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ADAC Masters: Gaßner-Doppelsieg am Litermont

Mit einem souveränen Doppelsieg beendeten Hermann Gaßner und sein gleichnamiger Sohn die ADAC Litermont Rallye (30.-31.05.08). Auf der Zielrampe im saarländischen Saarwellingen hatte Vater Hermann gemeinsam mit Co-Pilotin Karin Thannhäuser (Surheim / Teisendorf) im Mitsubishi Lancer 15,7 Sekunden Vorsprung vor dem Junior, der im baugleichen Lancer erstmals mit Co Jörn Limbach (Schlitz) unterwegs war. Den dritten Platz bei der fünften Runde zu den ADAC Rallye Masters 2008 belegten die Berliner Frank Richert / Matthias Prillwitz, die im Ford Escort Cosworth ihre Tabellen-Führung weiter ausbauten.
Der amtierende Junior Cup Champ Mathias Kuhnert (Lahstedt) verteidigte im Citroën C2R2 Rang zwei, Guido Imhoff (Burgdorf) schob sich mit einem weiteren Divisionssieg im VW Golf Kit-Car auf Rang drei der Zwischenwertung. Im ADAC Rallye Junior-Cup verteidigte Konstantin Keil (Niestetal) im BMW 120 d die Führung vor den beiden Suzuki-Youngstern Thomas Leipold (Schlüchtern) und Manuel Kößler (Füssen).
Einen besonderen Ehrengast durfte Orga-Leiter Lars Mysliwietz vom veranstaltenden MSC Piesbach begrüßen. ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk besuchte die Rallye rund um den Litermont.
Da staunte Papa Gaßner im Ziel der ersten Wertungsprüfung (WP) nicht schlecht. Um 3,5 Sekunden war sein 19-jähriger Filius auf den ersten 8,1 Kilometern schneller als er. Ein Gefühl, an dass sich der dreifache Deutsche Rallye-Meister und Masters-Sieger von 2006 gewöhnen musste: auf vier der insgesamt neun WP stand der junge Gaßner ganz vorn, viermal war er selbst an der Spitze und einmal durchbrach Frank Richert den Gaßner-Doppelpack.
„Das ist gut so“, erklärte Hermann der Ältere, der partout nicht ‚Senior’ genannt werden möchte, „das muss auch so sein, wenn der Junge weiterkommen soll.“ Das Gaßner-Gen scheint tief in den Junior implantiert: Er ist ähnlich unspektakulär aber schnell wie der Vater unterwegs und beide stellten ihre Sportgeräte ohne Kratzer im Ziel ab. Frank Richert, erstmals bei der Liter-‚Monte’ am Start, hatte im Plan, hinter dem Vorjahressieger aber vor dem Junior ins Ziel zu kommen. „Bei den Leistungssteigerungen die Hermann Junior zeigt, dürfte das eine der letzen Chancen sein, ihn zu schlagen.“ Auf Platz drei im Ziel dann die zufriedene Erkenntnis des souveränen Masters-Leaders: „wenn man den Junior schlagen will, darf man auch keine kleinen Fehler machen, so wie ich heute. Für die Master-Wertung haben wir aber wieder wichtige 26 Punkte gewonnen.“
Den vierten Gesamtrang hatte bis zur siebten WP Lokalmatador Frank Reiter (Dillingen) inne. Der ‚Quertreiber’ strandete jedoch nach einem Getriebeschaden am Mercedes Benz 190 E. Nicht einmal eine Woche nach dem Gesamtsieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring startete Porsche-Werkspilot Timo Bernhard (Dittweiler) in einem VW Golf Kit-Car im Saarland.
Bis zum Ausfall in WP vier lag er auf dem beachtlichen fünften Gesamtrang, knappe sieben Sekunden vor Imhoff in einem weiteren Golf Kit-Car. Am Ende sicherten sich Guido Imhoff / Sebastian Walker den Divisionssieg und Gesamtrang vier. Positiver Nebeneffekt des Divisionssieges: Imhoff / Walker schoben sich auf den dritten Masters-Rang nach vorne und verdrängten Dirk Klemund / Thomas Schöpf (Hungen / Kulmbach), die nach einem Reifenschaden am Subaru Impreza weit zurück fielen.
Hinter ihrem Luxemburger Markenkollegen Mike Souvigné im Saxo Kit-Car belegten Mathias Kuhnert / Jens Söbke im Citroën C2R2 den zweiten Divisionsrang und sicherten sich mit Gesamtrang sieben erneut zusätzliche Zähler für die Gesamtwertung. „Ohne zuviel Risiko einzugehen war das Kit-Car nicht zu halten, der hat immerhin gut 30 PS mehr zur Verfügung“, erklärte der amtierende Junior Cup Champ. „diese Platzierung bringt uns 17 wichtige Punkte und sichert weiterhin den zweiten Platz der Masters-Wertung.“
Mit Rang zwei in der Diesel-Division verteidigte Konstantin Keil im BMW 120d die Gesamtführung im ADAC Rallye Junior Cup. Die vollen Punkte holte sich dort Lokalmatador Patrick Anglade, der nach zwei Nullrunden mit technischen Defekten erstmals die Zielflagge sah. Den Premierensieg in den HJS Diesel-Masters verpasste der 20-jährige um den Wimpernschlag von 0,5 Sekunden. Nach einem Ausrutscher musste der Kühler am Opel Astra GTC getauscht werden. Dies dauerte länger als erlaubt, die Strafzeit von 1:50 Minuten warf ihn hinter seinen Teamkollegen Björn Mohr zurück. Die Maximalpunkte für die Junioren in der Suzuki-dominierten Division 6 gingen erstmals an Tim Dämgen aus Simmern. Mit Rang zwei schob sich Thomas Leipold (Schlüchtern) auch auf den zweiten Platz der Junior-Wertung
Stimmen im Ziel:
Herman Gaßner Junior (Surheim, Mitsubishi Lancer E9, Division 4) 2. Platz „Zu Beginn hatte ich eine falsche Reifenwahl getroffen, trotz der Bestzeit in WP 1 habe ich mich nicht sehr wohl gefühlt. Das Zusammenspiel mit meinem neuen Co Jörn Limbach hat vom ersten Meter an perfekt funktioniert.“
Timo Grätsch (Handewitt, BMW M3, Division 2)
26. Platz
„Einfach nur schade! Wir haben zweimal einen Fehler an den Zeitkontrollen gemacht, die Strafzeit von 3:20 Minuten hat uns hoffnungslos zurückgeworfen. Profitiert haben wir vom Ausfall der Divisions-Gegner, so dass wir doch noch mit 15 wichtigen Punkten die Heimreise in den Norden antreten können. So konnten wir unseren vierten Masters-Platz verteidigen. Das war Glück im Unglück.“
Sönke Milon (Döhnsdorf, Mitsubishi Lancer, Division 1)
36. Platz
„Wir hatten Motor-Aussetzer, die zum Schluss immer schlimmer wurden. Da ist der zweite Divisionsrang mehr als ok..“
ADAC Rallye Masters 2008: Stand nach fünf von acht Vorläufen:
1 Richert/Prillwitz Ford Escort Cosworth 1 142
2 Kuhnert/Söbke Citroën C2R2 5 72
3 Imhoff/Walker VW Golf Kit-Car 3 67
4 Grätsch/Gawlick BMW M3 2 66
5 Klemund/Schöpf Subaru Impreza 4 62
6 Gaßner/Thannhäuser Mitsubishi Lancer 4 60
7 Werner/Edelmann Porsche 911 GT3 2 51
8 Wecker, Josef Opel Astra GTC-Diesel 7 45
9 Gaßner, Hermann Jr. Mitsubishi Lancer 4 44
10 Alexy/Knaus Audi S2 1 39
ADAC Rallye Junior Cup 2008: Stand nach drei von sieben Läufen
1 Konstantin Keil BMW 120d 55
2 Thomas Leipold Suzuki Swift Sport 39
3 Manuel Kössler Suzuki Swift Sport 38
4 Felix Herbold Suzuki Swift Sport 32
4 Tim Dämgen Suzuki Swift Sport 32
ADAC Litermont Rallye 2008
Endstand nach 9 Wertungsprüfungen (138,45 Kilometern)
Gesamtwertung
1. Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser (Surheim/Teisendorf)
Mitsubishi Lancer, Div. 4 1:13:26,9 Stunden.
2. Hermann Gaßner jr./Jörn Limbach (Surheim/Schlitz),
Mitsubishi Lancer, Div. 4 + 0:15,7 Minuten.
3. Frank Richert/Matthias Prillwitz (Berlin),
Ford Escort Cosworth, Div. 1 + 1:19,2 Minuten.
4. Guido Imhoff/Sebastian Walker (Burgdorf/Sassenburg),
VW Golf Kit-Car Div. 3 + 4:56,3 Minuten.
5. Mike Souvigné/Luc Kahnes (Luxemburg),
Citroën Saxo Kit-Car, Div. 5 + 5:31,7 Minuten.
6. Urs Flum/Cornelia Flum (Schweiz),
Mitsubishi Lancer, Div. 4 + 5:45,7 Minuten.
7. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),
Citroën C2R2, Div. 5 + 6:08,1 Minuten.
8. Dirk Riebensahm/Kendra Stockmar (Andernach/Elchweiler),
Mitsubishi Lancer, Div. 4 + 6:12,0 Minuten.
9. Georges Wagner/Georges Rivers (Luxemburg),
Citroën C2R2, Div. 5 + 7:36,7 Minuten.
10. David Kohnen/Daniel Arens (Belgien),
Suzuki Ignis Sport, Div. 6 + 8:11,2 Minuten.
ADAC Rallye Junior Cup
Division 6
1. Tim Dämgen/Maik Trommler (Simmern/Langenberg),
Suzuki Swift Sport, 1:22:10,6 Stunden.
2. Thomas Leipold/Lena-Linda Kaufmann (Schlüchtern/Sterbfritz),
Suzuki Swift Sport, 1:22:32,0 Stunden.
3. Felix Herbold/Jürgen Breuer (Plauen/Ellgau).
Suzuki Swift Sport, 1:22:42,7 Stunden.
Division 7 (Diesel)
1. Patrick Anglade/Björn Röhm (Losheim/Schlitz),
Opel Astra GTC dtci, 1:22:21,4 Stunden.
2. Konstantin Keil/Bernd Hosse (Niestetal/Witzenhausen).
BMW 120d, 1:23:49,6 Stunden.
3. Patrick Hautz/Björn Scherer (Wiebelskirchen/Wemmetsweiler),
Opel Astra GTC dtci, 1:24.35,9 Stunden.
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