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2007-07-15 21:03:23 - ks
DTM: Häkkinen fliegt von Platz 15 zum DTM-Sieg in Mugello

Ekström, Häkkinen und di Resta feierten auf dem Podium
Der Asphalt glühte auf der Rennstrecke in Mugello beim sechsten DTM-Lauf des Jahres. Bei Lufttemperaturen von fast 40 Grad erlebten die Zuschauer ein turbulentes Rennen mit einem überglücklichen Mika Häkkinen (FIN), der nach einer grandiosen Aufholjagd von Startplatz 15 zum Sieg fuhr. Für den Mercedes-Benz-Piloten war es der zweite Erfolg in dieser Saison. „Es war ein fantastisches Rennen, und es hat viel Spaß gemacht”, jubelte der von der Hitze gezeichnete 38-jährige Finne. Zweiter wurde Mattias Ekström (S) im Audi A4 DTM, der von der Pole-Position ins Rennen gegangen war. Sein Rückstand auf Häkkinen betrug bei der Zieldurchfahrt 0,371 Sekunden. Für seine Platzierung erhielt der Schwede acht Punkte und übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung. Auf Platz drei beendete Paul di Resta (GB) das Rennen auf der mit 5,245 Kilometer längsten Strecke im DTM-Kalender. Mit seiner 2005er AMG Mercedes C-Klasse kämpfte sich der Schotte von Platz zwölf bis auf das Podium vor.

Ein früher zweiter Boxenstopp und eine Safetycar-Phase zur „rechten Zeit” bescherten Häkkinen in Mugello wichtige Punkte im Titelkampf. Kurz nachdem Alexandros Margaritis (GR) von der Strecke ins Kiesbett gerutscht war, absolvierte der ehemalige Formel-1-Weltmeister seinen zweiten Stopp. Das Safetycar musste unmittelbar im Anschluss auf die Strecke und führte das Fahrerfeld drei Runden lang um das „Autodromo Internazionale del Mugello”. Während dieser Zeit, in Runde 15, fuhren alle übrigen Piloten zu ihrem zweiten Boxenstopp. Häkkinen, der seine beiden Pflichtstopps bereits absolviert hatte, blieb auf der Strecke, passierte das gesamte Feld und übernahm die Führung, die er bis zum Schluss des 33 Runden langen Rennens nicht mehr abgab.

Für Audi verlief das Rennen nicht nach Plan. Von den Plätzen eins bis fünf gestartet, konnte nur der neue Tabellenführer Ekström seine gute Ausgangsposition nutzen. Probleme beim Boxenstopp bescherten dem von Position zwei ins Rennen gegangenen Tom Kristensen (DK) Platz acht. Die von drei und vier gestarteten Martin Tomczyk (D) und Timo Scheider (D) schieden vorzeitig aus. Die drei Audi-Piloten Christian Abt (D), Mike Rockenfeller (D) und Alexandre Prémat (F) fuhren unter Gelb schnellste Sektorzeiten und bekamen dafür jeweils eine Durchfahrtsstrafe. Rockenfeller wurde hinter dem Mercedes-Benz-Duo Bruno Spengler (CDN) und Daniel La Rosa (D) Sechster, Markenkollege Prémat folgte auf Platz sieben, Abt schied nach einer Kollision aus.

Einen beachtlichen neunten Platz belegte Markus Winkelhock (D). Der Sohn von Manfred Winkelhock übernahm erst bei diesem Rennen das Cockpit von Adam Carroll beim Audi-Team Futurecom TME. Auch Susie Stoddart (GB) freute sich über ihre Platzierung. Die Mercedes-Benz-Pilotin erzielte mit Platz zehn ihr persönlich bestes Saisonergebnis.

Im Titelkampf führt Ekström mit 32 Punkten. Härteste Verfolger sind bisherige Tabellenführer Bernd Schneider mit 25,5 und Spengler mit 22 Punkten. Häkkinen liegt nach seinem Sieg mit 20 Zählern auf Platz fünf hinter Markenkollege di Resta. Der siebte DTM-Lauf des Jahres findet vom 27. bis 29. Juli im niederländischen Zandvoort statt.

Mika Häkkinen (Sieger, AMG Mercedes C-Klasse): „Es war ein fantastisches Rennen, und es hat viel Spaß gemacht. Vor dem Rennen sagte ich zu einer Bekannten: Weißt du, heute sehe ich eine Möglichkeit zu gewinnen. Und siehe da – jetzt stehe ich ganz oben auf dem Podium. Das Leben ist schon erstaunlich. Wer nicht aufgibt, wird belohnt.”

Mattias Ekström (2. Platz, Audi Sport Team Abt Sportsline): „Mit meiner Leistung und meinem Auto bin ich sehr zufrieden. Ich hatte einen guten Start und gute Boxenstopps, allerdings Pech durch die Safetycar-Phase. Ich riskierte nicht alles, um Mika anzugreifen, da die Strecke neben der Ideallinie extrem schmutzig und rutschig war. Wichtig waren die Punkte im Titelkampf und die Führung in der Gesamtwertung.”

Paul di Resta (3. Platz, JAWA4U.de AMG Mercedes C-Klasse): „Wenn mir heute einer vor dem Rennen gesagt hätte, dass ich Dritter werde, dann hätte ich das mit Sicherheit nicht geglaubt. Die Safetycar-Phase hat mir sehr geholfen, nach vorne zu kommen. Mein Team hat perfekt bei den Boxenstopps funktioniert. Drei Podiumsplätze in sechs Rennen sind fast zu schön, um wahr zu sein.”

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Das war wirklich ein verrücktes Rennen. Ich hätte nie gedacht, dass Mika Häkkinen vom 15. Startplatz aus gewinnen kann. Er hat eine fantastische Leistung gezeigt. Am EuroSpeedway Lausitz war er der Verlierer der Safetycar-Phase, hier ist er jetzt der Gewinner. Er hat den Sieg wirklich verdient. Es tut mir für Audi Leid, sie hätten ein besseres Ergebnis verdient, da sie eigentlich überlegen waren. Nur Mattias Ekström kann zufrieden sein. Er führt mit siebeneinhalb Punkten die Meisterschaft an, das ist ein komfortabler Vorsprung in der DTM.”

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Ich freue mich, dass Mattias Ekström Zweiter geworden ist, Punkte geholt hat und die Meisterschaft anführt. Über das Rennergebnis insgesamt freue ich mich natürlich nicht wirklich. Obwohl wir immer noch einen sehr guten Speed hatten, waren wir einfach nicht gut genug. Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht. Aber der Tag liegt jetzt hinter uns, und wir schauen nach vorne.”
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