Mix: Björn Waldegard und Porsche 959 “Paris-Dakar”: zwei Rallye-Legenden am Ring
Wiedersehen nach fast drei Jahrzehnten: Rallye-Weltmeister Björn Waldegard (l.) und Helmut Greiner, Leiter des Carrera Cups Deutschland
Mit dem Treffen zweier Rallye-Legenden lässt Porsche beim Rennwochenende auf dem Nürburgring Motorsportgeschichte aufleben. Der Schwede Björn Waldegard stattet dem Porsche Carrera Cup Deutschland und damit auch der DTM seinen Besuch ab. Am Sonntag wird der Rallyeweltmeister von 1979 vor großem Publikum ab 14 Uhr Demonstrationsrunden in jenem Porsche 959 drehen, mit dem das Werk im Jahr 1986 die Rallye Paris-Dakar gewann. Der 2,8-Liter-Doppelturbomotor des allradgetriebenen 959 leistete in der für den 10.000-Kilometer-Marathon durch Afrika gedrosselten Version 400 PS, das Getriebe war auf 210 km/h übersetzt.
Auf dem Beifahrersitz nehmen unter anderem die Sieger eines Gewinnspiels Platz, mit dem die DTM im Rahmen der Deutschland Rallye für das Nürburgringwochenende warb.
Waldegard (63) ist einer der erfolgreichsten Porsche-Rallyefahrer der Geschichte. Er gewann auf 911 die Rallye Monte Carlo in den Jahren 1969 und 1970. Im Jahr seines ersten großen Erfolges bei der Rallye Monte Carlo siegte er auch beim Weltmeisterschaftslauf in Schweden. Auch bei der East African Safari Rally war Waldegard für Porsche am Start. Im Jahr 1975 verpasste er nur knapp den Sieg und wurde Zweiter.
Im Lauf seiner Karriere gewann Björn Waldegard auf verschiedenen Fabrikaten 16 Weltmeisterschaftsläufe, darunter so unterschiedliche Rallyes wie die Schweden Rallye auf blankem Eis oder die San Remo Rallye, aber auch viermal die härteste aller Rallyes, die Safari in Kenia.
Auf ein Wiedersehen mit Waldegard freut sich auch Helmut Greiner, der Leiter des Porsche Carrera Cup Deutschland: “Wir haben ein paar sehr intensive Erinnerungen gemeinsam. Björn lag 1978 im 911 bei der Safari gut im Rennen. Dann klemmten die Drosselklappen seines Motors. Ich gehörte als Porsche-Mechaniker zu unserer 'schnellen Eingreiftruppe'. Nach Björns Funkruf fuhren wie die Teufel durch die Savanne. Wir brauchten eine Stunde zu ihm. Aber den Motor brachten wir schnell ans Laufen, und er verpasste als Vierter knapp das Podium. Damals war da viel Adrenalin im Spiel. Heute ist es Erinnerung an eine wilde und abenteuerliche Zeit des Motorsports.”