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2007-06-22 10:51:40 - ks
Le Mans Series: Großes Starterfeld beim 1000km-Rennen

Die Favoriten kommen aus Frankreich: Peugeot tritt mit zwei 908 HDI-FAP an
Sportwagenfaszination und Le-Mans-Feeling können die Besucher am ersten Juli-Wochenende (29. Juni – 1. Juli) am Nürburgring erleben. Für das prestigeträchtige ADAC 1000km-Rennen hat sich die Crème der internationalen Sportwagenszene angekündigt: Die LMS (Le Mans Series) tritt in der Eifel zu ihrem dritten Saisonlauf an. Nur zwei Wochen nach dem 24-Stunden-Klassiker an der Sarthe geht es in der Rennserie, die nach dem gleichen technischen Reglement wie das Rennen in Le Mans absolviert wird, um zweierlei. Nach dem außerhalb der LMS-Wertung gefahrenen 24-Stunden-Klassiker nehmen die Teams und Piloten den Fight um die Meisterschaftszähler wieder auf. Daneben gibt es nach dem Saisonhöhepunkt quer durch die vier Fahrzeug-Kategorien noch offene Rechnungen. Wenn die über 50 genannten Fahrzeuge am Mittag des 1. Juli über die Start-Ziel-Gerade fliegen, dann schlägt in der Eifel auch der Gong für die Le-Mans-Revanche.

Das Favoritenteam am Nürburgring trägt einen Löwen im Emblem: Die beiden Turbodiesel-Sportwagen der Werksequipe von Peugeot konnte sich mit Siegen bei den LMS-Läufen in Monza (Marc Gené / Nicolas Minassian) und Valencia (Pedro Lamy / Stéphane Sarrazin) bestens in Szene setzen und holte bei den 24 Stunden von Le Mans den zweiten Platz. Als schärfste Verfolger der Peugeot 908 HDI-FAP entpuppte sich Pescarolo Sport, wo Jean-Chrisophe Boullion und Emmanuel Collard den Pescarolo-Judd auch am Ring als besten Benziner ins Ziel bringen wollen. Aussichtsreichster deutscher LMS-Pilot ist Stefan Mücke, der gemeinsam mit Alex Yoong und Jan Charouz einen Lola B07/17-Judd pilotiert. „Ich freue mich riesig auf mein Heimrennen“, sagt der ehemalige DTM-Pilot aus Berlin. „Besonders schön ist, dass ich endlich mal wieder eine Strecke aus der DTM kenne – bei allen anderen LMS-Läufen muss ich die Kurse erst einmal kennen lernen.“ Für Mücke geht es in der Eifel um die Le-Mans-Revanche – wobei seinem tschechischen Team weniger einer der Gegner als vielmehr die Umstände einen Strich durch die Rechnung machten: Das Team lag auf Podiumskurs, doch ein Brand während eines Boxenstopps und ein nächtlicher Unfall bremsten den Lola ein und warfen ihn schließlich auf Position acht (fünfter Platz in der LM P1) zurück. „Obwohl wir nicht problemlos unterwegs waren, war Le Mans ein voller Erfolg“, resümiert er deshalb. „Der fünfte Platz in der LM P1 war klasse. Denn schließlich mussten wir eine einstündige Reparaturpause in Kauf nehmen, bei der das Team so hervorragende Arbeit ablieferte, dass wir anschließend die schnellste Rennrunde eines benzingetriebenen Fahrzeugs fuhren.“

Stark besetztes LMS-Feld
52 genannte Fahrzeuge bedeuten einen Rekord für die LMS beim 1000km-Rennen auf dem Nürburgring. Die Favoriten sind dabei schnell ausgemacht. „Unser Ziel ist das gleiche wie in Valencia: Wir wollen einen Platz auf dem Podium erobern“, beschreibt Stefan Mücke die Ambitionen der Charouz-Mannschaft. „Die Peugeots sind für uns dabei keine Messlatte – sie waren zuletzt einfach zu stark und fahren fast schon außer Konkurrenz. Wir orientieren uns deshalb an den Pescarolos. Das sind unsere direkten Konkurrenten.“ Weitere starke Piloten in der Spitzengruppe könnte Mücke noch aus DTM-Zeiten kennen. So geht etwa Marcel Fässler in einem Lola B07/10-Audi der schweizer Mannschaft „Swiss Sprit“ gemeinsam mit seinen Landsleuten Jean-Denis Deletraz und Iradj Alexander-David an den Start. Jeroen Bleekemolen ist ein weiterer Ex-DTM-Pilot in der LM P1. Er pilotiert gemeinsam mit seinen niederländischen Landsleuten Jan Lammers und David Hart einen Dome S010,5-Judd unter der Bewerbung von Racing for Holland. Die 26 Fahrzeuge
in den beiden Prototypenklassen werden außerdem ergänzt durch ein enorm stark besetztes GT-Feld. In der GT1-Kategorie sind es Piloten, wie die frankophonen Langstreckenspezialisten Christophe Bouchut (Aston Martin DBR9) oder Stéphane Ortelli (Saleen S7-R) und der Brasilianer Christian Fittipaldi (Aston Martin DBR9), die auffallen. Auch in der GT2-Klasse gibt es, insbesondere aus deutscher Sicht, hochinteressante Teams und Piloten. So etwa Marc Lieb, der mit dem Franzosen Xavier Pompidou einen Porsche 997 GT3 RSR des Teams Felbermayr Proton bewegt. Lieb bewies auf eben diesem Modell jüngst sein außerordentliches Potenzial, als er mit Manthey Racing beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring gewann. Viel Beifall wird außerdem ganz sicher die Corvette C6 ZO6 mit dänischer Fahrerbesetzung erhalten: Hier greift DTM-Altmeister Kurt Thiim ins Steuer.


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