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2007-06-20 11:13:06 - ks
Porsche Carrera Cup: Kann Alzen die Führung am Norisring ausbauen?

Kommt als Tabellenführer nach Nürnberg: Uwe Alzen
Vor dem fünften von neun Rennen des Carrera Cup Deutschland 2007 hat sich an der Spitze der Meisterschaftstabelle ein Trio vom Rest des Feldes abgesetzt. Die Verfolger müssen auf dem Norisring zu den schnellen Drei aufschließen, wollen sie den Kampf um den Titel beim Start in die zweite Saisonhälfte offen halten.

Uwe Alzen (39) führt mit hauchdünnen sechs Punkten Vorsprung vor dem Briten Richard Westbrook (31). Alzen war schon 1992 Meister des Carrera Cup Deutschland, 1994 holte er den Titel im internationalen Porsche Supercup. Westbrook war 2004 im Carrera Cup Great Britain nicht zu schlagen und kommt als amtierender Meister des Porsche-Mobil1-Supercup nach Nürnberg. Der Deutsche hat die Erfahrung auf seiner Seite: Er kennt den Norisring, stand hier 2006 auf der Pole Position (52,770 Sek.) und fuhr die schnellste Rennrunde (53,117 Sek.). Der Brite ist in Höchstform, wie er mit bislang drei Siegen im Carrera Cup 2007 unterstrich.

Als bester der ganz jungen Fahrer kommt Nicolas Armindo zum Norisring. Der 25-Jährige aus Colmar im Elsass stand beim zweiten Lauf als Dritter auf dem Podium, gewann das dritte Rennen und wurde bei den beiden anderen Wertungsläufen als Fünfter abgewinkt. Bei gleicher Punktzahl wie Westbrook wird Armindo derzeit auf Platz drei der Meisterschaft geführt.

Chris Mamerow führt als Vierter die Verfolgergrupe an. 15 Punkte trennen den Rennfahrer aus Waltrop im Ruhrgebiet von Armindo (Sieg: 20 Punkte). Mamerow startete mit einem dritten Platz auf dem Hockenheimring in das Jahr und punktete dann zuverlässig bei allen Rennen. Jan Seyffarth fuhr mit vierten Plätzen in Oschersleben und auf dem EuroSpeedway Lausitz nur knapp am Podium vorbei. Sein drittes Jahr im Carrera Cup Deutschland ist dabei zugleich sein bislang bestes. Nur ein Punkt trennt Seyffarth auf Tabellenrang fünf von Chris Mamerow. Der 20-Jährige aus Querfurt hat mit seinem 22-jährigen Gegner aus dem Ruhrgebiet eines gemein: Beide starten in den Teams ihrer Väter.

Jörg Hardt kann mit 26 Jahren bereits auf vier Rennsaisons im Carrera Cup Deutschland zurückblicken. Zwei zweiten Plätzen stehen aktuell zwei Ausfälle gegenüber. Hardt ist der einzige Fahrer der Spitzengruppe, der auf dem Norisring in jüngerer Vergangenheit gewann: Er siegte hier 2005. Mit acht Punkten Rückstand hinter Seyffarth rundet der Bonner die Top-Sechs ab.

Mit 39 Startern ist der Carrera Cup die am stärksten besetzte Sprintrennserie Deutschlands. Das üppige Feld der 400 PS starken und rund 280 km/h schnellen Elfer macht schon das Qualifying zum Krimi: In der ersten Viertelstunde ist die Zeitenjagd für alle offen. Am Ende dieses Abschnitts stehen die Startplätze 16 bis 39 fest. In den letzten zehn Minuten geht es dann für die 15 Schnellsten um die Pole Position beim 35-Runden-Rennen am Sonntag, das nach Formel 1-Manier mit einem stehenden Start beginnt.


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