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2007-05-06 11:10:57 - ju
RCN: Schalk/Alzen feiern ersten Nordschleifen-Sieg

Schnell und erfolgreich: Schalk/Alzen mit Little Nelly
Gerald Schalk (Wetter) und Jürgen Alzen (Betzdorf) heißen die strahlenden Gesamtsieger der ADAC Rundstrecken-Challenge „Nordeifelpokal“ auf der Nürburgring-Nordschleife. Beim zweiten von acht Läufen zur BMW Driving Experience Challenge powered by Castrol-Haugg hatte das Porsche-Duo 2.24 Minuten Vorsprung auf Hans-Rolf Salzer (Alpenrod) im Harosa-BMW M3. Nach einem GP-Kurs-Erfolg in 2006 war es der erste Nordschleifen-Sieg für das Duo. Mit dem dritten Gesamtrang freuten sich Patrick Schramm (Langenfeld) und Alexander Böhm (Kruft) am Volant des Black Falcon-BMW M3 über ihr bestes RCN-Ergebnis.

Zur Halbzeit führte Audi-Pilot Marnet

Gerald Schalk kam bestens aus den Startlöchern und erreichte mit 7.52 Minuten eine persönliche Bestzeit. Überraschend folgte nicht Salzer im Windschatten, sondern Alex Böhm. Erst nur drei, dann vier Sekunden büßte der Black Falcon-Pilot ein. Nils Marnet (Königstein) kämpfte im Audi RS4 Salzer nieder, der sich zunächst auf dem ungewohnten vierten Rang wieder fand. Marnet knöpfte sich dann auch noch Böhm vor und nachdem Jürgen Alzen in einer Sollrunde 50 Strafpunkte kassierte, lag der Audi sogar kurz in Führung. Technische Probleme unmittelbar nach dem Wechsel zu Andreas Pili (Bad Homburg) beendeten die starke Leistung.

Jürgen Alzen fährt 7.21 Minuten

Ab der zehnten von 15 Runden ließ Alzen dann seine Klasse aufblitzen. Mit 7.21 Minuten war der Betzdorfer am Steuer von „Little Nelly“ dann nicht nur Tagesschnellster, sondern markierte die zweitschnellste RCN-Nordschleifen-Zeit aller Zeiten. Nur Bruder Uwe war im Jahr 2003 mit 7.04 Minuten am Steuer von „Turbinchen“ noch schneller. Titelverteidiger Salzer war über den zweiten Gesamtrang nicht unzufrieden. Mit 7.57 markierte der Westerwälder ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit.

Henrich/Schulten weiter spitze

Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln) führen weiter die Tabelle an. Mit dem Pink Power-Honda Civic Type-R gab es den zweiten Sieg in Folge in der Gruppe F/N bis 2000 ccm. „Hat alles bestens funktioniert, wir hatten keinerlei Probleme“, freute sich Jürgen Schulten. „Die Nordschleife ohne Grand-Prix-Kurs kommt unseren Bremsen sehr entgegen, deshalb konnte ich auch so konstant fahren.“ Gleich dreimal in Folge markierte Schulten eine 8.26 Minuten, insgesamt hat der 39jährige jetzt schon fünfmal den alten Klassenrekord um eine Sekunde unterboten. Vater und Tochter Klaus und Sarah Flint (Melle) wurden im Tost-Peugeot 206 zweiter vor Christof Degener/André Benninghoven (Hattingen/Velbert) im Benninghoven-VW Golf GTi.

Pech für RCN-Honda-Junior-Team

Ein Reifenschaden in der fünften Runde bremste das RCN-Honda-Junior-Team. Christopher Bartz aus Köln und die erst 21jährige Charlotte Wilking (Waltrop) mussten den rechten Vorderreifen in Breidscheid wechseln und verloren rund eine halbe Stunde, da Ersatz für den Honda Civic Diesel erst beschafft werden mußte.

In der Gruppe F über 2000 ccm siegten Sven Kurtenbach und Nadine Neumann (beide Dattenberg) mit dem VW Golf VR6. Nach einem technischen Defekt – größere mechanische Metallteile machten sich im Kallenhard selbständig – am VW Polo von Wilhelm Dohmen/Sebastian von Helden (beide Aachen) gewann die Gruppe H bis 1300 ccm Rolf Burs (Voerde) im VW Derby.

Viele Ausfälle in der Gruppe H bis 2000 ccm

Den möglichen Sprung an die Tabellenspitze verpasste Thomas Krüger (Stolberg) in der Gruppe H bis 2000 ccm, mit 17 Teams am stärksten besetzt. Hinter dem VW Golf von Walter Schneider/Karl-Heinz Teichmann (Herschbroich/Barweiler) wurde der Honda-Pilot zweiter. Auf dem dritten Platz dann mit Uwe Erdtmann (Wiesloch) ein weiterer VW Golf GTi. Drei Mitfavoriten mussten früh die Segel streichen: Bei Markus Schumacher/Jörg Weber (Bonn/Kehrig) platzte im Kesselchen der BMW-Motor, Dr. Gunther David/Mathias Bungard (Mönchengladbach/Eitorf) haderte im Citroen ZX ebenfalls mit dem Triebwerk und der Opel Manta von Frank Diehl/Stefan Plate (Hof/Neunkirchen) strandete im Brünnchen mit gebrochener Lenkung.

Bastian Hüttinger aus Neuenstein bleibt Henrich/Schulten auf den Fersen. Auch er feierte - bei den Specials bis 2000 ccm - den zweiten Sieg, dieses Mal bei 14 Startern. Der Schwabe profitierte von technischen Problemen am Honda S2000 von Matthias Holle (Diez). „Wir haben unerklärliche Vibrationen, deshalb bin ich an die Boxen gekommen.“ Nach kurzer Reparatur – das Problem lag im Bereich der Vorderachse – nahm Holle das Rennen wieder auf und sammelte als sechster noch wichtige Punkte für die Meisterschaft.

Brandl/Kratz siegen bei den Serienwagen

Bei den VLN-Serienwagen freuten sich Rudolf Brandl/Torsten Kratz (Walldürn/Mönchengladbach) über den zweiten Gruppensieg in Folge und untermauerten nachhaltig ihre Titelambitionen. Sascha Salzer (Alpenrod) siegte im BMW M3 knapp in der Klasse bis 2500 ccm vor dem BMW 325i von Herbert Scheuermann/Ralf Jans (Nauheim/Meschede).

Diel/Fritzsche wieder bestes MLT-Team

Zum zweiten Mal in Folge waren Gerhard Diel (Wermelskirchen) und Jürgen Fritzsche (Hückeswagen) bestes Team in der Michaela-Lochmann-Trophy. Am Steuer des Kissling-Opel Astra GSi blieben die beiden strafpunktefrei in den Sollrunden und in beiden Sprintrunden locker unter der magischen Grenze von 9.00 Minuten. „Wir hatten nicht das geringste Problem, Kompliment an Kissling Motorsport und meinen Beifahrer Jürgen Fritzsche“, freute sich Diel. Diel nun alleiniger Tabellenführer in der so genannten RCN light. Nachdem Carsten Patterer (Montabaur) seinen VW Golf GTi mit einem technischen Defekt im Adenauer-Forst abstellen mußte, rückten Vater und Sohn Volker und Michael Geburek (Rommerskirchen) im BMW 318iS auf Rang zwei bei den seriennahen Fahrzeugen vor. Glück im Unglück hatte Mazda-Pilot Frank Gmünd (Golzheim), der einen heftigen Aufprall unverletzt überstand.

In der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 2000 ccm siegte überraschend Rainer Geppert (Reichshof) im Opel Kadett vor den beiden Benninghofen-VW Golf GTi von Lars Grobbink/Dirk Kehrberg (Essen/Bochum) und Holger Träger/Karl-Heinz Zammert (Bochum/Düsseldorf). Michael Daum/Daniel Havermans (Mettlach/Beidweiler) hatten mit dem DM-Racing-VW Golf in der Klasse bis 2500 ccm die Nase vorn.


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