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2007-06-10 18:16:23 - ks
24 Stunden Rennen: Manthey-Racing gewinnt zum zweiten Mal in der Eifel

In einem der turbulentesten 24-Stunden-Rennen der vergangenen Jahre haben sich die Vorjahressieger auf dem Nürburgring durchsetzen können: Das Team von Olaf Manthey mit Timo Bernhard / Marc Lieb / Romain Dumas / Marcel Tiemann (Dittweiler / Ludwigsburg / Basel / Monaco, Porsche 911 GT3 RSR) konnte sich nach 112 Runden auf der 25,378 km langen Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife vor der Dodge Viper des Zakspeed-Teams platzieren: Duncan Huisman / Tom Coronel / Patrick Simon / Christophe Bouchut (Niederlande / Niederlande / Wiesbaden / Frankreich) lagen im Ziel eine Runde zurück. Die Porsche-Piloten von Land Motorsport wurden als Dritte abgewinkt. 210.000 Zuschauer hatten zuvor ein Rennen erlebt, das alle Zutaten eines Langstreckenkrimis hatte. Der Start musste wegen Unwettern um knapp zwei Stunden verschoben werden, Nebel führte zu einer mehrstündigen Unterbrechung in der Nacht. Chancenlos blieben die als Mitfavoriten gestarteten Lokalmatadore des Phoenix-Teams um Klaus Ludwig (Aston Martin DBRS 9, Ausfall mit Motorschaden) sowie das im Ziel fünftplatzierte Schubert-Team (BMW Z4 M Coupé mit Hans-Joachim Stuck / Johannes Stuck / Claudia Hürtgen / Richard Göransson).

Im Wechselwetter der Hocheifel war es das siegreiche Manthey-Team, das mit einer routinierten Leistung und hoher Pace fehlerlos unterwegs war. „Dieser Sieg schmeckt natürlich noch viel besser als der im vergangenen Jahr“, strahlte Teamchef Olaf Manthey beim Zieleinlauf nach 18:01:30,009 Stunden. „Zwei Mal hintereinander die 24 Stunden zu gewinnen, wenn man zuvor 27 Jahre lang daneben gehauen hat, ist einfach phantastisch.“ Für Manthey wurde mit der Wiederholung des Vorjahreserfolges auch deshalb ein Traum wahr, weil der Sieg das Sahnehäubchen zur silbernen Hochzeit mit Ehefrau Renate am Samstag war. Fahrer Timo Bernhard freute sich nach der Sektdusche: „Wir hatten das ganze Rennen über keinerlei Probleme. Im Prinzip könnten wir jetzt volltanken und gleich die nächsten 24 Stunden fahren.“ Das wegen nächtlichem Nebel verkürzte Rennen war für die Fans entlang der Strecke zwar ungewöhnlich kurz, bot dafür aber um so mehr Action. Bis zur Zwangspause hatten sich die Teams an der Spitze einen atemberaubenden Fight geliefert, der nach der Unterbrechung in den Morgenstunden nahtlos fortgesetzt werden konnte. „Wir sind hoch zufrieden“, zog auch Peter Zakowski, der Teamchef der zweitplatzierten Zakspeed-Mannschaft ein positives Fazit. „Das Rennen war am Schluss etwas zu kurz für uns, denn über die Distanz hatten wir uns etwas mehr ausgerechnet.“ Für das Niederzissener Team war es der größte Erfolg bei den 24 Stunden am Nürburgring seit dem Sieg im Jahr 2002.


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