Le Mans Series: Erfolg für Peugeot 908 HDi FAP in Silverstone
Weiteer ungeschlagen: der Peugeot 908 HDi FAP
Mit dem Sieg von Nicolas Minassian und Marc Gené endete das 1000-Kilometer-Rennen in Silverstone. Die französich-spanische Fahrerpaarung sorgte damit beim fünften Saisonlauf der Le Mans Series für den fünften Triumph von Peugeot Sport mit dem Diesel-Sportwagen Peugeot
908 HDi FAP.
Bereits im Zeittraining hatte Minassian mit der Pole-Position seine Ambitionen auf den Sieg untermauert. Der Franzose verwies seine Teamkollegen Pedro Lamy und Stephane Sarrazin auf den zweiten Rang. Das Rennen begann für die späteren Sieger jedoch mit einer Schrecksekunde, als Startpilot Marc Gené in der Einführungsrunde mit kalten Reifen kurz von der Strecke abkam. Der ehemalige Formel-1-Pilot fing das Fahrzeug jedoch gekonnt wieder ab und setzte beim Start die Pole-Position in die Führung um. Bis zur 112. Runde lieferten sich die beiden Peugeot 908 HDi FAP einen engen Kampf um Platz eins, doch dann warf ein Reifenschaden das Duo Lamy/Sarrazin auf Rang fünf zurück. Mit schnellen Rundenzeiten kämpfte sich die Startnummer "8" wieder bis auf den zweiten Rang. Doch drei Runden vor dem Ziel des fast sechs Stunden dauernden Rennens bestellte die Rennleitung Pedro Lamy zur Reparatur des beim Reifenschaden beschädigten Heckflügels in die Box. Da den Mechanikern bis zum Fallen der Zielflagge die Zeit fehlte, diesen auszutauschen, mussten die Tabellenführer aufgeben. Minassian und Gené fuhren dagegen nach dem Saisonauftakt in Monza zu ihrem zweiten Sieg des Jahres.
"Das war ein fantastisches Wochenende für uns", sagte Minassian im Ziel. "Wir hatten überhaupt keine Probleme und haben am Ende sogar das Tempo etwas herausnehmen können, da wir das Rennen unter Kontrolle hatten." Teamkollege Gené ergänzte: "Nun möchten wir auch das Saisonfinale am 11. November in Interlagos gewinnen.” Nicht zufrieden mit der Entscheidung, die Startnummer "8” zum Reparaturstopp zu beordern, war Peugeot-Sportdirektor Michel Barge: "Diese kam viel zu spät. Lamy und Sarrazin sind im Rennen hohe Risiken eingegangen, um sich wieder nach vorn zu kämpfen. Das wurde leider nicht belohnt. In Brasilien wollen wir nun den Titel holen."