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2007-07-22 10:34:32 - ks
American Le Mans-Serie: Audi R10 TDI sorgt in Mid-Ohio für Furore

Zweiter Saisonsieg für Emanuele Pirro und Marco Werner
Der Audi R10 TDI bleibt in der American Le Mans-Serie weiter ungeschlagen. Beim siebten Lauf in Mid-Ohio erzielte das Team Audi Sport North America in der LM P1-Klasse einen überlegenen Doppelsieg. Emanuele Pirro (Italien) und Marco Werner (Deutschland) verpassten den Gesamtsieg als Dritte um lediglich 15,073 Sekunden. Ihre Teamkollegen Dindo Capello (Italien) und Allan McNish (Schottland) belegten trotz eines Unfalls in der Startrunde noch den fünften Gesamtrang und Platz zwei in der LM P1-Klasse.

Der Audi R10 TDI machte den 150 Kilogramm leichteren LM P2-Sportwagen in Mid-Ohio das Leben schwer. In der ersten Runde katapultierte sich Emanuele Pirro vom achten auf den dritten Platz nach vorne. Nur sieben Runden benötigte der Audi Pilot, um auch die beiden Werks-Porsche mit sehenswerten Manövern zu überholen und die Gesamtführung zu übernehmen. Während der ersten Stunde konnte sich Pirro immer weiter absetzen und einen Vorsprung von mehr als zehn Sekunden herausfahren.

Eine ähnlich starke Leistung zeigte Marco Werner, nachdem er den Audi R10 TDI mit der Startnummer 2 von Pirro übernommen hatte. Auch der Deutsche benötigte nur wenige Runden, um die Führung zurückzuerobern, die beim ersten Tankstopp verloren gegangen war.

Obwohl sie länger an der Spitze lagen als alle andern Fahrzeuge (67 von 134) und über weite Phasen das schnellste Auto im gesamten Starterfeld hatten, mussten sich Pirro/Werner am Ende trotzdem mit dem dritten Gesamtrang begnügen, weil die Tankstopps der LM P2-Sportwagen wesentlich kürzer waren als die ihres R10 TDI – eine Folge des Reglements, das für Diesel-Sportwagen in diesem Jahr neun Liter kleinere Tanks vorschreibt.

Dindo Capello und Allan McNish verloren jede Chance auf den Sieg bereits in der Startrunde, als Capello von einem LM P2-Fahrzeug von der Strecke gedrängt wurde und gegen einen Reifenstapel prallte. Der R10 TDI mit der Startnummer 1 fiel ans Ende des Feldes zurück. Zudem musste beim ersten Tankstopp die beim Unfall beschädigte Frontpartie gewechselt werden. Mit konstant schnellen Rundenzeiten rundete sich Allan McNish wieder zurück.

Dindo Capello und McNish behaupteten ihre Führung in der Fahrerwertung. Für Emanuele Pirro und Marco Werner war es das beste Ergebnis seit dem Rennen in St. Petersburg im April und das Ende einer langen Pechsträhne.
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