Rallye nat.: Gelungenes Comeback von Rudi Hachenberg
Begeisterte die Fans bei der Grabfeld-Rallye: Rudi Hachenberg
Gleich beim ersten Einsatz am Steuer des neuaufgebauten Mitsubishi Lancer Evo VIII konnte Rudi Hachenberg überzeugen: Bei der 18. ADAC Grabfeld-Rallye rund um Sulzbach an der Lederhecke gehörte der 23jährige zu den schnellsten Piloten und avancierte zu einem der Publikumslieblinge. „Es hat wieder riesig Spaß gemacht, ein Rallye-Auto am Limit zu bewegen“, strahlte Hachenberg im Ziel. „Für die nächsten Events bin ich sehr optimistisch!“
Zusammen mit Beifahrerin Jenny Gäbler (Krauthausen) startete Rudi Hachenberg als so Genannter Vorwagen mit der Start-Nummer Null bei einer der größten nationalen Rallies Deutschlands. Das Duo konnte somit nicht nur unter echten Bedingungen testen, sondern übernahm für den Veranstalter auch die wichtige Rolle des letzten Sicherheitsfahrzeuges vor dem ersten der 150 Teilnehmer auf den sieben Wertungsprüfungen. Hachenberg: „Als Vorwagen hast Du keinen Druck, darfst internationale Reifen fahren und hier und da auch mal besonders spektakulär um die Ecken fliegen – zur Freude der vielen tausend Fans!“
Nach mehreren Jahren Zusammenarbeit mit Färber Motorsport aus Neuwied entschied sich der Wermelskirchener Anfang des Jahres, ein eigenes Fahrzeug aufzubauen und einzusetzen. „Hierfür sprachen verschiedene Gründe“, erklärt Rudi. „Wir hatten mit dem Team rund um Frank Färber schöne Jahre, doch jetzt haben wir unseren eigenen Mitsubishi und erhoffen uns hiermit einiges.“
Bis drei Tage vor der Rallye Grabfeld glaubte der Student noch nicht an seine Teilnahme. „Hierfür muß ich ganz dicke Komplimente loswerden an Guiseppe Ditaranto, Timo Böhm und Meinhard Rittmeier.“ Guiseppe hatte eine Nacht „durchgemacht“ und Reifen in Hannover geholt. Außerdem hatte am Veranstaltungstag Rudis Schwester Geburtstag und Guiseppe vertrat ihn als Chefgriller. „Da waren sie wieder, die italienischen Momente im Leben“, sagte Hachenberg mit einem Augenzwinkern. „Meine Schwester war dennoch mit dem Fleisch zufrieden und freute sich mit mir über das gute Abschneiden bei der Rallye.“
Einzig das Mitteldifferential des Allradboliden sorgte für ein paar Sorgenfalten auf der Stirn des 23jährigen. „Wir werden jetzt das Steuergerät auslesen und dort sicherlich auch den Fehler finden.“ Als nächste Veranstaltung steht für den Piloten des MSC Dhünn am 18. und 19. Juli die Eifel-Rallye rund um Daun auf dem Programm.