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2007-10-20 09:44:07 - ks
Deutsche Rallye-Meisterschaft: Hermann Gaßner ist Deutscher Rallye-Meister 2007

Eine spannende Saison der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) fand beim Finale im Rahmen der ADMV-Lausitz-Rallye ein ebenso spannendes Ende. Nach 136,13 km über beinharte Schotter-Prüfungen im Braunkohletagebaugebiet der Oberlausitz konnte sich Hermann Gaßner (Mitsubishi Lancer) als neuer Deutscher Rallye-Meister feiern lassen. Dem Surheimer genügte ein fünfter Platz in der DRM-Division 1, um sich nach 1995 und 2003 seinen dritten Titel zu sichern. Neben dem 48-jährigen Kfz-Meister hatten vor dem Finale auch Sandro Wallenwein (Stuttgart / Subaru Impreza STI) und Lars Mysliwietz (Piesbach / Honda Civic Type R) Titelchancen, die beide jedoch nicht nutzen konnten. Wallenwein musste bereits auf den ersten Kilometern der Rallye nach einem Motorschaden seine Titelambitionen begraben. Mysliwietz konnte sich mit dem vierten Platz in seiner Division 3 den Vize-Titel sichern.

„Dieser Titel ist mir besonders wertvoll,“ strahlte Gaßner im Ziel. „Natürlich war es 1995 und 2003 ebenfalls super Meister zu sein. Aber in diesem Jahr gab es extrem spannende Kämpfe auf einem hohen Niveau. Während der einzelnen Läufe ging es teilweise nur um Sekunden. Wer einmal zuckte, war schon Zweiter.“ In der Lausitz konnte es Gaßner mit seinem bayerischen Landsmann Siggi Schrankl (Obing) auf dem Beifahrersitz am Schluss fast schon gemächlich angehen lassen: Nach dem Ausscheiden seines Hauptrivalen Wallenwein hatte er seine Taktik auf der zweiten Etappe auf Ankommen ausgerichtet und war entsprechend vorsichtig unterwegs. Denn eine Vorentscheidung in der DRM war bereits am Freitagabend gefallen, als der Stuttgarter im Subaru mit einem Motorschaden ausrollte. „Kurz nach dem Start der ersten Prüfung merkte ich, dass der Motor keine Leistung brachte, dann ging er einfach aus“, schildert der sichtlich enttäuschte Wallenwein. So blieben als Verfolger des „Herminators“ Gaßner am zweiten Tag nur noch Lars Mysliwietz und Co-Pilot Oliver Schumacher (Fluterschen), die allerdings auf eine Nullrunde Gaßners hoffen mussten und zudem mindestens Zweite in der Division werden mussten. Eine schwierige Aufgabe gegen ausgemachte Schotter-Asse in ihrer Division. „Die geben da vorne richtig Gas,“ kommentierte der Rallyepilot aus dem Saarland das Tempo, welches sein finnischer Markenkollege und bekennender Schotterliebhaber Kalle Keskinen vorlegte. Auch der Norweger Peder Ökseter im Ford Fiesta ST spielte seine Erfahrung auf dem losen Geläuf voll aus. „Um deren Tempo mitzugehen, hätte ich zuviel riskieren müssen. Dabei musste ich unbedingt ins Ziel kommen, um noch mir noch den Vize-Titel zu sichern.“ Eine Schrecksekunde gab es kurz vor dem Finale: Eine abgerissene Bremsleitung warf Mysliwietz zurück, der vierte Platz in der Division reichte jedoch für den zweiten Platz in der DRM-Schlusswertung.

DRM-Piloten chancenlos auf Gesamtsieg
An der Spitze des Feldes dominierten bei der ADMV-Lausitz-Rallye die Piloten, die keinen Einfluss auf die DRM-Wertung hatten. Der Norweger Mads Östberg siegte mit knapp über zweieinhalb Minuten Vorsprung auf den DRM-Rekordchampion Matthias Kahle. Wie die folgenden Piloten Kristian Poulsen und Erik Wevers vertrauten sie auf WRC-Fahrzeuge, die auf dem selektiven Terrain in der Lausitz für eine Riesenshow sorgten, jedoch gegenüber den weiteren Konkurrenten naturgemäß deutlich im Vorteil waren. Für die Vergabe der DRM-Punkte spielten diese Teams keine Rolle, da ihre aus der Rallye-WM stammenden Fahrzeuge in der DRM nicht zugelassen sind. So bestimmte das Geschehen in der Division 1 der dreifache Deutsche Rallye-Meister Armin Kremer (Severin), der nach zweieinhalb Jahren ein glänzendes Comeback feierte. Gemeinsam mit Beifahrer Manfred Hiemer (München) lief er im Subaru Impreza STI auf dem fünften Gesamtrang vor dem Ehepaar Rubens und Petra Zeltner (Österreich, Mitsubishi Lancer Evo 7) sowie den Tschechen Jiri Tosovsky / Michael Slama (Mitsubishi Lancer Evo 9) im Ziel der Rallye ein. Bester DRM-Pilot im Feld der 56 Starter war Florian Auer (Freilassing), der gemeinsam mit Co-Pilot Markus Peter (Bad Abbach) im Mitsubishi Lancer Evo 9 auf den achten Gesamtrang fuhr.
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