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2007-09-01 18:34:23 - ks
DTM: Tomczyk auf Pole in der Eifel – Spengler in Lauerstellung

1,2,3 - Audi. Am Nürburgring starten Tomczyk, Scheider und Kristensen von ganz vorne
Der Titelkampf in der DTM spitzt sich zu. Eine optimale Ausgangslage für das achte DTM-Rennen der Saison auf dem Nürburgring verschaffte sich der Zweitplatzierte der Gesamtwertung, Martin Tomczyk aus Rosenheim. Er umrundete mit dem Audi A4 DTM den 3,629 Kilometer langen Eifelkurs in 1.23,197 Minuten und startet beim Rennen am Sonntag (ARD live ab 14:30 Uhr) von der Pole-Position.

„Ich bin überglücklich über die Pole. Gestern und heute Morgen lief es nicht so gut, dafür im Qualifying umso besser“, sagte ein glücklicher Tomczyk, der auch von Problemen des Gesamtführenden, Mattias Ekström, profitierte. Der Schwede verpasste den Sprung in die finale Runde des Shoot-Out-Qualifyings und startet von Position zehn. Für eine rein deutsche erste Startreihe sorgte Markenkollege Timo Scheider. Der 25-Jährige war lediglich 0,013 Sekunden langsamer als Tomczyk. Das Audi-Trio an der Spitze komplettierte der Däne Tom Kristensen als Drittschnellster des Zeittrainings. Für Tomczyk war es die erste Pole-Position des Jahres und die fünfte in seiner DTM-Karriere.

Einen aussichtsreichen vierten Startplatz belegt Bruno Spengler, der beste Mercedes-Benz-Pilot am Samstag. Der Kanadier, der sich 2006 die Pole-Position und den Rennsieg auf dem Nürburgring sicherte, liegt im Titelkampf mit 26 Punkten hinter Tomczyk (30 Punkte) und Ekström (38 Punkte) auf Platz drei der Gesamtwertung. DTM-Rekordchampion Bernd Schneider (D), der nur einen halben Zähler hinter Spengler lauert, startet mit der AMG-Mercedes C-Klasse als Fünfter vor Markenkollege Jamie Green (GB). Der Schotte Paul di Resta schaffte mit seinem Zweijahreswagen von Mercedes-Benz erneut den Sprung in die letzte Runde des Qualifyings. Der 21-Jährige steht neben Mika Häkkinen (Mercedes-Benz) in der vierten Startreihe und geht als Siebter in das Rennen.

Aufgrund der ARD-Übertragung von der Leichtathletik-WM beginnt das Rennen auf dem Nürburgring um 15:00 Uhr eine Stunde später als üblich. Die ARD berichtet in der Zeit von 14:30 bis 16:30 vom achten DTM-Lauf über 156,047 Kilometer.

Martin Tomczyk (1. Startplatz, Audi Sport Team Abt Sportsline): „Ich bin überglücklich über die Pole. Gestern und heute Morgen lief es nicht so gut, dafür im Qualifying umso besser. Die Ausgangslage für das Rennen ist sehr gut. Ziel ist es, möglichst schnell von den Mercedes-Benz wegzukommen.”

Timo Scheider (2. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Ich bin sehr zufrieden mit dem heutige Ergebnis. Wenn nur drei Autos in die letzte Runde des Qualifyings kommen und dann die ersten drei Startplätze herauskommen, ist das ein sensationelles Resultat. Ich freue mich riesig über unsere starke Teamleistung.“

Tom Kristensen (3. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Die Plätze eins, zwei und drei für Audi sind super. Wir waren sehr stark heute, nur ich war leider nicht ganz so konstant. Der Streckenbelag am Nürburgring ist schwierig, da er recht rutschig ist. Ich habe leider nicht alle guten Sektoren in eine Runde zusammengebracht, dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.“

Bruno Spengler (4. Startplatz DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes): „Mit meinem letzten Satz Reifen habe ich mich in der ersten Kurve etwas verbremst. Deswegen ging es nicht weiter nach vorn. Platz vier ist dennoch keine schlechte Ausgangsposition. Morgen ein guter Start und ohne Unfall die erste Kurve überstehen – dann ist alles möglich.“

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Ich freue mich über die Leistung, die wir in diesem Qualifying gezeigt haben. Zum dritten Mal hintereinander stehen wir jetzt ganz vorne. Es war sehr spannend, weil es ständig auf und ab ging. Generell hat man hier am Nürburgring gesehen, wie eng es in der DTM zugeht. Bei Martin Tomczyk, Timo Scheider und Tom Kristensen hat es aber auf den Punkt gepasst, darüber freue ich mich. Bei Mattias Ekström hat es leider nicht zu 100 Prozent funktioniert und damit nicht für die Top Acht gereicht. Aber das war ein Qualifying, das Rennen ist erst morgen. Begeistert hat mich auch, dass bereits am Samstag sehr viele Fans hier am Nürburgring waren und dieses spannende Qualifying gesehen haben.”

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Wir haben eine sehr starke Mannschaftsleistung gezeigt, auf den Plätzen vier bis neun stehen jeweils AMG Mercedes C-Klassen. Insgesamt sind es neun Autos unter den ersten 14. Unsere Autos haben immer noch zehn Kilogramm Zusatzgewicht. Wir sind aber absolut wettbewerbsfähig und es fehlt nicht viel. Für morgen hoffe ich auf einen guten Start, und dass wir noch mehr Spannung in die Meisterschaft bringen können. Wir wollen aber in erster Linie guten und fairen Motorsport bieten.“


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