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2007-07-04 23:27:34 - ks
ADAC Procar: Auftritt auf der internationalen PS-Bühne

Nach dem actiongeladenen Auftritt der ADAC Procar im Vorprogramm des 24h-Rennens vor vier Wochen auf dem Nürburgring folgt nun mit dem dritten Rennwochenende der Saison in der Motorsport Arena Oschersleben das nächste Highlight für die Procar-Piloten. Die markenstärkste Tourenwagenserie Deutschlands absolviert am kommenden Wochenende (06. bis 08. Juli) im Rahmen der FIA GT Meisterschaft ihre Rennen vier und fünf: Und dabei sind Spannung und Action für Zuschauer und Fans garantiert. Bereits zum zweiten Mal gastiert die ADAC Procar im 10. Jubiläumsjahr der Rennstrecke in der Magdeburger Börde, denn vor acht Wochen fiel hier der Startschuss in die Saison 2007. Allerdings gilt das Gastspiel im Rahmen der FIA GT-Meisterschaft für die Procar-Piloten als besonderes Highlight – hier können sie sich auf der internationalen Bühne der PS-Boliden unter Beweis stellen.

Neben der Spanierin Maria de Vilotta Comba, die mit ihrem Maurer-Chevrolet Lacetti auf der Nordschleife mit Podestplatz drei auf sich aufmerksam machte, kommt nun in Oschersleben eine weitere schnelle Dame hinzu. Nicole Müllenmeister gibt mit dem zweiten Opel Astra GTC des Teams Kissling Motorsport ihr Procar-Debüt. “Ich freue mich auf die 270 PS des Astra und auf die große Herausforderung, weiß aber noch nicht so genau, was auf mich zukommt“, so die 21-Jährige aus Wermelskirchen, die sonst in der Langstreckenmeisterschaft beim offiziellen VLN Honda Junior Team mit einem Civic Type R startet. Teamchef Stefan Kissling überzeugte sich Ende 2006 schon einmal vom Können der jungen Dame und zog nach einigen Testfahrten eine positive Bilanz: „Sie kam mit dem Auto sehr gut zurecht und hat sich den Einsatz in der ADAC Procar verdient“, so der Bad Münstereifeler. Sicherlich kann sie bei ihrem Debüt auch auf die Kenntnisse ihres erfahrenen Teamkollegen Rainer Bastuck zurückgreifen. Wieder mit dabei ist der prüfungsgestresste Philip Geipel im Toyota Corolla T-Sport von TFS-YACORacing. Der Leubnitzer musste am Nürburgring wegen seiner Abschlussprüfung als Kfz-Mechatroniker pausieren. Erstmals in dieser Saison taucht in Oschersleben auch ein Altbekannter der Procar wieder auf: Der Hermsdorfer Sandro Vogel greift auf seiner Heimstrecke ins Lenkrad seines Opel Astra OPC. Dafür steht der Einsatz des Russen Rustem Teregulov im BMW-Team Engstler Motorsport noch nicht hunderprozentig fest.

Die bei einem Tauchunfall verletzte Hand macht ihm noch einige Probleme. Peter Rikli hat indes wieder Kraft getankt. Der Frust über das Pech beim letzten Rennen ist fast vergessen und die Schweizer Mannschaft blickt mit einem neuen Getriebe wieder nach vorne. "Das Gefühl, so nah am Ziel noch alles zu verlieren, kann man kaum beschreiben", berichtete Peter Rikli noch im Juni. Der Wangener hatte seinen roten Honda Accord auf der Nordschleife bis auf Rang zwei nach vorne gefahren, fiel aber wenige Meter vor dem Zielstrich mit Getriebeschaden aus. "Das neue Getriebe ist rechtzeitig eingetroffen und eingebaut. Außerdem hatten wir Zeit für einige Verbesserungen am Fahrwerk. Ich bin deswegen recht zuversichtlich, in Oschersleben wieder vorne mit dabei zu sein“, meinte der Eidgenosse, der zum Saisonstart hier im Mai bereits auf dem Podium gestanden hatte. Für den Tabellenführer Franz Engstler, der mit dem maximalen Platzierungsgewicht von 60 Kilogramm unterwegs ist, wird es wohl ein ganzes Stück härter als noch beim Auftakt, bei dem er beide Rennen souverän gewann.

Division 2: Wieder vollständig
Bei den „kleinen“ 1600er-Flitzern sind nun wieder alle fünf Fahrzeugtypen am Start. Darunter auch die zwei Teamkollegen Charlie Geipel und Steve Heide mit ihren Toyota Yaris vom Plauener Team TFS-YACO-Racing, die beim Nordschleifenkrimi altersbedingt pausieren mussten. Sie wollen dem Tabellenführer Thomas Mühlenz das Leben doppelt schwer machen. Der Recklinghausener fährt nämlich, wie auch Guido Thierfelder und Andreas Ziggel mit den maximalen 30 Kilogramm Zusatzgewicht. Nur die zwei Toyota Yaris und der Ford Fiesta ST von Jens-Guido Weimann sind ohne zusätzliche Belastung unterwegs. ETH-Pilot Oliver Kerlé aus Brühl, der Platz drei beim Saisonstart holte, ist nun auch wieder mit von der Partie und wird die restlichen Rennen der Saison bestreiten.

Division 3: Uwe Reich und die Elektronik
Zum Verzweifeln war es beim letzten Rennen in der Eifel für den Solinger Steuerberater Uwe Reich. Kennt der Gentlemen-Driver, der bislang alle 24h-Rennen auf dem Nürburgring mitfuhr, die „Grüne Hölle“ doch wie seine Westentasche. Nur sein Alfa 147 JTD wollte da nicht mitspielen, die Elektronik sorgte vom Qualifying an für Probleme und machte einen Start unmöglich. „Jetzt war mein Auto im Werk in Italien, dort wurde die komplette Elektronik überprüft und teilweise ausgetauscht. In Oschersleben möchte ich nun die ersten Punkte einfahren“, gibt sich der Pilot von Schlaug Motorsport zuversichtlich. Punkten will natürlich auch Tabellenführer Kai Jordan. Der RSGWolfsburg-Pilot hat zwar 60 Kilogramm Zusatzgewicht an Bord, erhofft sich aber vom Teamkollegen Felix Tigges, der beim Auftakt nach einem heftigen Einschlag mit seinem VW Golf 2.0 TDI keine Zielflagge sah, kräftige Unterstützung. Der Rösrather Erwin Lukas, der in der Eifel wegen Turboladerschadens an seinem Opel Astra GTC CDTI punktelos blieb, will in Oschersleben versuchen, den Punkterückstand auf Jordan aufzuholen.
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