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ADAC Rallye Masters: Hermann Gassner gewinnt Masters-Auftakt

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Gassner/Thannhäuser holten beim Saisonauftakt des ADAC Rallye Masters den Gesamtsieg |
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| Nach einer souveränen Vorstellung gewann der amtierende Deutsche Rallye-Meister Hermann Gassner (Surheim) zusammen mit Co-Pilotin Karin Thannhäuser (Teisendorf) die Saar-Pfalz Rallye (29.02.-01.03.08). Im Mitsubishi Lancer hatten sie nach der Zieldurchfahrt in St. Wendel einen klaren Vorsprung von 2:21,5 Minuten auf das Berliner Duo Frank Richert/Matthias Prillwitz im Ford Escort Cosworth.
Nur 2,4 Sekunden dahinter belegte Hermann Gassner Junior, der 19-jährige Sohn des bayerischen Gesamtsiegers, gemeinsam mit Kathi Wüstenhagen den dritten Platz. Auf Rang vier landeten die amtierenden Masters-Titelträger Toni Werner/Ralph Edelmann (Altfraunhofen/Mühldorf) im heckangetriebenen Porsche 911 GT3. In der Wertung der ADAC Rallye Masters 2008 führt Gassner (30 Punkte) vor Richert (28) und Werner (25). Nach dem ersten Lauf liegen Niels Kunze/Michael Schwendy (Berlin/Zossen) sensationell auf Platz vier. Im kleinen Citroën Saxo VTS gewannen sie nicht nur ihre Division, sondern strichen mit dem siebten! Gesamtrang auch noch zwei Punkte für die Gesamtwertung ein.
Orkantief ‚Emma’ hatte mit sintflutartigen Regenfällen die Asphalt-Prüfungen, die teilweise auch bei der ADAC Rallye Deutschland, dem deutschen WM-Lauf genutzt werden, in regelrechte Rutschbahnen verwandelt. Zwar hörte der Regen pünktlich zum Start auf; aber nur 39 der 48 angemeldeten Teams nahmen die Herausforderung an und rollten zum Start, nur 18 erreichten das Ziel in Wertung. Nach insgesamt acht anspruchsvollen Wertungsprüfungen über 119,7 Kilometer mit einer Gesamtfahrzeit des Siegers von 1:22:51,7 Stunden entschieden knappe 2,4 Sekunden den Kampf um Platz drei.
Richert wurde zu Beginn dicht bedrängt von Mitsubishi-Pilot Jörg de Fries. Als dieser in WP6 mit einem abgerissenen Rad aufgeben musste, lies es Richert in der nächsten WP etwas gemächlicher angehen. „Das war wohl zu langsam“, stellte er fest, als er vor der letzten WP realisierte, dass Gassner Junior um gut 40 Sekunden schneller war und knapp vor ihm auf Gesamtrang zwei lag. Mit einer Bestzeit auf der letzten WP – die einzige, die nicht an Papa Gassner ging - schob sich der Berliner dann wieder vor den Youngster. Hinter den beiden Gassner’s fuhr der Hesse Dirk Klemund mit seinem 16-jährigen Co-Piloten Thomas Schöpf bei der Premiere im neuen Subaru Impreza auf den dritten Platz der Gruppe N, „und das, obwohl wir dreimal im Acker standen.“
Zu den vielen, die das Ziel nicht in Wertung erreichten gehört auch
Heinz-Walter Schewe (Hagen). Der Deutsche Rallye-Meister von 1976 musste seinen Porsche 911 GT3 beim Comeback nach einem Reifenschaden abstellen.
Auch die beiden ‚Nordlichter’ Sönke Milon Döhnsdorf, Mitsubishi Lancer) und Timo Grätsch (Handewitt, BMW M3) reisten ohne Punkte ab und hoffen nun auf ihr Heimspiel bei der nächsten Masters-Runde, der ADAC Wikinger Rallye (28./29.03.08) in Schleswig.
Stimmen im Ziel
Hermann Gassner (Surheim, Mitsubishi Lancer, Division 4)
1. Platz
„Ich war am Anfang noch etwas müde unterwegs. Aber mit dem Resultat könnte es nächste Woche beim DRM-Auftakt im Oberland gleich weitergehen.“
Frank Richert (Berlin, Ford Escort Cosworth, Division 1)
2. Platz
„Nach dem Frühstart mit 10 Strafsekunden und einem verpatzten Abzweig war eigentlich die erste WP komplett vergeigt. Dafür ist das Resultat besser als ich dachte.“
Hermann Gassner Junior (Surheim, Mitsubishi Lancer, Division 4)
3. Platz
„Besser hätte es bei den Verhältnissen nicht gehen können. Eine sehr schwere Rallye. Dass wir nach WP 7 vor Frank (Richert) lagen, hab ich erst hier im Ziel bemerkt.“
Toni Werner (Altfraunhofen, Porsche 911 GT3, Division 2)
4. Platz
„Hier stellte sich nicht die Frage wie geht’s, sondern viel eher, wie
‚rutscht es’. Wenn die Allradler hier nicht vorne wären, dann würden sie was falsch machen. Aber das ist Rallye, damit muss man auch zurecht kommen.“
Patrick Gengler (L-Mamer, Subaru Impreza GT, Division 1)
5. Platz
„Die Prüfungen sind zwar sehr schwierig, aber das ist richtiges Rallyefahren.“
Heinz Walter Schewe (Hagen, Porsche 911 GT3, Division 2)
Ausfall
„Das Auto ist quasi noch jungfräulich, unser erster gemeinsamer Einsatz und wir sagen noch ‚Sie’ zueinander. Vielleicht sind wir heute Abend per ‚Du’.“
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