Die RCN steuert auf einen neuen Rekord zu: 146 Starter im Schnitt bislang in 2008
Nachstehend sprechen wir mit Willi Hillebrand, dem Leiter der BMW Driving Experience Challenge, über die erste Saisonhälfte 2008.
Vier von acht Läufen liegen hinter uns. Wie sieht, in wenigen Worten, Ihr persönliches Fazit aus?
Hillebrand: „Mit dem bisherigen Saisonverlauf können wir sehr zufrieden sein. Mit durchschnittlich 146 Startern pro Lauf und über 150 Einschreibungen steuern wir auf einen neuen Rekord zu. Wir hatten nicht nur drei verschiedene Gesamtsieger, sondern auch viele Neueinsteiger, die den etablierten Teams mächtig Paroli boten. Die Wertungsläufe im Rahmen der ADAC-24 Stunden und in Spa waren ein absolutes Highlight. Dazu war das RCN-Kartrennen ein großer Erfolg und innerhalb des 24h-Corsos stellte die Challenge einmal mehr die vermutlich größte Gruppe!“
Der Challenge-Lauf bei den 24 Stunden wurde von einem schweren Unfall überschattet wurde. Wie geht es Oliver Noss?
Hillebrand: „Seit drei Wochen befindet sich Noss in der Reha und laut der mir vorliegenden Informationen wird er wieder vollständig gesund werden. Dieser Unfall war leider eine Verkettung unglücklicher Umstände. An dieser Stelle möchte ich daher dringend und nochmals an alle Teilnehmer appellieren: Auch wenn man von einem Sicherungsfahrzeug abgeschleppt wird, niemals unangeschnallt und ohne Helm hinterm Lenkrad sitzen!“
Wie war nach dreijähriger Pause die Resonanz nach dem Spa-Event?
Hillebrand: „Spa war für viele – egal ob Teilnehmer oder Funktioner – absolutes Neuland. Das neue Boxengebäude dort ist hervorragend, man muss sich halt nur zu Recht finden … Nach zuletzt 67 Startern in 2005 hatten wir nun rund 150 Nennungen für den Ardennen-Kurs vorliegen. Ich muß zugeben, dass wir mit einem solchen Ergebnis nicht gerechnet hatten. Wir werden versuchen, auch für 2009 einen Termin für die BMW Driving Experience Challenge in Spa zu bekommen.“
Dieser starke Zuspruch führte dann aber zu kurzfristigen Änderungen?
Hillebrand: „Die RCN ist flexibel und absolut teilnehmerorientiert. Ursprünglich hatten wir mit 90 RCN-Fahrzeugen kalkuliert, die zwei Stints fahren, plus einer Rahmenserie. Somit hatten wir eine sichere Planungsgrundlage. Als wir uns dann ganz klar für mehr BMW Driving Experience Challenge-Teilnehmer entschieden und der Rahmenserie abgesagt hatten, sind wir ein großes unternehmerisches Risiko eingegangen. Gott sei Dank hatten wir dann ein gutes Nennergebnis und selbst das Wetter hat mitgespielt. Spa war ein toller Tag, den wir gerne wiederholen werden.“
Gibt es besondere Pläne für die zweite Saisonhälfte?
Hillebrand: „Jetzt freue ich mich zunächst einmal auf das RCN-Sommerfest bei HAROSA-Motorsport in Alpenrod am 12. Juli. Danach bin ich überzeugt, werden wir drei packende Nordschleifen-Läufe erleben, ehe am 2. November das große Saisonfinale über den kompletten Nürburgring auf dem Programm steht. Samstags findet das Weltfinale des Fun-Cups statt mit einem Sechs-Stunden-Rennen. Sonntags können diese Fahrzeuge dann in einer separaten Klasse auch in der Challenge mitfahren.“
Sie freuen sich sicherlich, dass es auch am 20. September wieder ein Behinderten-Event geben wird?
Hillebrand: „Absolut richtig! Der Behinderten-Tag war in der vergangenen Jahren immer ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten. Ich möchte mich bereits an dieser Stelle bei Edith Völl und Maria Heeren bedanken, die dieses Event für die BMW Driving Experience Challenge auf die Beine stellen. Ich hoffe, dass wir unsere Partner und Förderer Pentax, H&R und Dunlop auch bewegen können, hier mitzuwirken.“
Können Sie schon einen Ausblick auf 2009 geben?
Hillebrand: „Für Termine ist es noch etwas früh. Wir planen natürlich Starts bei den ADAC-24 Stunden und in Spa. Am technischen Reglement wird sich nichts ändern. Rund um die Themen Fahrerlager und Boxengasse haben wir noch einige Hausaufgaben vor uns, aber diese haben wir bereits in Angriff genommen.“