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2007-08-26 13:13:25 - ju
RCN: Schalk/Alzen erneut nicht zu stoppen

Erfolg trotz Rempler: Auch ohne dritten Gang kamen Schalk/Alzen zum dritten Saisonsieg
Am Ende lagen sich die beiden wieder in den Armen: Gerhard Schalk aus Wetter sowie der Betzdorfer Jürgen Alzen freuten sich über den dritten Saisonsieg beim fünften Lauf zur BMW Driving Experience Challenge powered by Castrol-Haugg. Nach 15 Runden auf der Nürburgring-Nordschleife (= 312,45 Kilometer) verwies das Porsche GT3-Duo den Markenkollegen Rüdiger Klos (Siegen) mit 1.31 Minuten Rückstand auf Platz zwei. Dritter wurde Titelverteidiger Hans-Rolf Salzer (Alpenrod) im Harosa-BMW M3.

Dabei hing der Sieg für Jürgen Alzen Motorsport am seidenen Faden. Bereits in der dritten Runde hatte der zur Überrundung anstehende Honda Civic-Pilot Sebastian Schäfer (CH-Baar) im Bereich Brünnchen Schalk übersehen und diesen von der Piste gerempelt. „Der Verlust von Plastikteilen am Frontspoiler war nicht schlimm“, erklärte Schalk. „Aber der Aufprall des Unterbodens auf dem hohen Curb hatte zur Folge, dass sich der dritte Gang verabschiedete. Alle anderen Gängen machten von da an auch komische Geräusche, aber zum Glück hat unsere Little Nelly bis zum Schluß durchgehalten.“

Henrich / Schulten führen jetzt in der Meisterschaft

Neue Tabellenführer sind Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln). Mit dem Pink Power-Honda Civic Type-R siegten die Ex-Meister bei den 24h-Specials bis 2000 ccm vor den Markenkollegen Steffen Wethmar / Matthias Holle (Solingen / Diez) sowie den beiden Remscheidern Jochen Schwerdtfeger / Oliver Noss im Renault Megane. Aufgrund von Strafpunkten in einer Bestätigungsrunde rutschten Marc-Oliver Beckord (Willich) und Alexander Roth (Ebersbach) mit dem Renault Clio vom zweiten auf den vierten Rang ab.

„Wir hatten leider wieder Bremsprobleme, Gott sei Dank konnten wir zu Ende fahren“, freute sich Ludger Henrich. „Es wäre heute sehr schwer geworden, gegen Bastian Hüttinger zu gewinnen. Gott sei Dank blieb er bei seinem Unfall unverletzt.“

Alle Schutzengel waren bei Bastian Hüttinger

In der vierten von 15 Runden war der bisherige Tabellenführer im Bereich Wippermann von der Strecke abgekommen und hatte sich dreifach überschlagen. Ohne einen Kratzer konnte der Kfz-Meister dem völlig zerstörten Ford Escort RS 2000 entsteigen. „Ich weiß nicht, was passiert ist“, rätselte „Baschti“. „In der schnellen Rechtskurve brach das Auto hinten links plötzlich aus und dann ging es ab.“ Zu allem Unglück löste ein nach innen gedrücktes Seitenblech die Feuerlöschanlage aus. „Schmeckt ganz schön bitter das Zeug“, sagte der 27jährige.

Vater und Teamchef Günter Hüttinger war sichtlich geknickt, aber froh, dass sein Sohn den Unfall unversehrt überstanden hatte. „Alle sicherheitsrelevanten Teile wie Tank, Zelle oder Sitz haben gehalten. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, nicht an der Sicherheit zu sparen!“ Wie es bei einem der erfolgreichsten RCN-Teams der letzten Jahre weitergeht, steht noch in den Sternen. Günter Hüttinger: „Wir müssen das erst mal verdauen. Ansonsten würden wir gerne bei Ford bleiben.“

Neue Rundenrekorde bei den Serienwagen

Gleich beim ersten RCN-Einsatz des Schmidt Felge-BMW M3 markierte Michael Luther (Barsbüttel) mit 8.12 Minuten einen neuen absoluten Rundenrekord für VLN-Serienwagen. Luther: „Wir wollten schon früher in der Saison antreten, aber der Aufbau hatte sich verzögert. Wir sind die ersten mit einem E46-M3, ich hoffe, es kommen noch viele hinzu!“ Bei den Serienwagen bis drei Liter bestätigten Michael Holz / Dieter Weidenbrück (Alfter / Wesseling) im Bonk-BMW Z4 Coupé ihre eigene Bestmarke von 8.19 Minuten.

Mit einer unglaublichen Runde von 8.15 Minuten stellte Alexander Böhm (Kelberg) bei den Serienwagen bis 2500 ccm einen neuen Rekord auf. Zusammen mit Matthias Unger (Heustenstamm) gab es am Volant des Black Falcon-BMW 325i auch den Klassensieg vor Sascha Salzer (Alpenrod) im BMW M3. Rang drei für Herbert Scheuermann / Ralf Jans (Nauheim / Arnsberg) im Zebra-BMW 325i.

Brandl / Kratz weiter mit weißer Weste

Fünf Starts – fünf Siege: Rudolf Brandl / Torsten Kratz (Walldürn / Mönchengladbach) bleiben der Klassenprimus bei den Serienwagen bis 1850 ccm. Mit dem Brandl Engineering-BMW 318iS rückte das Duo auf Platz drei in der Meisterschaft vor. Neuer Sechster ist Sven Kurtenbach (Dattenberg), der mit dem team8one-VW Golf VR6 in der Gruppe F über 2000 ccm ebenfalls unbesiegt bleibt. Über den ersten Sieg in 2007 freute sich Thomas Asmuth (Detmold) am Steuer des BMW M3 in der Gruppe F bis 2000 ccm.

In der Gruppe H untermauerte Johannes Trimborn (Swisttal) im Audi Coupé S2 seine Vormachtstellung. Das Porsche-Duo Aldo Hovenjürgen / Torsten Rath (Dülmen / Lüdinghausen) hatte fast zehn Minuten Rückstand. In der zwölften Runde fiel in der Gruppe H bis 2000 ccm die Entscheidung, als Walter Schneider / Karl-Heinz Teichmann (Herschbroich / Barweiler) den VW Golf GTi im Bereich Ex-Mühle mit technischem Defekt abstellen mussten. Somit kam das Opel Manta-Duo Stefan Plate / Frank Diehl (Neunkirchen / Hof) zum zweiten Sieg in Folge vor Thomas Krüger (Stolberg) mit dem TK-Honda Civic und Uwe Erdtmann / Jürgen Dorband (Wiesloch / Wuppertal) im besten VW Golf GTi.

Diel / Fritzsche dominieren weiter nach Belieben

In der Michaela-Lochmann-Trophy fahren Gerhard Diel (Wermelskirchen) und Jürgen Fritzsche (Hückeswagen) weiter alles in Grund und Boden. In der Meisterschaft hat der Kissling Motorsport-Opel Astra bereits 14,91 Punkte Vorsprung, der Titel ist zum Greifen nah. „Wir haben es heute eigentlich eher locker angehen lassen, wichtig waren fehlerfreie Sollrunden und halbwegs schnelle Sprintrunden“, schilderte Diel seine Taktik.

Mit 8.50,4 war der 50jährige dennoch der schnellste MLT-Fahrer des Tages. „Er mußte ja flott wieder an die GP-Kurs-Boxenmauer, dort stand das Procar-Abschlusstraining auf dem Programm“, teilte Jürgen Fritzsche einen kleinen Seitenhieb aus. Diel fungierte dort als Teammanager von Kissling Motorsport.

Hinter Diel / Fritzsche und Volker Geburek / Michael Geburek (beide Rommerskirchen) im BMW 318iS lenkten Jürgen Stölting / Thomas Matuschewski ihren BMW 318iS auf Rang drei. Die beiden Düsseldorfer rückten somit in der Meisterschaft auf Platz zwei vor. Mit Rang vier und 7,31 Punkten für die Meisterschaft freute sich Andrea Heim (Gronau) über das beste Saisonergebnis im K&U-Renault Clio.


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