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2007-09-29 19:32:24 - ks
VLN: Manthey holt zweiten Hattrick in zwei Wochen

Dritter Saisonsieg, zweiter Triumph in Folge für Manthey-Racing
Genau 14 Tage nach dem Triumph beim Saisonhöhepunkt der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, dem 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, sicherte sich Manthey-Racing auch den Sieg beim 39. ADAC Barbarossapreis. Marcel Tiemann (Monaco), Arno Klasen (Karlshausen) und Marc Lieb (Ludwigsburg) bescherten dem Team aus Meuspath vor 22.000 Zuschauern den zweiten Hattrick in Folge – Pole-Position, schnellste Rennrunde und Sieg. Groß war die Freude auch bei den zweitplatzierten Jürgen und Uwe Alzen (beide Betzdorf), die nach acht Rennen voller Pleiten, Pech und Pannen endlich wieder den Weg auf das Podium gefunden haben. Platz drei ging an Volker Strycek (Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel Astra V8 Coupé. Auf den Positionen vier und fünf platzierten sich zwei weitere Porsche-Teams: Schmitz/Abbelen (beide Bahrweiler) vor den Drittplatzierten des 6h-Rennens, Weiss/Pietsch/Jacobs (Monschau/Leonberg/Roetgen).

Von der Pole-Position aus gestartet diktierte Lieb, mit 27 Jahren der jüngste Fahrer auf dem Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing, das Geschehen an der Spitze des Feldes. „Meine Aufgabe war es, in den ersten Runden des Rennens einen Vorsprung herauszufahren, was mir auch gelungen ist“, sagte Lieb. „Danach haben wir es vorsichtiger angehen lassen.“ Tiemann und Klasen mussten diesen Vorsprung nur noch nach Hause fahren. „Es ist deutlich spürbar, dass wir seit dem letzten Rennen erneut einen großen Schritt nach vorne gemacht haben – unser Porsche lief einfach fantastisch“, sagte Tiemann und Klasen ergänzte: „Ich denke, man muss mit uns auch bei den verbleibenden zwei Rennen rechnen.“ Jürgen und Uwe Alzen sorgten für eine Überraschung und nahmen den achten Lauf mit ihrem Porsche 911 GT3 aus dem Vorjahr in Angriff. „Wir haben das Problem an unserem Cayman lokalisiert“, sagte Uwe Alzen. „Das zu beheben, erfordert einige größere Veränderungen an dem Cayman, so dass wir die Saison mit dem 911 GT3 zu Ende fahren werden.“ In der Anfangsphase des Rennens lieferte sich der ehemalige DTM-Fahrer einen spannenden Zweikampf mit Marc Basseng (Leutenbach) im Porsche 911 GT3 RSR von Land-Motorsport. In Runde fünf schied der vierfache Saisonsieger dann aber nach einer Kollision beim Überrunden in der Klostertalkurve vorzeitig aus. „Bis dahin hat das Duell mit Marc wirklich Laune gemacht“, sagte Alzen. Nach ihrem dritten Podiumsrang in der Saison 2007 war die Freude bei Vater und Sohn Schall, verstärkt durch Volker Strycek, groß. „Mein Vater hat sich in dieser Saison sensationell gesteigert – und das mit seinen 68 Jahren“, sagte Ralf Schall. Der Senior konterte mit einem breiten Grinsen: „Es gibt für mich also noch lange keinen Grund, auch nur einen Gedanken an das Aufhören zu verschwenden.“ Nach einem erneut problemlosen Rennen sagte Strycek: „Wir sind jetzt in der Lage, aus eigener Kraft auf das Podium zu fahren – und das mit einem sechs Jahre alten Auto, dessen Geschichte von der DTM über das 24-Stunden-Rennen bis in die Langstreckenmeisterschaft geführt hat.“

Gelungener Einstand für Porsche-Supercup-Champion Westbrook
Mit einem knappen Sieg bei den Porsche-Cup-Fahrzeugen beendeten Richard Westbrook (Großbritannien) und Porsche-Junior Martin Ragginger (Österreich) ihr erstes Rennen auf der Nordschleife. „Vor diesem Wochenende bin ich genau zwei Runden auf der Nordschleife gefahren, eine davon vor mehr als zehn Jahren mit einem Opel Corsa“, sagte Westbrook, der sich vor zwei Wochen zum weiten Mal in Folge den Titel im Porsche Supercup gesichert hatte. „Wir haben beide von Runde zu Runde hinzugelernt – die Nordschleife ist das Beste, was es gibt.“ Erst in der Schlussphase setzten sich Westbrook/Ragginger gegen Christian Menzel (Kehlberg) und Wolfgang Kohler (Aldingen) durch, die bis dahin die Klasse angeführt hatten. Turbulent war auch das Rennen in der Honda Civic Cup-Klasse. Die Führung wechselte mehrfach, brachte den jeweiligen Spitzenreitern aber kein Glück. Nach 15 Runden schieden Nett/Schütz (Mayen/Andernach) mit einer gebrochenen Radnarbe in Führung liegend aus, nur wenig später erwischte es Lembeck/Weber (Buchloe/Vilshofen) mit einem Reifenschaden. Am Ende triumphierten Berthold Bermel (Krefeld) und Bernd Schneider (Hagen) vor Christopher und Claus Dupre (beide Schiffweiler).

Mit ihrem vierten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum verteidigten Andreas Mäder (Großkugel) und Reinhold Renger (Rothenburg/Tbr) ihre Tabellenführung in der Meisterschaft. Einen Dämpfer mussten die amtierenden Meister Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) auf ihrem Weg zur Titelverteidigung hinnehmen. Merten kollidierte bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum in Führung liegend mit einem Mitstreiter, das Duo verlor bei dem unplanmäßigen Reparaturstopp rund acht Minuten und kam nur auf Platz vier ins Ziel. Der Klassensieg ging an Markus Schmickler und Guido Strohe (beide Bad Neuenahr) im BMW 318is. Auf dem Vormarsch in der Tabelle sind Marco Wolf (Lohmar), Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen), die im Opel Astra GTS von Kissling-Motorsport den fünften Sieg feierten. Das Trio benötigt jedoch zwei weitere Siege in den verbleibenden zwei Rennen, um in der Meisterschaftsentscheidung eine Rolle zu spielen – die beiden Streichergebnisse haben sie durch Nullrunden bereits aufgebraucht.

Der neunte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft startet am 13. Oktober. Das 31. DMV 250-Meilen-Rennen des AC Monheim e.V. DMV führt die Teams von Europas erfolgreichster Breitensportserie erneut über die Distanz von vier Stunden auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife.


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