das Eifelstädtchen Hillesheim sowie das 200 Seelen-Dorf Oberehe aus allen Nähten. 160 Rallye-Teams aus sechs europäischen Ländern sowie eine fast fünfstellige Zuschauerzahl strömen in die Westeifel. „Die Oberehe“ gehört zu den wichtigsten deutschen Rallies.
Mit Bestzeiten auf allen sechs Wertungsprüfungen ließ Gert Huizink am Steuer des Ex-Nijhof Toyota Celica der Konkurrenz keine Chance. Der Niederländer siegte am Ende mit 10,3 Sekunden Vorsprung auf Marc Färber im Mitsubishi Lancer. Vorjahressieger Frank Färber musste kurzfristig absagen: Beim Moto-Cross hatte er sich ein Schlüsselbein gebrochen und somit kam es nicht zum Bruderduell. Wilfried Bus sagte seinen Start ab, nachdem der Motor im VW Golf nicht rechtzeitig fertig wurde.
Grosse Spannung gab es im Kampf um Rang drei zwischen den Altmeistern Stefan Schlesack (BMW M3), Walter Gromöller (Opel Manta 400) und Paul Jerlitschka (Ford Escort), dem jungen Wilden Steve Zimmer (BMW M3) sowie dem Newcomer Rüdiger Bähr (Porsche 911).
Als erstes erwischte es Zimmer mit einer abgerissenen Antriebswelle in WP 3. Schlesack übernahm Rang drei, ehe wenige Kilometer vor dem Ziel in WP 6 ein defektes Hinterachsendifferential für das abrupte Ende sorgte. Jerlitschka legte jeweils in WP 1 und 4 einen Dreher hin und wurde am Ende vierter sowie Sieger der Gruppe H bis 2000 ccm. Und der bärenstarke Bähr im Youngtimer-Porsche büßte auf der letzten WP über 20 Sekunden ein und rutschte noch auf Platz neun zurück. Somit komplettierte Gromöller das Podium.
Aufgrund von viel Schotter in WP 1 und 4 sowie reichlich Schlamm in 2 und 5 rechnete Schlesack nicht mit dem Gesamtsieg. „Heute gewinnt ein Allradler, wir sind bestenfalls best of the rest.“ Und der ehemalige Ford-Werksfahrer sollte Recht behalten: Huizink und Färber enteilten der Konkurrenz um über eine Minute. „Auf dem Weg zur letzten WP machte das Differential schon Geräusche, aber wir hofften, dass es noch hält“, sagte Schlesack nach der Rallye. „Aber so sollte leider nicht sein.“ Zum sensationellen fünften Gesamtrang lenkte der Belgier Thierry Neuville einen Citroen C2 R2. Und auch Udo Schütt in der zweiten „Pocket Rocket“ von Citroen überzeugte als zehnter auf der ganzen Linie.
Rüdiger Bähr freute sich über den Sieg bei den Youngtimern, der ungefährdet ausfiel. Vom ersten Meter an dominierte der Porsche-Pilot. Auf Rang zwei gab es ein Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel. Köln-Ahrweiler-Sieger Darius Drzensla fuhr die zweitbeste Zeit auf WP 1, drehte sich dann auf der Mitte von WP 2 und flog 400 Meter vor dem Ziel tief in den Wald: Fahrer o.k., Escort ziemlich k.o. Jürgen Lenarz drehte sich ebenfalls in WP 2 und verlor rund 10 Sekunden. In WP 5 zog Lenarz an Norbert Zaremba (Opel Ascona) vorbei, wurde zweitbester Youngtimer und Sieger der Zwei-Liter-Klasse. In der Gruppe G hatte Frank Schrader mit dem Subaru Impreza die Nase vorn, Willi Wiegmann wurde zweiter und gewann am Steuer des Ford Puma die Klasse G3.
Endergebnis der 27. ADAC Rallye Oberehe 2008:
1. Huizink/Aaltin, Toyota Celica GT-4, 21.46,2 Minuten (1. Gruppe H über 3000 ccm)
2. Färber/Färber, Mitsubishi Lancer Evo, +10,3 Sekunden
3. Gromöller/Bröckelmann, Opel Manta 400, + 1.32,6 Minuten (1. Gruppe H bis 3000 ccm)
4. Jerlitschka/Moch, Ford Escort RS 2000, + 1.40,0 Min. (1. Gruppe H bis 2000 ccm)
5. Neuville/Mariaite, Citroen C2 R2, + 1.42,1 Min. (1. Gruppe H bis 1600 ccm)
6. Juchmes/Juchmes, Opel Kadett E, + 1.47,7 Min. (1. Gruppe F/N bis 2000 ccm)
7. Moree/Roouers-Jacobs, Ford Escort RS 2000, + 1.53,0 Min.
8. Carl/Carl, Citroen Xsara, + 2.03,4 Min.
9. Bähr/Stein, Porsche 911, + 2.04,9 Min. (1. Youngtimer)
10. Schütt/Christian, Citroen C2 R2, + 2.05,0 Min.
23. Schrader/Schwalie, Subaru Impreza, + 2.52,4 Min. (1. Gruppe G)
Verwandte News: Vorschau 37. ADAC-Rallye Oberehe |  |